(Wie) Funktioniert Literarischer Journalismus?

Pressemitteilung vom 13. November 2013

(Wie) Funktioniert Literarischer Journalismus?

Bei erfolgreichen Wochenblättern wie der Zeit, dem Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gehört der Literarische Journalismus seit Längerem zum zentralen Vermittlungsprinzip. Trotzdem steht er im deutschen Sprachraum unter Generalverdacht: Ein allzu freier Umgang mit aus der Literatur entlehnten Gestaltungstechniken, vor allem ein sorgloses Spiel mit Fakten und Fiktionen sei nicht mit den Aufgaben des Journalismus vereinbar, mahnen manche Kritiker.

Tobias Eberwein räumt in seiner Studie Literarischer Journalismus. Theorie – Traditionen – Gegenwart mit dieser begrifflichen Engführung auf. Anhand von Gesprächen mit aktiven Vertretern des Genres macht er deutlich, dass das Konzept des Literarischen Journalismus im Gegenteil zu einem Rettungsanker für die ökonomisch schwächelnde Printbranche werden könnte. Indem sich literarische Journalisten bewusst vom Nachrichtenjournalismus der Mainstream-Medien abgrenzen, zeigen sie in der gegenwärtigen Zeitungs- und Zeitschriftenkrise Entwicklungsperspektiven auf. Damit können sie dem Gegenwartsjournalismus helfen, ein neues Selbstverständnis zu generieren – und ihn so bereit für die Zukunft machen.

Es sei auch nochmals auf den Vortrag von Dr. Tobias Eberwein hingewiesen: Literarischer Journalismus – Rettungsanker für die Printbranche? 28. November 2013, 19:00h im Herbert von Halem Verlag, Köln. Weitere Infos und Link zur Anmeldung finden Sie [hier].

»Wer etwas darüber erfahren will, wo die Zukunft des Journalistenberufs liegt, wird aus Tobias Eberweins Studie über den Literarischen Journalismus viel lernen können.« (Prof. Dr. Horst Pöttker, Universität Dortmund)