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SUMMARY:Eine Wahl des Vergnügens. Das Kino der DDR und seine Zuschauer
DESCRIPTION:Die SED kontrollierte das gesamte Kino der DDR von der Herstellung der Filme bis zur Auswertung in den Kinos. Das Kino wurde als kulturpolitische Institution verstanden\, die dazu beitragen sollte\, die ostdeutschen Zuschauer zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ zu erziehen. Konsequent wurde das Angebot der Kinos von Filmen aus dem sozialistischen Einflussbereich bestimmt; allein ein Viertel aller Filme kam aus der Sowjetunion. \nFragen wir nach der Wahl der Zuschauer\, verändert sich unsere Sicht auf das Kino der DDR grundlegend. Nicht Erziehung\, Bildung oder Kultur\, sondern Vergnügen war das bestimmende Motiv der Filmauswahl an der Kinokasse. Obwohl Westimporte nur einen kleinen Teil des Angebots ausmachten\, waren Filme aus der Bundesrepublik und den Vereinigten Staaten die Publikumslieblinge der ostdeutschen Zuschauer. Das Kino der DDR war dem Kino der Bundesrepublik damit weit ähnlicher als wir oft annehmen. \nJoseph Garncarz berichtet aus der Werkstatt seines aktuellen Forschungsprojekts und stellt seine Thesen zur Diskussion. \nWir bitte um Anmeldung unter anmeldung@koelner-mediengespraeche.de.
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SUMMARY:Rettet die Medien! Wie informieren wir uns am besten?
DESCRIPTION:Der Nachrichtenjournalismus braucht einen Neuanfang. Wie dieser aussehen kann\, das beschreibt Marco Bertolaso\, der Nachrichtenchef des Deutschlandfunks\, in seinem neuen Buch Rettet die Nachrichten! \nDie Zeit der klassischen Massenmedien geht zu Ende. Informationen sind im Netz und in den sozialen Medien scheinbar unbegrenzt und kostenlos zu haben. Brauchen wir also überhaupt noch professionellen Nachrichtenjournalismus? \nDie Frage ist so naheliegend wie gefährlich. Denn Demokratie\, Rechtsstaat und individuelle Freiheiten wird es ohne verlässliche Informationen nicht geben. \nDer Nachrichtenjournalismus steckt aber auch wegen eigener Fehler in der Krise. Er braucht einen Neuanfang auf vielen Ebenen und kein „Weiter so“. Redaktionen müssen sich fragen\, ob sie eigentlich noch die wirklich Mächtigen beobachten und kontrollieren. \nGefordert sind aber nicht nur die Medien\, sondern genauso auch Politik\, Wirtschaft\, Verbände\, letztlich die gesamte Gesellschaft. Wir brauchen dringend eine Abrüstung bei PR und Marketing. Es ist Zeit\, Information als Teil der Grundversorgung zu betrachten und nicht mehr in erster Linie als kommerzielle Ware. Um dies zu erreichen\, brauchen wir dramatisch mehr Bildungsanstrengungen\, um Nachrichtenkompetenz aufzubauen. \nDr. Marco Bertolaso wird im Gespräch mit dem Verleger Herbert von Halem die Missstände aufzeigen\, auf die Gefahren der jetzigen Situation hinweisen und Wege aus der Krise suchen.
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SUMMARY:Zwischen Medicus und GZSZ: Wie geht kreative Führung?
DESCRIPTION:Vom Privat-TV-Urknall bis zur digitalen Transformation: 27 Jahre lang hat Wolf Bauer als CEO der UFA Geschichten auf verschiedensten Plattformen erzählt und damit Mediengeschichte geschrieben. Kein anderer deutscher Produzent hat einen Konzern vergleichbarer Größe über einen so langen Zeitraum gelenkt. Die Herausforderung\, in diesem ständigen Wandel Erfolgsstrategien für das Innovations- und Talentmanagement zu definieren und umzusetzen\, weist über den Kern der Film- und Fernsehproduktion weit hinaus. \nWolf Bauer wird im Gespräch mit Torsten Zarges seinen Erfahrungsschatz aus drei Dekaden kreativer Unternehmensführung teilen und die Zuschauer mit hinter die Kulissen wegweisender Produktionen wie Gute Zeiten\, schlechte Zeiten\, Deutschland sucht den Superstar oder die Didi-Hallervorden-Filme der 1980er-Jahre nehmen. Es wird von Höhen und Tiefen\, von Triumphen und Enttäuschungen und von schicksalhaften Begegnungen mit Persönlichkeiten wie James Cameron\, Noah Gordon\, Catherine Zeta-Jones oder Dieter Bohlen die Rede sein. \nWolf Bauer wird das permanente Spannungsfeld zwischen Kreativität und wirtschaftlichem Erfolg ausleuchten und Denkanstöße für gegenwärtige und künftige Führungskräfte der Kultur- und Kreativwirtschaft geben. \nDurch den Abend führt Verleger Herbert von Halem.
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SUMMARY:Streitkultur im Zeitalter des Populismus. Wie Journalisten und Öffentlichkeit mit den Anfeindungen von rechts und links umgehen können
DESCRIPTION:Die öffentliche Kommunikation steckt in einer tiefen Krise. Wir leiden unter einem Diskursversagen und müssen unbedingt eine Streitkultur zurückgewinnen\, die der Demokratie aufhilft. \nAktuell die Corona-Pandemie\, davor die Klimakatastrophe und die Migrationskrise – die öffentliche Diskussion polarisiert sich. Sie wird schriller und der Umgangston wird rauer\, ja oftmals sogar unerträglich. Die Fähigkeit\, im Ton verbindlich\, aber in der Sache hart und problemlösungsorientiert Diskurse zu führen\, kommt zunehmend abhanden. Auf der Strecke bleibt nicht die Streitlust\, wohl aber die Streitkunst\, die in der Tradition der Aufklärung nach tragfähigen politischen Kompromissen in unseren Demokratien sucht. \nProf. Dr. Stephan Russ-Mohl wird am Beispiel verschiedener Themenfelder erklären\, ob und inwieweit die Aufmerksamkeitsökonomie\, welche durch die Digitalisierung noch wirkmächtiger geworden ist\, regelrecht ein Diskursversagen ausgelöst hat. Er wird erläutern\, wie dadurch Gemeinwesen und Demokratie beschädigt werden und was wir tun müssen\, um zu einer zivilgesellschaftlichen Streitkultur mit einem wechselseitigen respektvollen Umgang zurückzufinden. \nAnschließend wird Prof. Russ-Mohl das Thema mit seinen Co-Autoren Prof. Tanjev Schultz und Petra Reski vertiefen. Dabei wird Herr Prof. Schultz zum Umgang mit rechten Populisten und Extremisten Stellung nehmen\, während Frau Reski uns hinter die Kulissen der Italienberichterstattung blicken lässt. Moderation: Herbert von Halem. \nDer Reader Streitlust und Streitkunst. Diskurs als Essenz der Demokratie ist als Einführungsband in die Reihe Schriften zur Rettung des öffentlichen Diskurses\, herausgegeben von Stephan Russ-Mohl\, konzipiert.
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SUMMARY:Der Sportdokumentarfilm im Wandel der Zeit
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SUMMARY:Krisenkommunikation – wie Kommunikation entschärfen kann
DESCRIPTION:Vortrag von Prof. Dr. Jana Wiske und anschließender Diskussion mit Dr. Oliver Hepp (Universität Bayreuth) und Christian Kamp (FAZ). \nOb Handelsstreit\, Atomkonflikt oder Klimastreik – Krisen prägen die Welt auch mit Hilfe der Medien. Durch Fehler im Umgang mit ihnen können erhebliche Schäden entstehen\, sowohl wirtschaftlicher Art als auch in Fragen der Reputation. Durch welche Strategien lassen sich diese abwenden? \nDie Professorin für PR und Unternehmenskommunikation Jana Wiske hat kundige Analysen prominenter Krisenfälle zusammengetragen und im Sammelband Krisenkommunikation komplex herausgegeben. Betrachtet werden unter anderem die Krise um die Fußballer Mesut Özil und Ilkay Gündogan\, die Affäre um Jan Böhmermanns Schmähgedicht\, die Rolle von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise\, die weltweite Finanzkrise und der Skandal um Claas Relotius beim SPIEGEL. Die Aufarbeitung der Kommunikationsstrategien dieser Fälle schafft neue Erkenntnisse für die Handhabung solcher Situationen. \nIn einem kurzen Vortrag stellte Jana Wiske unter anderem die Idee und die Ergebnisse des Buches vor und diskutierte im Anschluss mit Christian Kamp und Oliver Hepp die Fälle Özil/Gündogan und Böhmermann. Moderation: Herbert von Halem.
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SUMMARY:Ausgeblendet
DESCRIPTION:Hält das Fernsehen die Fortschritte in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit auf? \n“Warum passiert so wenig in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit? Kann es sein\, dass die Bilder\, die wir im Fernsehen und im Kino sehen und die vorgeben\, die Realität abzubilden\, möglicherweise den Fortschritt der Gesellschaft in Fragen der Geschlechterparität aufhalten?” Diese und andere Fragen stellt Frau Prof. Elizabeth Prommer\, Autorin der Studie „Audiovisuelle Diversität“ und Medienforscherin an der Universität Rostock. Zusammen mit Dr. Christine Linke hat sie festgestellt\, dass Frauen in Film und Fernsehen kein Abbild der Wirklichkeit zeichnen. Denn Frauen sind im Fernsehen stark unterrepräsentiert\, sie kommen außerdem nicht in den Rollen und der Vielfalt vor\, in denen sie im echten Leben vorkommen. Dies zeigt das Buch besonders am Beispiel der Expertinnen: So sind im echten Leben die Hälfte der Richter Richterinnen\, aber im Fernsehen sind nur 24 Prozent der Rechtsexperten Frauen. \nSchauspielerin und Gründerin der MaLisa-Stiftung Maria Furtwängler\, die die Studie initiiert hat\, konstatiert: „Die Bilder\, die uns durch die Medien\, insbesondere Film und Fernsehen\, vermittelt werden\, beeinflussen\, was wir für möglich halten. Für mich ist damit auch eine große Verantwortung verbunden. Mich interessieren dabei insbesondere die Geschlechterrollen\, die durch die Darstellungen in den Medien vermittelt werden und Einfluss auf unsere Vorstellungswelten – und die unserer Kinder – haben.” \nProf. Elizabeth Prommer wird in einem Impulsvortrag die Ergebnisse ihrer Studie erläutern. In der anschließenden Diskussionsrunde werden die Ursachen für das Ungleichgewicht\, das wir in den Medien täglich sehen\, herausgearbeitet. Was passiert\, wenn wir Frauen ausblenden? Wie beeinflusst das unsere Vorstellung von der Wirklichkeit? Kann es tatsächlich sein\, dass die Bilder\, die wir im Fernsehen und im Kino sehen und die vorgeben\, die Realität abzubilden\, möglicherweise den Fortschritt der Gesellschaft in Fragen der Geschlechterparität aufhalten?
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