Posts tagged 'Mediennutzung' (Page 2 von 4)

15. Februar 2016

Mediengenerationen

Biografische und kollektivbiografische Muster des Medienhandelns

Mediengenerationen

In der öffentlichen Debatte ist häufig von »Digital Natives», der »Handygeneration« oder der »Fernsehgeneration« die Rede. Die Annahme, dass Mediennutzung und aneignung eine Frage der Generation sei und dass es Generationen sind, die Medieninnovationen voranbringen, findet sich auch im Fachdiskurs. Im Rahmen eines DFG-Forschungsprojektes haben die Autoren empirisch untersucht, ob es generationentypische Mediennutzungsmuster gibt und ob sich Generationen anhand bestimmter Medien identifizieren oder abgrenzen lassen. Theoretische Ausgangspunkte waren dabei Karl Mannheims »Problem der Generationen« und die Habitus-Theorie Pierre Bourdieus. Mannheim unterscheidet die in der Forschung oft...

22. Oktober 2015

Lars Robert Krautschick: Gespenster der Technokratie

Rezensiert von Michael Hörner Die Tatsache, dass der Horrorfilm innerhalb der Medienwissenschaften oft noch allzu stiefmütterlich behandelt wird, kann durchaus als Ärgernis bezeichnet werden. Lars Robert Krautschicks Versuch einer umfangreichen Analyse des medienreflexiven Potentials eines der unzähligen Subgenres des Horrors ist also sehr zu begrüßen, auch wenn die Umsetzung des Vorhabens stellenweise etwas zu wünschen übrig lässt. Erfreulich ist zunächst die grundlegende These des Autors, dass Horrorfilme als gleichwertige Akteure auf dem Feld des medientheoretischen Diskurses in Erscheinung treten, medienbezogene Kollektivängste aufgreifen und diese mit den ihnen zu eigenen Mitteln...

21. Oktober 2015

Fritz Beckert: Der Mensch kommt in der Journalismustheorie zu kurz

Fritz Beckert: Der Mensch kommt in der Journalismustheorie zu kurz

Stationen Geboren am 5. April 1925 in Reichenhain. 1941 Abschluss der Mittelschule, Reichsarbeitsdienst. 1945 Lehrer und Schulleiter in Reichenhain. 1952 Lehrauftrag für Pädagogische Psychologie am Institut für Lehrerbildung in Chemnitz. 1954 Oberassistent am Pädagogischen Institut in Dresden. 1955 bis 1957 Aspirantur am Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut in Berlin. 1958 Promotion A, 1962 Promotion B (jeweils in Pädagogischer Psychologie, Universität Leipzig). 1965 Professor für Pädagogische Psychologie an der TH Karl-Marx-Stadt. 1965 bis 1970 Prorektor. 1972/73 Gastvorlesungen an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. 1975 Wechsel an die Sektion Journalistik in Leipzig....

26. Januar 2015

Theorien des Medienwandels

Theorien des Medienwandels

Medienwandel ist eines der bestimmenden Schlagwörter im medien- und kommunikationswissenschaftlichen Fachdiskurs geworden. Zugleich zeigt sich, dass dieses ›Totalphänomen‹ begrifflich schwer zu fassen ist. Auffällig häufig wird der Begriff Medienwandel primär auf ›neue‹ Medien, Technologien und Innovationen bezogen. Dabei wird systematisch vernachlässigt, dass jeder Wandel ein Vorher und Nachher hat und dass aktuelle Phänomene erst durch eine diachrone Betrachtung und die Einordnung in größere historische Zusammenhänge zu verstehen sind. Das Buch Theorien des Medienwandels will diese Lücke schließen und einen substanziellen Beitrag zur Theoriebildung wie auch zur Systematisierung...

17. September 2014

Freunde und Medienfiguren verstehen

Zur Empathie bei Kindern in realen und fiktionalen Welten

Freunde und Medienfiguren verstehen

Brigitte Gasser untersucht und vergleicht die Empathiefähigkeit bei 12- bis 13-Jährigen mit ihrer Empathie gegenüber Medienfiguren. Ausgehend von einer Unterteilung von Empathie in realen und fiktionalen Welten werden psychologische und medienwissenschaftliche Erklärungsansätze betrachtet. Die Entwicklung von Empathie wird aufgrund der psychologischen Forschung dargestellt, woran sich auch die affektiven und kognitiven Aspekte von Empathie aufzeigen lassen. Daneben wird aus einer medienwissenschaftlichen Perspektive auf empathische Mechanismen bei unterschiedlichen Medienarten (Bücher, Filme, Computerspiele) eingegangen. Auf der Grundlage von qualitativen und quantitativen Untersuchungen...

19. Juli 2014

Manuel Thomä: Der Zerfall des Publikums

Manuel Thomä: Der Zerfall des Publikums

Rezensiert von Katja Mehlis Manuel Thomä legt mit dem Buch Der Zerfall des Publikums – Nachrichtennutzung zwischen Zeitung und Internet ein Werk vor, das sich im Schnittfeld zwischen Rezeptions- und Journalismusforschung bewegt. Der Fokus der 275 Seiten starken Arbeit liegt entsprechend ihres Titels freilich auf dem Publikum und der Fragmentierungsthese. Die veränderten Nutzungsgewohnheiten junger Erwachsener und sogenannter Digital Natives beschäftigen nicht nur die Fachwissenschaft, sondern sind auch für die Medienschaffenden im Blick auf die Bindung der Leserschaft und Heranführung neuer Zielgruppen von Belang. Was von Medienwissenschaftlern seit Jahren als Medienwandel beschrieben...

25. Juni 2014

Hans-Jörg Stiehler – 10. Mai 1951

Hans-Jörg Stiehler – 10. Mai 1951

Stationen Geboren in Pirna. Vater Journalist (Kulturredakteur bei den Mitteldeutschen Neuesten Nachrichten). Kindheit in Liebstadt, Abitur in Leipzig. Studium der Sozialpsychologie in Jena. 1975 bis 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Jugendforschung in Leipzig (ZIJ), Bereich Kultur- und Medienforschung. 1984 Promotion A, 1990 Promotion B (Medienkommunikation, Pädagogische Hochschule Leipzig). 1993 Professor für empirische Kommunikations- und Medienforschung an der Universität Leipzig. Verheiratet, vier Töchter. Publikationen Zusammenhänge zwischen Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung, dargestellt an Wechselbeziehungen zwischen Massenkommunikation und...

14. Mai 2014

Ich bin ein Teamarbeiter

Ich bin ein Teamarbeiter

Stationen Geboren am 10. Mai 1951 in Pirna. Kindheit in Liebstadt, Abitur in Leipzig. Studium der Sozialpsychologie in Jena. 1975 bis 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Jugendforschung in Leipzig (ZIJ), Bereich Kultur- und Medienforschung. 1984 Promotion A (Zusammenhang zwischen Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung), 1990 Promotion B (Medienkommunikation, Pädagogische Hochschule Leipzig). 1993 Professor für empirische Kommunikations- und Medienforschung an der Universität Leipzig. Wissen Sie noch, warum Sie in Jena Sozialpsychologie studieren wollten? Wie sagt man heute so schön: Ich wollte was mit Medien machen. Und ich wollte nicht zur Zeitung. Ich...

7. März 2014

Jo Groebel: Das neue Fernsehen

Jo Groebel: Das neue Fernsehen

Rezensiert von Christopher Buschow Fernsehen ist weiterhin unter den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen: Mehr als 220 Minuten wird nach aktueller Erhebung der GfK täglich ferngesehen. Auch die zunehmend bedeutsameren Onlinemedien konnten die Rolle des Leitmediums bislang nicht übernehmen. Doch der heutige Medienwandel geht an der bald 100-jährigen ‘Flimmerkiste’ nicht spurlos vorbei. Über die facettenreichen Veränderungen des “ehemals einfachen Heimzentrums” (7) hat Jo Groebel den Band Das neue Fernsehen. Mediennutzung – Typologie – Verhalten geschrieben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den neuen Wechselbeziehungen zwischen TV und Internet. Als...

5. Juli 2013

Pierre Bourdieu und die Kommunikationswissenschaft

Internationale Perspektiven

Pierre Bourdieu und die Kommunikationswissenschaft

International ausgerichteter Band über Anschlussfähigkeit und Aktualität von Pierre Bourdieu in der Kommunikationswissenschaft Der Beitrag von Pierre Bourdieu für die Scientific Community der Sozialwissenschaften ist unbestritten und aus dem internationalen Wissenschaftsdiskurs nicht mehr wegzudenken. Auch für die Kommunikationswissenschaft – eine Disziplin, die die mediale und kommunikative Wirklichkeit und ihre sozialen Zusammenhänge analysiert – sind die Denkwerkzeuge des französischen Soziologen für viele (wenn nicht für alle) Fragestellungen unverzichtbar. Was für zahlreiche internationale Vertreter des Fachs als Selbstverständlichkeit gilt, wird in einigen Bereichen der deutschen...