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Der unerforschte Rest. Autobiografien von Medienlegenden als Quellen zum Journalismus

Die Geschichte der deutschsprachigen Publizistik war in der ersten Hälfte des 20. Jhd. eine Abenteuergeschichte voller Geheimnisse. Siegfried Weischenberg wird in seinem Vortrag einige der Medienlegenden vorstellen, die meist jüdische Wurzeln hatten und schon bald nach Hitlers Machtergreifung emigrieren mussten. Auch die Publizist:innen mit Arier-Nachweis, die während des ›Dritten Reichs‹ weiter publizistisch aktiv bleiben konnten, werden zu Wort kommen. Ihre Bekenntnisse und Geständnisse führen zu Erkenntnissen über die Themen Schuld und Vergessen, die uns im Moment wieder besonders stark beschäftigen müssen.
Dr. Siegfried Weischenberg, Jahrgang 1948, studierte Soziologie, Geschichte und Publizistik an der Ruhr-Universität Bochum, wo er auch promovierte. Nach einem Volontariat arbeitete er als Redakteur und war ehrenamtlich Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV). Er lehrte viele Jahre als Professor für Kommunikationswissenschaft und Journalistik im In- und Ausland.
Seine Forschungsschwerpunkte und zahlreichen Buchpublikationen befassen sich mit der Theorie und Praxis des Journalismus, Systemtheorie und Konstruktivismus, politischer Kommunikation, Max Webers Mediensoziologie sowie der Geschichte der Publizistik.

