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SUMMARY:Frankfurter Buchmesse 2024
DESCRIPTION:Die Frankfurter Buchmesse startet am 16. Oktober 2024. Seit 1949 ist die internationale Messe ein weltweiter Handelsplatz für gedruckte und digitale Inhalte – vom Roman über Kinderbücher bis zu wissenschaftlichen Publikationen. Hier treffen sich Expert*innen aus dem Publishing mit Partnern aus der Technologiebranche und den Kreativindustrien wie Film und Games zum Austausch. Die Buchmesse ist eine der weltweit wichtigsten Bühnen für die Auseinandersetzung mit dem internationalen gesellschaftspolitischen Geschehen. Das diesjährige Gastland ist Italien. \nAuch der Herbert von Halem Verlag ist wie in jedem Jahr dabei und freut sich auf Besucher*innen in Halle 3.1\, Stand B 74.
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SUMMARY:Nie wieder? Warnzeichen des Autoritarismus erkennen
DESCRIPTION:„Nie wieder!“\, wurde in Deutschland nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur geschworen. Nie wieder sollte es möglich sein\, dass in Deutschland der Totalitarismus die Macht ergreift\, Menschenrechte verletzt\, Massenmorde begeht und den Kontinent in den Krieg stürzt. Doch wenn wir das Abgleiten des Landes in eine erneute Diktatur verhindern wollen\, müssen wir auch in der Lage sein\, die Warnzeichen hierfür zu erkennen. Ist die deutsche Gesellschaft wirklich dazu imstande? \nZwar fehlt es nicht an eindringlichen Warnungen vor dem Extremismus sowie aufgeregten Diskussionen in der Öffentlichkeit\, doch diese beschäftigen sich meist mit Nebenschauplätzen. Wenn sich dagegen\, wie in den letzten Jahren in Russland\, tatsächlich eine Regierung mit faschistischen Zügen etabliert\, wird dies von weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit übersehen oder geleugnet. \nThomas Petersen beschäftigt sich mit der Frage\, woran man totalitäres Denken\, das der Gewaltherrschaft den Weg bahnt\, bemerkt – unabhängig davon\, in welcher Gestalt es daherkommt und mit welchen vorgeblich guten politischen Absichten es verknüpft wird. \nThomas Petersen\, Dr.\, studierte 1987 bis 1992 an der Universität Mainz Publizistik\, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte. 1993 Magister. 2001 Promotion. 2010 Habilitation. 1990 bis 1992 Journalist beim Südwestfunk in Mainz. Seit 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demoskopie Allensbach\, seit 1999 Projektleiter. Seit 1995/1996 Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen\, darunter Universität Mainz\, TU Dresden\, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. 2007/2008 Vertretung der Professur für methodische und historische Grundlagen der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg. Past Präsident der World Association for Public Opinion Research (WAPOR)\, Sprecher der Fachgruppe „Visuelle Kommunikation“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft“ (DGPuK). Forschungsschwerpunkte: Methoden der Demoskopie\, Feldexperimente\, Visuelle Kommunikation\, Politische Kommunikation\, Wahlforschung\, Markt- und Sozialforschung\, Theorie der öffentlichen Meinung.
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SUMMARY:Mythos\, Selbstdarstellung und Öffentlichkeitsarbeit: Der Wundermann Ludwig Erhard
DESCRIPTION:Ludwig Erhard ist in seiner Rolle als erster Bundesminister für Wirtschaft nach Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949 fest im kollektiven Gedächtnis verankert. In der Nachkriegszeit entstand von ihm der Mythos als Schöpfer des Wirtschaftswunders und ›Vater der Sozialen Marktwirtschaft‹. Dass Erhard auch der zweite Kanzler der Bundesrepublik war\, ist weitaus weniger präsent. \nEntscheidend für den Auf- und Abstieg Erhards und die damit verbundene Mythisierung seines politischen Wirkens waren – anders als vielfach angenommen – nicht nur (wirtschafts-)politische Erfolge und Misserfolge\, sondern vor allem auch symbolische Faktoren wie die öffentliche (Selbst-)Darstellung Erhards. Unterstützt von seinen persönlichen Imagemachern und weiten Teilen der westdeutschen Medienlandschaft begann er bereits sehr früh\, an seiner eigenen Mythisierung zu arbeiten und den wirtschaftlichen Aufschwung untrennbar mit seiner Person zu verknüpfen – mit Erfolg. \nIm Kanzleramt wurde dieses Wundermann-Image für Erhard allerdings schnell zu einer Bürde\, während es ihm nicht gelang\, ein neues ebenso wirkmächtiges Kanzlerimage aufzubauen. Das Bemühen Erhards\, sich als über den Parteien schwebender ›Volkskanzler‹ zu inszenieren\, scheiterte ebenso wie der Versuch\, die Soziale Marktwirtschaft mit der Idee der ›Formierten Gesellschaft‹ weiterzuentwickeln. Das über Jahre aufgebaute Vertrauen in seine Person begann in der Folge rasant zu schwinden und Erhard sah sich schließlich gezwungen\, nach nur drei Jahren im Amt als Bundeskanzler zurückzutreten. \nKatharina Schmidt wird mit Dr. Patrick Opdenhövel\, dem Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung über den politischen Werdegang Ludwig Erhards diskutieren: Unter anderem werden sie erörtern welche Bedeutung der öffentlichen (Selbst-)Darstellung Erhards im Hinblick auf den Vertrauenserwerb\, -erhalt und -verlust beizumessen ist. Der Verleger Herbert von Halem wir das Gespräch moderieren. \n Patrick Opdenhövel\, Dr.\,  geb. 1964 ist Historiker und Politiker (CDU). Von Juni 2017 bis Juni 2022 war er Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 2023 ist er Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung. (Foto: © KAS/Peter Bouserath) \n  \n  \n Katharina Schmidt\, Dr.\,  geb. 1992\, war von 2017 bis 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitarbeiterin im von der DFG geförderten Projekt „Die Medienbiografien der bundesdeutschen Kanzler und der Kanzlerin“. Sie studierte von 2011 bis 2017 Geschichte und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Auslandsaufenthalten in Maastricht und Washington D.C. 2023 wurde sie mit einer Arbeit über den Wundermann Ludwig Erhard promoviert. Sie war Stipendiatin der Promotionsförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im April 2024 erscheint das Buch Der Wundermann Ludwig Erhard. Mythos\, Selbstdarstellung und Öffentlichkeitsarbeit in der Reihe Öffentlichkeit und Geschichte.
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