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SUMMARY:Können Maschinen kreativ sein? Über Kunst und Künstliche Intelligenz
DESCRIPTION:In der Kunstszene kommen ‚artificial artefacts‘ immer häufiger zum Vorschein. Es handelt sich hierbei um Kunstwerke\, die von einer Künstlichen Intelligenz erschaffen wurden. Das führt zu der Frage\, ob man diese Arbeiten wirklich als Kunst im Sinne eines kreativen Schaffensprozesses sehen kann. Gibt es so etwas wie maschinelle Kreativität? \nDieter Mersch war langjähriger Institutsleiter an der Zürcher Hochschule der Künste und Professor für Ästhetische Theorie\, außerdem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik. Im Rahmen der Kölner Mediengespräche wird er eine mögliche Kreativität der Maschinen aus verschiedenen Sichtweisen betrachten. \nSo beleuchtet er\, von welchem Kreativitäts- und Kunstbegriff ausgegangen werden muss\, wenn nicht mehr nur Menschen kreativ und intuitiv arbeiten können. Ob es ausreicht\, Zufallsfunktionen an die Stelle kreativer Differenzen und Sprünge zu setzen. Und auch\, ob sich das schöpferische Momentum der Kunst angemessen durch die Generierung von Unerwartetem oder Überraschendem verstehen lässt. \nAnmeldung: Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an anmeldung@koelner-mediengespraeche.de. \nDieter Mersch\, Prof. em Dr.\, Zürcher Hochschule der Künste\, studierte Mathematik und Philosophie an den Universtäten Köln\, Bochum und Darmstadt. Zwischen 2004-2013 hatte er den Lehrstuhl für Medientheorie und Medienwissenschaften an der Universität Potsdam inne\, 2013-2021 leitete er das Institut für Theorie an der Zürcher Hochschule der Künste und war Prof. für Ästhetische Theorie\, ferner zwischen 2018-2021 Präsident der Deutsche Gesellschaft für Ästhetik. Jüngste Publikationen Epistemologien des Ästhetischen Zürich / Berlin 2015\, Manifest der Künstlerischen Forschung. Eine Verteidigung gegen ihre Verfechter\, Zürich / Berlin 2020\, Humanismen und Antihumanismen. Kritische Studien zur Gegenwartsphilosophie\, Berlin/Zürich 2024\, zudem zahlreiche Studien zur Medien-Philosophie\, Kunst-Philosophie\, Bild-Philosophie und zum Digital Criticism. \n 
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SUMMARY:ABSAGE: Mythos\, Selbstdarstellung und Öffentlichkeitsarbeit: Der Wundermann Ludwig Erhard
DESCRIPTION:LEIDER MUSS DIE VERANSTALTUNG WEGEN ERKRANKUNG ABGESAGT WERDEN!  \nWIR BITTEN UM IHR VERSTÄNDNIS. \n  \n  \nLudwig Erhard ist in seiner Rolle als erster Bundesminister für Wirtschaft nach Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949 fest im kollektiven Gedächtnis verankert. In der Nachkriegszeit entstand von ihm der Mythos als Schöpfer des Wirtschaftswunders und ›Vater der Sozialen Marktwirtschaft‹. Dass Erhard auch der zweite Kanzler der Bundesrepublik war\, ist weitaus weniger präsent. \nEntscheidend für den Auf- und Abstieg Erhards und die damit verbundene Mythisierung seines politischen Wirkens waren – anders als vielfach angenommen – nicht nur (wirtschafts-)politische Erfolge und Misserfolge\, sondern vor allem auch symbolische Faktoren wie die öffentliche (Selbst-)Darstellung Erhards. Unterstützt von seinen persönlichen Imagemachern und weiten Teilen der westdeutschen Medienlandschaft begann er bereits sehr früh\, an seiner eigenen Mythisierung zu arbeiten und den wirtschaftlichen Aufschwung untrennbar mit seiner Person zu verknüpfen – mit Erfolg. \nIm Kanzleramt wurde dieses Wundermann-Image für Erhard allerdings schnell zu einer Bürde\, während es ihm nicht gelang\, ein neues ebenso wirkmächtiges Kanzlerimage aufzubauen. Das Bemühen Erhards\, sich als über den Parteien schwebender ›Volkskanzler‹ zu inszenieren\, scheiterte ebenso wie der Versuch\, die Soziale Marktwirtschaft mit der Idee der ›Formierten Gesellschaft‹ weiterzuentwickeln. Das über Jahre aufgebaute Vertrauen in seine Person begann in der Folge rasant zu schwinden und Erhard sah sich schließlich gezwungen\, nach nur drei Jahren im Amt als Bundeskanzler zurückzutreten. \nKatharina Schmidt wird in ihrem Vortrag den politischen Werdegang Ludwig Erhards aus einem neuen Blickwinkel betrachten: Sie wird herausarbeiten\, welche Bedeutung der öffentlichen (Selbst-)Darstellung Erhards im Hinblick auf den Vertrauenserwerb\, -erhalt und -verlust beizumessen ist. \nFoto: © KAS/Peter Bouserath \nAnmeldung: Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an anmeldung@koelner-mediengespraeche.de. \n \nKatharina Schmidt\, geb. 1992\, war von 2017 bis 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitarbeiterin im von der DFG geförderten Projekt „Die Medienbiografien der bundesdeutschen Kanzler und der Kanzlerin“. Sie studierte von 2011 bis 2017 Geschichte und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Auslandsaufenthalten in Maastricht und Washington D.C. 2023 wurde sie mit einer Arbeit über den Wundermann Ludwig Erhard promoviert. Sie war Stipendiatin der Promotionsförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im April 2024 erscheint das Buch Der Wundermann Ludwig Erhard. Mythos\, Selbstdarstellung und Öffentlichkeitsarbeit in der Reihe Öffentlichkeit und Geschichte.
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SUMMARY:Ohne Geschrei und Diffamierung. Wie wir über die Ukraine-Frage debattieren sollten
DESCRIPTION:Erst der Konflikt über die Migrationspolitik\, dann der Streit um die richtigen Corona-Maßnahmen\, jetzt der Kampf um die „richtige“ Haltung zu den Kriegen in Nahost und in der Ukraine. Für den Betrachter verfestigt sich der Eindruck\, dass wir uns den wichtigen Fragen unserer Zeit nicht durch konstruktive Debatten nähern\, sondern das Für und Wider in Grabenkämpfen inszenieren. \nMichael Haller und Hans-Peter Waldrich\, die Autoren des Buches Schuld\, Verantwortung und Solidarität\, gehen einen anderen Weg. Sie haben über sechs Monate hinweg über das Für und Wider der Waffenlieferungen an die Ukraine diskutiert und ihre Argumente dazu in Form von 25 Briefen in ihrem Buch zusammengetragen. \nMit der geplanten Diskussionsveranstaltung verfolgen Michael Haller und Hans-Peter Waldrich das Ziel\, eine wirkliche Debatte über den Ukrainekrieg und die Rolle von Deutschland und der NATO in diesem Zusammenhang anzuregen. Sie möchten dabei aber auch aufzeigen\, wie die Gesellschaft über diese kontroversen Themen diskutieren kann\, ohne in Vorurteile zu verfallen. \nAnmeldung: Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an anmeldung@koelner-mediengespraeche.de \n \nMichael Haller\, studierte an den Universitäten Freiburg i.Br. und Basel Philosophie\, Politik- und Sozialwissenschaften. Er promovierte über Hegels politische Philosophie und forschte zur Rolle der Medien in westlichen Demokratien. Vor seinem Ruf an die Universität Leipzig im Jahr 1993 war Haller während 25 Jahren als Reporter und leitender Redakteur in verschiedenen Pressemedien des deutschen Sprachraums tätig. Bis zu seiner Emeritierung im Herbst 2010 hatte er den Lehrstuhl für Allgemeine und Spezielle Journalistik inne. Heute ist er wissenschaftlicher Leiter des gemeinnützigen Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung (EIJK) in Leipzig. \n \nHans-Peter Waldrich\, studierte an den Universitäten München\, Frankfurt am Main und Freiburg i. Br. Politikwissenschaft\, Philosophie\, Geografie und Germanistik. Er promovierte zur Frage des Demokratieverständnisses im Marxismus-Leninismus der Deutschen Demokratischen Republik. Beruflich tätig war er an pädagogischen Einrichtungen (Evangelische Akademie\, Gymnasien) und als Lehrbeauftragter am Bundesamt für den Zivildienst und an der Universität Karlsruhe sowie Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule. 2008 bis 2012 engagierte es sich als Landesvorsitzender der Aktion Humane Schule Baden-Württemberg (AHS) im Bereich der Reformpädagogik. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Fragen und Probleme atomarer Bewaffnung. Er versteht sich als Friedensaktivist.
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SUMMARY:Frauenhass im Netz: Die Machtfantasien der "Mannosphäre"
DESCRIPTION:Es gibt zahlreiche Online-Communitys\, die der sogenannten „Mannosphäre“ angehören und die für ihren Frauenhass und ihre Nähe zur „Alt-Right-Bewegung“\, der alternativen Rechten in den USA\, bekannt sind. \nWas treibt diese Menschen an? Welche Fantasien und Bilder von Körperlichkeit\, Geschlecht und Sexualität werden in diesen Foren konstruiert und ausgetauscht? Diese Männer offenbaren widersprüchliche Gedanken\, Wünsche und Fantasien über Frauen\, die frauenfeindlich sind\, aber auch darüber hinausgehen. Sie befinden sich in einem Zustand der Hemmung bzw. Enthemmung und sind hin- und hergerissen zwischen Selbstmitleid und defensiver Apathie sowie Machtfantasien und dem Hass auf andere Körper. \nJacob Johanssen\, Autor des Buchs Die Mannosphäre\, hat die Posts von Alt-Right-YouTubern\, Incels\, MGTOWs (Men Going Their Own Way) und NoFap-Usern sowie die Manifeste der Mörder Anders Behring Breivik und Elliot Rodger analysiert. In seinem Vortrag spricht er über das Spektrum der Frauenfeindlichkeit im Internet und erklärt mithilfe der Psychoanalyse ihre Ursachen. \nWir bitten um Anmeldung unter anmeldung@koelner-mediengespraeche.de. \nJacob Johanssen\, Dr.\, geb. 1986 in Hamburg\, ist Associate Professor in Communications an der St. Mary’s University in London. Er hat Kommunikationswissenschaft und Soziologie in Salzburg\, Erfurt und London studiert und an der University of East London promoviert. Sein Buch Fantasy\, Online Misogyny and the Manosphere. Male Bodies of Dis/Inhibition (Routledge 2021) hat er für den Herbert von Halem Verlag ins Deutsche übersetzt. Es ist vor Kurzem als Die Mannosphäre. Frauenfeindliche Communitys im Internet erschienen.
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SUMMARY:Was läuft da schief im Journalismus?
DESCRIPTION:Was läuft da schief im Journalismus? Läuft überhaupt etwas schief? Glaubt man den Befragungen zu Medienvertrauen und -interesse\, so einiges. Wer die Entwicklungen auf den Informationsmärkten betrachtet\, den kann das nicht überraschen. Die Auflagen der Tageszeitungen haben sich in den letzten zwanzig Jahren halbiert\, ohne dass im Digitalen ausreichend Abonnements dazukämen. Dort kriegen die Verlage nur die Krümel vom Werbekuchen ab\, die Facebook und Co. übriglassen. Letztere gewinnen zunehmend an Bedeutung\, kennen kein publizistisches Ethos und bevorteilen aufmerksamkeitsheischende Inhalte. Reichweite erzielt bei ihnen nur\, wer sich der Plattformlogik unterwirft. Zu allem Unglück baut der Staat noch seine digitalen Kanäle aus und entzieht sich so der Kontrolle durch den Journalismus. \nDemokratie lebt jedoch von der Debatte\, vom Austausch der Ideen und Meinungen. Dafür braucht es eine informierte Bevölkerung\, und eine Bevölkerung\, die informiert sein will\, braucht Journalismus. Nicht nur deshalb ist die Pressefreiheit laut Bundesverfassungsgericht konstituierend für die Demokratie. \nWer den Abwärtstrend im Journalismus umkehren will\, kommt nicht umhin\, die Medienwirklichkeit mit der verfassungsrechtlichen Aufgabe von Presse und Rundfunk abzugleichen. Das eröffnet Perspektiven auf eine Zukunft\, in der die Menschen wieder zufriedener mit ihren Medien sind. \nHerr von Engelbrechten-Ilow wird in seinem Vortrag versuchen\, die gegenwärtige Situation darzustellen und auch Lösungsvorschläge zu machen. Im Gespräch mit dem Verleger Herbert von Halem werden einzelne Themen anschließend noch vertieft. \nWir bitten um Anmeldung per E-Mail an anmeldung@koelner-mediengespraeche.de. \n \nHermann von Engelbrechten-Ilow\, geb. 1985 in Washington\, D.C.\, studierte Jura in Heidelberg und Berlin sowie im Masterstudiengang Volkswirtschaftslehre in Maastricht. Nach dem Referendariat am Berliner Kammergericht erhielt er 2018 seine Zulassung als Rechtsanwalt. Er beschäftigt sich mit den verfassungsrechtlichen Aspekten gesellschaftlicher Meinungsbildung.
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SUMMARY:Informiert oder doch nur abgelenkt?
DESCRIPTION:Wer bei Facebook\, X (Twitter)\, YouTube oder Instagram auf Nachrichten stößt und sie aufmerksam liest\, kann daraus lernen. Doch ist diese Form der Zuwendung im Alltag auf Plattformen\, die entlang ökonomischer Interessen optimiert sind\, realistisch? Wie sehr werden wir manipuliert und unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Seiten gelenkt? \nMareike Wieland wird aufzeigen\, wie Technologie uns als Nutzerinnen und Nutzer steuern kann. Sie wird mithilfe von Kommunikationsmodellen und Gewohnheitsforschung darlegen\, was unser Verhalten bei der Interaktion mit sozialen Medien beeinflusst. Es geht darum zu erkennen\, wie tiefgreifend smarte Medien in unsere alltäglichen Routinen integriert sind\, wann unser eigenes Nutzungsverhalten subjektiv funktional und wann dysfunktional ist und welche Bedürfnisse wir damit situativ zu befriedigen hoffen. \nDie Autorin nimmt zudem den Journalismus in die Pflicht: Journalistische Produkte sollten nicht nur auf inhaltlicher Ebene einen Mehrwert schaffen\, sondern auch auf der Verhaltensebene. Denkbar wären technische Lösungen\, die eine besonders fokussierte\, ablenkungsfreie digitale Umgebung für das Lesen von Artikeln bieten und dadurch eine aufmerksame Nachrichtennutzung ermöglichen. \nBitte melden Sie sich unter folgendem Ling an: anmeldung@koelner-mediengespraeche.de. \nMareike Wieland\, Dr.\, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Computational Social Science am GESIS Leibniz Institut für Sozialwissenschaften in Köln. Zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Dresden sowie im Fachgebiet Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg. Studium der Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Greifswald sowie der Angewandten Medienforschung an der Technischen Universität Dresden. Promotion an der Universität Hamburg. \nPreisträgerin des Herbert von Halem Promotions- Förderpreis 2022
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SUMMARY:ChatGPT & Co. - Gefahr\, Chance oder Imperativ?
DESCRIPTION:Vor einem Jahr wurde die digitale Welt mit der Einführung des Chatbots Chat GPT revolutioniert. Das autogenerative KI-System hat die Fähigkeit\, Wissen in Sekundenschnelle zusammenzufassen und wiederzugeben. \nDiese bahnbrechende Technologie hat jedoch nicht nur Begeisterung\, sondern auch Bedenken ausgelöst – die Debatte ist vielschichtig. Einerseits kann Chat GPT wie auch viele andere KI-Systeme für alle erdenklichen Themen in revolutionärer Weise Texte und Bilder kreieren. Auf Grundlage einer enormen Datenbasis werden Fragen beantwortet und Texte zur weiteren Verarbeitung geliefert. \nAndererseits sind Bedenken hinsichtlich des möglichen Datenmissbrauchs aufgekommen\, denn das Programm kann zu Beispiel auch für die Generierung von Deep Fakes verwendet werden\, um damit bösartige Zwecke zu verfolgen. Die Frage nach der ethischen Verantwortung bei der Bereitstellung und Nutzung von KI-Systemen ist deshalb von großer Bedeutung. \nChancen und Risiken dieser Technologie werden Prof. Christiane Woopen\, Gründungsdirektorin des Centers for Life Ethics und der Geschäftsführer der Kompetenzplattform KI.NRW\, Dr. Christian Temath\, mit dem Verleger Herbert von Halem erörtern. \nBitte melden Sie sich hier an: anmeldung@koelner-mediengespraeche.de \n \nDr. Christian Temath ist seit September 2020 Geschäftsführer der Kompetenzplattform KI.NRW und arbeitet am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin mit seinem Team daran\, die Marke »KI made in NRW« zu etablieren und die technologische Souveränität des Landes NRW zu stärken. Als promovierter Wirtschaftsinformatiker verfügt er über langjährige Erfahrung in der Managementberatung im Bereich Technologie sowie in der praktischen Anwendung von KI-Technologien bei einem internationalen e-Commerce-Unternehmen. Sein Team aus KI-Manager*innen bündelt Wissen und Erfahrung aus den Bereichen Künstliche Intelligenz\, Digitalisierung\, Netzwerkarbeit und Beratung mit dem Ziel\, Unternehmen\, mittelständischen Firmen und Start-ups den Einstieg in die KI zu erleichtern. \n \nProf. Dr. Christiane Woopen ist Professorin für Life Ethics an der Universität Bonn und Gründungsdirektorin des Center for Life Ethics mit dem Haus für junges Denken. Das Center widmet sich der Analyse und Gestaltung der Technologisierung\, Ökonomisierung\, Ökologisierung und Globalisierung des individuellen und gesellschaftlichen Lebens sowie den mit ihnen verbundenen Transformationsprozessen. Zudem engagiert sich Woopen im Bereich der Politikberatung. Sie war u.a. als Vorsitzende des Deutschen Ethikrates (2012-2016) und des Europäischen Ethikrates (2017-2021)\, Präsidentin des Global Summit der Nationalen Ethikräte (2014-2016)\, 2018 – 2019 als Co-Sprecherin der Datenethikkommission der Bundesregierung und bis 2017 als Mitglied des Internationalen Bioethikausschusses der UNESCO. Woopen ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und Mitglied mehrerer Wissenschaftsakademien.
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SUMMARY:Über Auslandsjournalismus ohne Bilder am Beispiel von Belarus
DESCRIPTION:Seit bald 30 Jahren regiert Alexander Lukaschenko Belarus mit autoritärer Hand und ist nach wie vor der prominenteste Weißrusse in den deutschen Medien. Die Einwohner Belarus‘ hingegen scheinen in ihrem Land medial verschwunden. Das ganze Land wirkt wie von der Weltkarte radiert\, als sei es nur ein Territorium oder Gebiet. Aktuelle Bilder sieht man kaum. \nWas sind Worte in der Berichterstattung wert\, wenn sie nicht bebildert werden? Wie lässt sich über ein Land berichten\, das selbst sprachlos gemacht wurde? Wie lässt sich überhaupt Öffentlichkeit herstellen\, wenn sich diese nicht öffentlich bilden und formen kann\, da Öffentlichkeit und öffentlicher Raum in Belarus durch repressive Mauern getrennt sind? \nAnmeldung unter sandra.halem@koelner-mediengespraeche.de. \nKatja Artsiomenka ist 2004 selbst von Belarus nach Deutschland ausgewandert. Heute ist sie Professorin für Journalismus an der Hochschule für Medien\, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln und freie Radio-Autorin. Sie moderiert bei der Deutschen Welle die politische Talk-Show »Auf den Punkt« (»W samuju tochku«) für Belarus über Belarus. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Europäischen CIVIS-Medienpreis ausgezeichnet. Bei den Kölner Mediengesprächen wird sie die problematische Berichterstattung deutscher Medien über Belarus erörtern.
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SUMMARY:Welche Bedeutung hat die Fotografie im Journalismus?
DESCRIPTION:Fotografien sind im Journalismus allgegenwärtig. Aber bis heute ist nur wenig über die Arbeit von Foto- und Bildredakteur*innen bekannt. Diesen Mangel behebt der Kommunikationswissenschaftler\, Journalist und Fotograf Dr. Felix Koltermann durch zwei neue Studien\, über die er in seinem Vortrag berichten wird. So hat er zum ersten Mal Zahlen darüber erhoben\, wie viele festangestellte Foto- und Bildredakteur*innen es im deutschen Tageszeitungsjournalismus gibt. Darüber hinaus konnte er durch eine Analyse von Pressefotografie aufzeigen\, wie wichtig einzelne Agenturen für den Markt sind. \nDamit richtet Felix Koltermann den Blick zum ersten Mal auf die bildredaktionellen Praktiken im Print- und Online-Journalismus. Er problematisiert darüber hinaus an ausgewählten Beispielen\, wie sorglos die Medien teilweise mit gestellten Agenturfotos umgehen und den Eindruck erwecken\, dass die Fotografien exklusiv für den Artikel gemacht wurden. Felix Koltermann regt damit eine Debatte über den Stellenwert der Fotografie im zeitgenössischen Journalismus an. \n\nSeine Studien werden im Buch Fotografie im Journalismus. Bildredaktionelle Praktiken in Print- und Online-Medien veröffentlicht\, das jetzt im Herbert von Halem Verlag erschienen ist. \n  \nFelix Koltermann\, Dr.\, (Jg. 1979) ist Kommunikationswissenschaftler\, Journalist und Fotograf. Von 2019 bis 2022 war er Post-Doc am Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover und leitete dort ein Forschungsprojekt zu bildredaktionellen Praktiken im digitalen Zeitungsjournalismus. \n\n  \n  \n  \n  \nWir bitten um Anmeldung unter: anmeldung@koelner-mediengespraeche.de. 
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SUMMARY:Demokratie und Streit in den USA – Vorbild oder Warnung für Deutschland?
DESCRIPTION:Demokratie braucht Streit und konstruktive Kritik. Erst durch das Verhandeln von Differenzen wird die öffentliche Debatte wirklich fruchtbar. Gleichzeitig sind Regeln erforderlich\, um einen produktiven demokratischen Diskurs zu gewährleisten. Wie aber finden wir angesichts wachsender Polarisierung und tagtäglicher rhetorischer Zuspitzungen die richtige Balance? Wie füllen wir Demokratie mit Leben und verständigen uns auf politische Inhalte und gesellschaftliche Visionen? Diese sind gerade jetzt von Bedeutung\, da sich Deutschland eine „Zeitenwende“ verordnet hat und sich die Demokratien des Westens ihrer Werte aufs Neue versichern müssen. \nMit dem Journalisten und Politikexperten Dr. Leonard Novy wird Tobias Endler\, der im Herbst im von Halem Verlag das Buch Demokratie und Streit. Der Diskurs der Progressiven in den USA: Vorbild für Deutschland? veröffentlicht hat\, darüber diskutieren\, wie sich der öffentliche Diskurs in den USA derzeit entfaltet und welche Lehren für Deutschland sich daraus ableiten lassen. Er zeigt auf\, worin für uns Inspiration liegen kann\, aber er warnt auch davor\, was passiert\, wenn demokratischer Streit gänzlich aus dem Ruder läuft. \nDer Abend wird in Kooperation mit dem Amerika Haus NRW ausgerichtet. \nWir bitten um Anmeldung unter anmeldung@koelner-mediengespraeche.de. \nÜber die Diskutanten\nTobias Endler\, geb. am 20.09.1978\, studierte Politikwissenschaft\, Amerikanistik und Germanistik an der Universität Heidelberg. Ebendort promovierte er zum außenpolitischen Diskurs der USA nach 9/11. Zwischen 2007 und 2008 absolvierte er einen Forschungs- und Lehraufenthalt an der Yale-Universität (USA). Über sieben Jahre arbeitete er am Heidelberg Center for American Studies\, einem der renommiertesten Amerikainstitute Europas. Tobias Endler veröffentlichte mehrere Bücher zu den USA\, den transatlantischen Beziehungen und zum Westen sowie zu Fragen der Demokratie. Seit dem Frühjahr 2022 ist er als freier Publizist\, Moderator und Trainer tätig. Seine Expertise ist immer wieder in TV\, Radio und Print gefragt (ZDF\, DLF\, SWR\, Frankfurter Rundschau\, Der Standard usw.). Er ist Mitbegründer des Projekts cAMElot: Nordamerikaexpertise\, Analyse und Transfer (www.nordamerikaexperten.de). Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Demokratie und Diskurs\, Populismus und Polarisierung in westlichen Gesellschaften\, der Zustand und die Zukunft des „Westens“ sowie die USA und die transatlantischen Beziehungen einschließlich der aktuellen Entwicklungen in der Sicherheits- und Außenpolitik. \nDer Journalist und Politikexperte Leonard Novy ist Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik\, eines Think Tanks mit Sitz in Köln und Berlin. Seit 15 Jahren berät er Politik\, NGOs und Unternehmen im In- und Ausland in Fragen rund um Strategieentwicklung und politische Kommunikation. Zudem publiziert und unterrichtet er an Hochschulen und Journalistenschulen zu Themen rund um Demokratie\, Medien und Öffentlichkeit\, u.a. an der Hertie School of Governance und am Forum Journalismus und Medien Wien. Er ist Kurator der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium und Autor mehrerer Bücher\, darunter die Monografie „Imagining the Future of Europe. National Identity\, Mass Media and the Public Sphere in the European Union“ (Palgrave Macmillan). Novy studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Humboldt Universität\, Freien Universität Berlin und der University of Cambridge. Forschungsaufenthalte und berufliche Stationen führten ihn u.a. an die Harvard University und nach Brüssel. Nach seiner Promotion im Bereich Internationale Politik an der University of Cambridge hatte er diverse Positionen in Stiftungswesen und Journalismus inne. (Foto: © Ein Solis)
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SUMMARY:„Wie reden die mit uns?" Zur Rhetorik in audiovisuellen Medien
DESCRIPTION:Immer mehr Menschen fühlen sich von den etablierten Medien nicht mehr angesprochen. Auch von Vertrauensverlust ist die Rede. Sie wenden sich Medien jenseits des klassischen Spektrums zu oder auch ganz von den Medien ab. \nMedienleute müssen deshalb alte Gewohnheiten überdenken und einen wirkungsvolleren Stil in der Ansprache ihres Publikums finden. Mikrofon und Kamera verlangen spezielle Kenntnisse und ein Denken und Handeln jenseits der gängigen journalistischen Prozesse. Besonders YouTuber und Podcaster scheinen etablierte Sender vor sich herzutreiben – zum einen handwerklich und sprecherisch\, zum anderen aber auch rhetorisch. Sie wollen mehr durch eine mitnehmende Ansprache als durch einen Hang zur Rechtgläubigkeit und zu Belehrungen überzeugen\, wie sie in den klassischen Medien immer häufiger zu finden sind. Hierbei nutzen die neuen Formate Verweise auf Demokratie und Redefreiheit und arbeiten mit allen Regeln der Überzeugungskraft und einer klaren Pointierung der Zielsätze. \nUnter dem Titel „Wie reden die mit uns?“ Zur Rhetorik in audiovisuellen Medien diskutieren Wissenschaftler und Medienpraktiker über die Bedeutung der Professionalität in öffentlichen Diskursen. Wie können die Menschen in diesen krisenreichen Zeiten sinnvoll angesprochen werden? Wird der journalistische Nachwuchs in den audiovisuellen Medien richtig auf neue Verbreitungsformen vorbereitet? Oder vermauert er sich in Rechthaberei? Neben der Sprecheraus- und -fortbildung werden auch Fragen des Stils Thema des Podiums sein. \nDiskussion mit Jan Josef Liefers\, Prof. Marlis Prinzing\,  Prof. Michael Steinbrecher\, Dr. Katrin Vernau und  Dr. Stefan Wachtel. Herbert von Halem wird die Diskussion moderieren. \nWir bitten um Anmeldung unter anmeldung@koelner-mediengespraeche.de. \nÜber die Diskutanten \nDer Executive Coach Dr. Stefan Wachtel ist „einer der Gurus in den Chefetagen“ (Focus) und einer der „Leading Coaches of the World®“. Stefan Wachtel trainiert als Executive Coach internationale Spitzenmanager aus Wirtschaft\, Öffentlichkeit und Sport. Er bereitet deren Auftritte vor\, intern und extern\, in Rede und Antwort\, einzeln und in Board-Workshops. Zu seinen Klienten gehören bisher 14 der DAX-30-Konzerne. Außerdem ist Stefan Wachtel spezialisiert auf die Begleitung von Präsentationen und Keynotes bei TED-Talks\, Noah Conferences\, DLD. Sieben Jahre hat er vorher Moderatorencoachings durchgeführt\, unter anderem für ARD und ZDF\, und mehr als drei Jahre Ansagentraining für Piloten. \nMarlis Prinzing\, Dr.\, ist seit 2009 Professorin für Journalistik an der Hochschule Macromedia und Studiendekanin am Campus Köln sowie Head einer der lokalen Fakultäten; bundesweit leitet sie hochschulintern das Study Program Journalism. Sie hat Lehraufträge für Medienethik an den Universitäten Fribourg und Zürich\, ist Hauptinitiantin der Charta Öffentliche Kommunikationswissenschaft https://oeffentliche-kowi.org/. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind: Medien- und Digitalethik\, digitale Gesellschaft\, Medieninnovation\, Journalistik\, Wissenschaftskommunikation und Wissenstransfer. \n  \nKatrin Vernau\, Dr. rer.pol. (lic. oec. HSG) Katrin Vernau\, geboren 1973 in Villingen-Schwenningen\, ist seit 15. September 2022 Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Sie kam vom WDR\, wo sie von 2015 bis 2022 Verwaltungsdirektorin war. Zudem hat sie rund zehn Jahre in der Unternehmensberatung gearbeitet\, zuletzt als Partnerin bei Roland Berger. Sie war zudem zehn Jahre als Kanzlerin und Mitglied der Hochschulleitung an den Universitäten Ulm und Hamburg beschäftigt. Katrin Vernau studierte Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule St. Gallen und an der Columbia Business School. 2002 promovierte sie an der Universität Potsdam. Neben ihrem Beruf engagiert sie sich ehrenamtlich: Sie hat für verschiedene Stiftungen gearbeitet und ist Mitglied im Hochschulrat der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. \nJan Josef Liefers\, Schauspieler\, Musiker\, Buchautor\, Regisseur und noch sehr viel mehr. \n  \n  \n  \n  \nMichael Steinbrecher\, Prof. für Fernseh- und Crossmedialen Journalismus an der TU Dortmund (mit Schwerpunkt Journalismus\, Digitalisierung und Gesellschaft)\, Nachtcafé-Moderator\, Journalist\, Autor\, Filmemacher.
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SUMMARY:Fernsehserien in der Alltags- und Medienkultur – ein populäres Phänomen
DESCRIPTION:Serien begegnen uns überall: ob nebenher laufend oder aus Gewohnheit eingeschaltet\, ob in der Gruppe gefeiert oder alleine ‚gebingt‘\, ob auf Netflix gestreamt\, in Podcasts besprochen oder in Memes\, TikToks und Tweets aufgegriffen. Serien gibt es auf verschiedenen Kanälen und Plattformen – sie begleiten und beanspruchen unsere Freizeit. Fernsehsender und Streaming-Plattformen bieten mittlerweile ein unüberschaubares Angebot an Serien\, sodass nur noch wenige davon hohe Wellen schlagen und zu „Straßenfegern“ werden. \nAuch haben sich der ‚Hype‘ und die Diskussionen um Serien ins Internet verschoben\, wo immer auch etwas anderes geschaut werden kann und nur wenige Medieninhalte länger im Gespräch bleiben. \nWelche Bedeutung haben Serien vor diesem Hintergrund also noch in unserer Medienkultur? Was macht sie weiterhin zu einem populären Gesprächsthema und Alltagsphänomen? \nJana Zündel\, Autorin des im Herbert von Halem Verlag erschienenen Buches Fernsehserien im medienkulturellen Wandel stellt sich diesen Fragen vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Stands der Forschung zu Fernsehen und Streaming. \nWir bitten um Anmeldung unter anmeldung@koelner-mediengespraeche.de.
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SUMMARY:Eine Wahl des Vergnügens. Das Kino der DDR und seine Zuschauer
DESCRIPTION:Die SED kontrollierte das gesamte Kino der DDR von der Herstellung der Filme bis zur Auswertung in den Kinos. Das Kino wurde als kulturpolitische Institution verstanden\, die dazu beitragen sollte\, die ostdeutschen Zuschauer zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ zu erziehen. Konsequent wurde das Angebot der Kinos von Filmen aus dem sozialistischen Einflussbereich bestimmt; allein ein Viertel aller Filme kam aus der Sowjetunion. \nFragen wir nach der Wahl der Zuschauer\, verändert sich unsere Sicht auf das Kino der DDR grundlegend. Nicht Erziehung\, Bildung oder Kultur\, sondern Vergnügen war das bestimmende Motiv der Filmauswahl an der Kinokasse. Obwohl Westimporte nur einen kleinen Teil des Angebots ausmachten\, waren Filme aus der Bundesrepublik und den Vereinigten Staaten die Publikumslieblinge der ostdeutschen Zuschauer. Das Kino der DDR war dem Kino der Bundesrepublik damit weit ähnlicher als wir oft annehmen. \nJoseph Garncarz berichtet aus der Werkstatt seines aktuellen Forschungsprojekts und stellt seine Thesen zur Diskussion. \nWir bitte um Anmeldung unter anmeldung@koelner-mediengespraeche.de.
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SUMMARY:Rettet die Medien! Wie informieren wir uns am besten?
DESCRIPTION:Der Nachrichtenjournalismus braucht einen Neuanfang. Wie dieser aussehen kann\, das beschreibt Marco Bertolaso\, der Nachrichtenchef des Deutschlandfunks\, in seinem neuen Buch Rettet die Nachrichten! \nDie Zeit der klassischen Massenmedien geht zu Ende. Informationen sind im Netz und in den sozialen Medien scheinbar unbegrenzt und kostenlos zu haben. Brauchen wir also überhaupt noch professionellen Nachrichtenjournalismus? \nDie Frage ist so naheliegend wie gefährlich. Denn Demokratie\, Rechtsstaat und individuelle Freiheiten wird es ohne verlässliche Informationen nicht geben. \nDer Nachrichtenjournalismus steckt aber auch wegen eigener Fehler in der Krise. Er braucht einen Neuanfang auf vielen Ebenen und kein „Weiter so“. Redaktionen müssen sich fragen\, ob sie eigentlich noch die wirklich Mächtigen beobachten und kontrollieren. \nGefordert sind aber nicht nur die Medien\, sondern genauso auch Politik\, Wirtschaft\, Verbände\, letztlich die gesamte Gesellschaft. Wir brauchen dringend eine Abrüstung bei PR und Marketing. Es ist Zeit\, Information als Teil der Grundversorgung zu betrachten und nicht mehr in erster Linie als kommerzielle Ware. Um dies zu erreichen\, brauchen wir dramatisch mehr Bildungsanstrengungen\, um Nachrichtenkompetenz aufzubauen. \nDr. Marco Bertolaso wird im Gespräch mit dem Verleger Herbert von Halem die Missstände aufzeigen\, auf die Gefahren der jetzigen Situation hinweisen und Wege aus der Krise suchen.
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SUMMARY:Zwischen Medicus und GZSZ: Wie geht kreative Führung?
DESCRIPTION:Vom Privat-TV-Urknall bis zur digitalen Transformation: 27 Jahre lang hat Wolf Bauer als CEO der UFA Geschichten auf verschiedensten Plattformen erzählt und damit Mediengeschichte geschrieben. Kein anderer deutscher Produzent hat einen Konzern vergleichbarer Größe über einen so langen Zeitraum gelenkt. Die Herausforderung\, in diesem ständigen Wandel Erfolgsstrategien für das Innovations- und Talentmanagement zu definieren und umzusetzen\, weist über den Kern der Film- und Fernsehproduktion weit hinaus. \nWolf Bauer wird im Gespräch mit Torsten Zarges seinen Erfahrungsschatz aus drei Dekaden kreativer Unternehmensführung teilen und die Zuschauer mit hinter die Kulissen wegweisender Produktionen wie Gute Zeiten\, schlechte Zeiten\, Deutschland sucht den Superstar oder die Didi-Hallervorden-Filme der 1980er-Jahre nehmen. Es wird von Höhen und Tiefen\, von Triumphen und Enttäuschungen und von schicksalhaften Begegnungen mit Persönlichkeiten wie James Cameron\, Noah Gordon\, Catherine Zeta-Jones oder Dieter Bohlen die Rede sein. \nWolf Bauer wird das permanente Spannungsfeld zwischen Kreativität und wirtschaftlichem Erfolg ausleuchten und Denkanstöße für gegenwärtige und künftige Führungskräfte der Kultur- und Kreativwirtschaft geben. \nDurch den Abend führt Verleger Herbert von Halem.
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SUMMARY:Streitkultur im Zeitalter des Populismus. Wie Journalisten und Öffentlichkeit mit den Anfeindungen von rechts und links umgehen können
DESCRIPTION:Die öffentliche Kommunikation steckt in einer tiefen Krise. Wir leiden unter einem Diskursversagen und müssen unbedingt eine Streitkultur zurückgewinnen\, die der Demokratie aufhilft. \nAktuell die Corona-Pandemie\, davor die Klimakatastrophe und die Migrationskrise – die öffentliche Diskussion polarisiert sich. Sie wird schriller und der Umgangston wird rauer\, ja oftmals sogar unerträglich. Die Fähigkeit\, im Ton verbindlich\, aber in der Sache hart und problemlösungsorientiert Diskurse zu führen\, kommt zunehmend abhanden. Auf der Strecke bleibt nicht die Streitlust\, wohl aber die Streitkunst\, die in der Tradition der Aufklärung nach tragfähigen politischen Kompromissen in unseren Demokratien sucht. \nProf. Dr. Stephan Russ-Mohl wird am Beispiel verschiedener Themenfelder erklären\, ob und inwieweit die Aufmerksamkeitsökonomie\, welche durch die Digitalisierung noch wirkmächtiger geworden ist\, regelrecht ein Diskursversagen ausgelöst hat. Er wird erläutern\, wie dadurch Gemeinwesen und Demokratie beschädigt werden und was wir tun müssen\, um zu einer zivilgesellschaftlichen Streitkultur mit einem wechselseitigen respektvollen Umgang zurückzufinden. \nAnschließend wird Prof. Russ-Mohl das Thema mit seinen Co-Autoren Prof. Tanjev Schultz und Petra Reski vertiefen. Dabei wird Herr Prof. Schultz zum Umgang mit rechten Populisten und Extremisten Stellung nehmen\, während Frau Reski uns hinter die Kulissen der Italienberichterstattung blicken lässt. Moderation: Herbert von Halem. \nDer Reader Streitlust und Streitkunst. Diskurs als Essenz der Demokratie ist als Einführungsband in die Reihe Schriften zur Rettung des öffentlichen Diskurses\, herausgegeben von Stephan Russ-Mohl\, konzipiert.
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SUMMARY:Der Sportdokumentarfilm im Wandel der Zeit
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SUMMARY:Krisenkommunikation – wie Kommunikation entschärfen kann
DESCRIPTION:Vortrag von Prof. Dr. Jana Wiske und anschließender Diskussion mit Dr. Oliver Hepp (Universität Bayreuth) und Christian Kamp (FAZ). \nOb Handelsstreit\, Atomkonflikt oder Klimastreik – Krisen prägen die Welt auch mit Hilfe der Medien. Durch Fehler im Umgang mit ihnen können erhebliche Schäden entstehen\, sowohl wirtschaftlicher Art als auch in Fragen der Reputation. Durch welche Strategien lassen sich diese abwenden? \nDie Professorin für PR und Unternehmenskommunikation Jana Wiske hat kundige Analysen prominenter Krisenfälle zusammengetragen und im Sammelband Krisenkommunikation komplex herausgegeben. Betrachtet werden unter anderem die Krise um die Fußballer Mesut Özil und Ilkay Gündogan\, die Affäre um Jan Böhmermanns Schmähgedicht\, die Rolle von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise\, die weltweite Finanzkrise und der Skandal um Claas Relotius beim SPIEGEL. Die Aufarbeitung der Kommunikationsstrategien dieser Fälle schafft neue Erkenntnisse für die Handhabung solcher Situationen. \nIn einem kurzen Vortrag stellte Jana Wiske unter anderem die Idee und die Ergebnisse des Buches vor und diskutierte im Anschluss mit Christian Kamp und Oliver Hepp die Fälle Özil/Gündogan und Böhmermann. Moderation: Herbert von Halem.
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SUMMARY:Ausgeblendet
DESCRIPTION:Hält das Fernsehen die Fortschritte in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit auf? \n“Warum passiert so wenig in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit? Kann es sein\, dass die Bilder\, die wir im Fernsehen und im Kino sehen und die vorgeben\, die Realität abzubilden\, möglicherweise den Fortschritt der Gesellschaft in Fragen der Geschlechterparität aufhalten?” Diese und andere Fragen stellt Frau Prof. Elizabeth Prommer\, Autorin der Studie „Audiovisuelle Diversität“ und Medienforscherin an der Universität Rostock. Zusammen mit Dr. Christine Linke hat sie festgestellt\, dass Frauen in Film und Fernsehen kein Abbild der Wirklichkeit zeichnen. Denn Frauen sind im Fernsehen stark unterrepräsentiert\, sie kommen außerdem nicht in den Rollen und der Vielfalt vor\, in denen sie im echten Leben vorkommen. Dies zeigt das Buch besonders am Beispiel der Expertinnen: So sind im echten Leben die Hälfte der Richter Richterinnen\, aber im Fernsehen sind nur 24 Prozent der Rechtsexperten Frauen. \nSchauspielerin und Gründerin der MaLisa-Stiftung Maria Furtwängler\, die die Studie initiiert hat\, konstatiert: „Die Bilder\, die uns durch die Medien\, insbesondere Film und Fernsehen\, vermittelt werden\, beeinflussen\, was wir für möglich halten. Für mich ist damit auch eine große Verantwortung verbunden. Mich interessieren dabei insbesondere die Geschlechterrollen\, die durch die Darstellungen in den Medien vermittelt werden und Einfluss auf unsere Vorstellungswelten – und die unserer Kinder – haben.” \nProf. Elizabeth Prommer wird in einem Impulsvortrag die Ergebnisse ihrer Studie erläutern. In der anschließenden Diskussionsrunde werden die Ursachen für das Ungleichgewicht\, das wir in den Medien täglich sehen\, herausgearbeitet. Was passiert\, wenn wir Frauen ausblenden? Wie beeinflusst das unsere Vorstellung von der Wirklichkeit? Kann es tatsächlich sein\, dass die Bilder\, die wir im Fernsehen und im Kino sehen und die vorgeben\, die Realität abzubilden\, möglicherweise den Fortschritt der Gesellschaft in Fragen der Geschlechterparität aufhalten?
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