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SUMMARY:Sehnsucht nach Vergnügen. Kino in der DDR
DESCRIPTION:Die SED kontrollierte das gesamte Kino der DDR von der Herstellung der Filme bis zur Auswertung in den Kinos. Das Kino wurde als kulturpolitische Institution verstanden\, die dazu beitragen sollte\, die ostdeutschen Zuschauer zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ zu erziehen. Konsequent wurde das Angebot der Kinos von Filmen aus dem sozialistischen Einflussbereich bestimmt; allein ein Viertel aller Filme kam aus der Sowjetunion. \nFragen wir nach der Wahl der Zuschauer\, verändert sich unsere Sicht auf das Kino der DDR grundlegend. Nicht Erziehung\, Bildung oder Kultur\, sondern Vergnügen war das bestimmende Motiv bei der Filmauswahl an der Kinokasse. Obwohl Westimporte nur einen kleinen Teil des Angebots ausmachten\, waren Filme aus der Bundesrepublik und den Vereinigten Staaten die Publikumslieblinge der ostdeutschen Zuschauer. Das Kino der DDR war dem Kino der Bundesrepublik damit weit ähnlicher\, als wir oft annehmen. \nJoseph Garncarz stellt die Ergebnisse seiner Forschung dar und wird spannende Erkenntnisse berichten. \nJoseph Garncarz ist Professor i. R. am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte sind Film- und Kinogeschichte. Er lehrte an verschiedenen Universitäten in Europa\, leitete mehrere Forschungsprojekte und veröffentlichte eine Reihe von Monographien\, darunter Hollywood in Deutschland: Zur Internationalisierung der Kinokultur\, 1925–1990 (2013)\, Wechselnde Vorlieben: Über die Filmpräferenzen der Europäer\, 1896–1939 (2015) und Begeisterte Zuschauer: Die Macht des Kinopublikums in der NS-Diktatur (2021). Seine Publikationen wurden ins Englische\, Französische\, Tschechische und Polnische übersetzt. Seine Forschung wurde wiederholt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und 2011 mit dem Willy-Haas-Preis ausgezeichnet. \n\n\n  \n\n\n\n\n	Hier können Sie sich anmelden\n	\n	\n	 \n	\n	 \n	\n	 \n	Anzahl der Personen
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