WAR VISIONS. Bildkommunikation und Krieg

WAR VISIONS. Bildkommunikation und Krieg

Täglich werden wir einer Bilderflut von Terror und Krieg ausgesetzt. Welche Auswirkungen diese Bilder haben, welchen Erzählmustern sie folgen und welchen Zielen sie dienen, liegt noch weitgehend im Dunkeln. Ein neuer Band aus dem Herbert von Halem Verlag sucht nach Antworten.

New York, Madrid, London, Irak – selten waren Bilder von Terror und Krieg so präsent wie heute. Die Methoden der Kriegsführung mögen sich geändert haben, doch die visuelle Verarbeitung des Geschehens folgt weiterhin altbekannten Mustern. In sentimentalen Porträts wird die kollektive Erinnerung an die Opfer heraufbeschworen, Bilder junger Kriegshelden verkörpern den Geist der kämpfenden Truppe. Unter dem Stichwort „Militainment“ vermischen sich zunehmend Information, Unterhaltung und Propaganda.

Bilder sind Waffen im Arsenal der kriegsführenden Parteien und der Terroristen. Das wirft Fragen auf: Wie objektiv berichten die Print- und TV-Medien über Krieg? Welche Rolle spielen die massenmedialen Bilder im Kalkül der Terroristen? Welche Bedeutungen haben die Kriegsbilder und welche Wirkungen entfalten sie? Aber auch: Welche historischen Vorläufer hat die heutige Kriegsberichterstattung? Welche zukünftigen Entwicklungen sind absehbar? Diesen Fragen gehen die insgesamt 18 Beiträge des im Oktober erscheinenden Sammelbands „War Visions. Bildkommunikation und Krieg“, herausgegeben von Thomas Knieper und Marion G. Müller, auf den Grund.

Der Band greift das Thema des 2003 erschienenen Titels Bilder des Terrors – Terror der Bilder? wieder auf. Durch das Einbeziehen aktuellster Forschungsergebnisse bis hin zu den Londoner Terroranschlägen vom Juli 2005 bringt er die Debatte über die visuelle Kriegsberichterstattung auf den neuesten Stand. Als Grundlage für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Bild des Kriegs – sei es in Forschung, Studium oder privat – bietet der Band eine Fülle von aufschlussreichen Perspektiven.

Die Autoren dieses Bandes sind: Michael Beuthner, Petra E. Dorsch-Jungsberger, Kathrin Fahlenbrach, Till Fischer, Ursula Anna Frohne, Christoph Klimmt, Thomas Knieper, Ansgar Koch, Sebastian Köhler, Tim Kuhrcke, Stefan Leifert, Peter Ludes, Michaela Maier, Agnes Matthias, Marion G. Müller, Ralf Palandt, Gerhard Paul, Karl N. Renner, Steffen Sommer, Beate Spindler, Reinhold Viehoff, Stephan A. Weichert, Hans-Jürgen Weiß, Elke Anna Werner, Albert F. X. Wilhelm, Jürgen Wilke.

WAR VISIONS ist der vierte Band der in unserem Schwerpunkt Visuelle Kommunikation erschienen ist. Informationen zu den anderen Bänden finden Sie [hier].

AUTOREN / HERAUSGEBER

Thomas Knieper

Thomas Knieper, Dr. rer. pol., Jg. 1961, ist Professor für Computervermittelte Kommunikation an der Universität Passau. Forschungsprojekte und Publikationen in den Bereichen Computervermittelte Kommunikation, Visuelle Kommunikation, Politische Kommunikation, Gesundheitskommunikation, Journalistik und Methoden. ...


Marion G. Müller

Marion G. Müller, Jg. 1965, Prof. Dr. phil habil, seit 2004 Professorin für Massenkommunikation an der Jacobs University Bremen. Studium der Politikwissenschaft, Kunstgeschichte und Rechtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg und Hamburg. Promotion als Stipendiatin des Graduiertenkollegs »Politische Ikonographie», Universität Hamburg. Zusammen mit Thomas Knieper, 2000, Gründung der DGPuK-Fachgruppe »Visuelle Kommunikation», 2004 - 2007 Sprecherin der Fachgruppe. 2007 bis 2009 Chair Visual Communication Studies Division der International Communication Association (ICA). Forschungsschwerpunkte: Visuelle Kommunikation, politische Kommunikation, Multimodalität, Bilder und Emotionen, visuelle Empathie, Bildberichterstattung Kriege und Konflikte. ...