Posts tagged 'Pressefotografie'

2. Mai 2017

Lynsey Addario: Jeder Moment ist Ewigkeit

Lynsey Addario: Jeder Moment ist Ewigkeit

Rezensiert von Evelyn Runge Im Arm des Mannes liegt ein Kind, zusammengekrümmt, den linken Unterschenkel bandagiert, die linke Hand in das Hemd des Mannes geklammert. Um sie kreisen drei Soldaten und ein Zivilist – und eine zierliche Frau. Sie blickt durch ihre Kamera, justiert das Objektiv und geht auf den Mann und den Jungen zu. Die Frau ist Lynsey Addario, aufgenommen von Chang Lee in Kirkuk im April 2003 (S. 154). Addario, geboren 1973, ist eine der wenigen Frauen, die sich seit vielen Jahren als Fotojournalistin in Krisen- und Kriegsgebieten behauptet. In ihrer Autobiografie Jeder Moment ist Ewigkeit. Als Fotojournalistin in den Krisengebieten der Welt (2016) erzählt sie in 14 Kapiteln...

11. Oktober 2016

Lars Bauernschmitt, Michael Ebert: Handbuch des Fotojournalismus

Lars Bauernschmitt, Michael Ebert: Handbuch des Fotojournalismus

Rezensiert von Evelyn Runge Einige Ikonen des Fotojournalismus aus dem 20. Jahrhundert sind schnell benannt; man hat sie vor dem inneren Auge, auch ohne die Bilder vor sich zu sehen: etwa das Aufstellen der amerikanischen Flagge durch Soldaten in Iwo Jima von Joe Rosenthal (1945), die Selbstverbrennung des Mönchs Thich Quang Duc in Saigon von Malcolm Browne (1963) oder die verängstigten, fliehenden Kinder in Vietnam, im Bild festgehalten von Nick Ut (1972). Zu fotografischen Ikonen gehören jedoch nicht nur fotojournalistische oder dokumentarfotografische Aufnahmen aus Krisen- und Kriegssituationen, sondern auch solche aus Wissenschaft und dem Paparazzitum. Lennart Nilssons „legendäre...

28. Juli 2016

Historische Perspektiven auf den Iconic Turn

Die Entwicklung der öffentlichen visuellen Kommunikation

Historische Perspektiven auf den Iconic Turn

Die Fortschritte bei den bildproduzierenden Verfahren haben dazu geführt, dass die massenmediale Kommunikation immer stärker durch Bilder geprägt ist. Aber die historisch fundierte Perspektive auf den Iconic Turn enthüllt, dass Bilder und visuelle Darstellungen seit jeher einen bedeutsamen Faktor im Prozess des Medienwandels darstellen. Dieser Prozess lässt sich nur verstehen, wenn die zeitliche Dimension dieses Wandels stärker in den Blick gerückt wird. Ziel des vorliegenden Buches ist es deshalb, den Iconic Turn vor allem als historischen, langfristigen Entfaltungsprozess zu begreifen, in dessen Folge die visuellen Aspekte der öffentlichen Kommunikation nicht schlagartig, sondern kontinuierlich...

23. Juli 2015

Historischer Fotojournalismus

Historischer Fotojournalismus

Rezensiert von Patrick Rössler Zwei gewichtige Bücher, zwei bildgewaltige Bände. Zweimal Bildmedien der Zwischenkriegszeit, und zweimal die Ergebnisse groß angelegter Forschungsprojekte: Das eine, DFG-gefördert, zum “Blick von unten” aus Sicht der proletarischen Fotografie; das andere aus Mitteln des österreichischen Pendants (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) zum Verhältnis von Presse, Fotografie und Gesellschaft in der Alpenrepublik. Und jedes für sich ein Meilenstein der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der visuellen Kommunikation aus historischer Perspektive, Referenzwerke für jedes einschlägige Bücheregal. Dazu noch ein eher akademisch...

13. Mai 2011

Fritz Hausjell

Ao. Univ. Prof. Dr.

Fritz Hausjell

Fritz Hausjell, Jg. 1959, Ao. Univ. Prof. Dr.; Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und Pädagogik in Wien und Salzburg. 1985 Promotion an der Universität Salzburg, 2003 Habilitation an der Universität Wien. Seit 2003 Ao. Universitätsprofessor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, seit 2014 stv. Institutsvorstand. Forschungsschwerpunkte: Historische Kommunikationsforschung, Exilforschung, Journalismusentwicklung u. u.a. Pressefotografie. Seit 2014 Leiter des FWF-Forschungsprojektes „War of Pictures. Press Photography in Austria 1945-1955“. Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) und Mitbegründer...

12. Mai 2011

Irene Neverla

Prof. em. Dr. phil.

Irene Neverla

Irene Neverla, Jg. 1952, Prof. Dr.; Studium der Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Psychologie an den Universitäten Wien, Salzburg, München. Promotion über Arbeitszufriedenheit von Journalisten. Habilitation über Fernsehnutzung und Zeitgestaltung im Alltag. Seit 1992 Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg, seit 2017 emeritiert. Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Journalismus in Theorie und Empirie, Journalismus und Demokratiekonflikte, Klimawandel- und Wissenschaftskommunikation, Ökologie der Mediengesellschaft.

14. Oktober 2008

Rezension in Informationsmittel (IFB), Jahrgang 15 (2007), Heft 2

In IFB, dem digitalen Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft, ist eine Rezension zu “Das politische Bild. Fotojournalismus und Pressefotografie in Theorie und Empirie” von Elke Grittmann erschienen. Zu der Autorin und ihrer empirischen Analyse heißt es dort: Die Autorin, jetzt wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg, stellt ihre quantitative inhaltsanalytische Untersuchung politischer Pressefotografie in einen umfassenden theoretischen Rahmen, den sie sehr systematisch aufbaut. […] Unbestritten ist die Ergebnisfülle und Fruchtbarkeit der Analyse der tagtäglich angebotenen politischen Pressefotografie....

21. Mai 2008

Rezensionen in “Medienwissenschaft”

In Ausgabe 2/2008 sind in der Medienwissenschaft wieder einige Rezensionen unserer Titel erschienen. Nadine Dablé hat Audiovisuelle Emotionen. Emotionsdarstellung und Emotionsvermittlung durch audiovisuelle Medienangebote von Anne Bartsch, Jens Eder und Kathrin Fahlenbrach (Hrsg.) gelesen und findet: Der Band bietet ein breites Spektrum an Beiträgen, indem trotz der thematischen Vielfalt immer wieder Vergleichspunkte aufscheinen, wodurch sich eine integrative Ebene ergibt. Wer hier allerdings gemäß dem interdisziplinären Anspruch Beiträge von Autoren unterschiedlicher Disziplinen erwartet, der wird enttäuscht. […] Durch die teilweise weitsichtigen Blicke über den eigenen Tellerrand...

3. April 2008

Rezensionen in der Publizistik 3/2008

In Ausgabe 3/2008 der Publizistik werden wieder einige unserer Neuerscheinungen besprochen. Benjamin Drechsel schreibt über Das politische Bild. Fotojournalismus und Pressefotografie in Theorie und Empirie von Elke Grittmann: Ein schwergewichtiges Exempel der Überwindung dieser beiderseitigen Schwächen ist Elke Grittmanns Dissertation, in der sie Kommunikations- und Bildwissenschaft sehr überzeugend miteinander verknüpft. […] Bis in Details zeigt sich hier ein souveränes transdisziplinäres Fachwissen. […] Doch bringt diese Studie wertvolle neue Hinweise, die zum Beispiel überzogene politikwissenschaftliche Befürchtungen bezüglich einer visuellen Dominanz “symbolischer...