Posts tagged 'Mediengeschichte' (Page 2 von 4)

23. Dezember 2015

Friedrich Balke, Bernhard Siegert und Joseph Vogl (Hrsg.): Mediengeschichte nach Friedrich Kittler

Friedrich Balke, Bernhard Siegert und Joseph Vogl (Hrsg.): Mediengeschichte nach Friedrich Kittler

Rezensiert von Sonja Yeh Der 13. Band des Archivs für Mediengeschichte, herausgegeben von Friedrich Balke, Bernhard Siegert und Joseph Vogl, versammelt 13 Beiträge, die das Vermächtnis Kittlers für die Medienwissenschaft diskutieren und aus verschiedenen disziplinären Blickwinkeln beleuchten. Dabei wird von den Autoren im doppelten Sinne des Wortes “nach“ (post und gemäß) der Versuch unternommen, den Stellenwert der Mediengeschichtsschreibung nach Kittler in der heutigen Medienwissenschaft aufzuzeigen. Ein Teil der Beiträge bietet Kontextualisierungen von Kittler in historische und aktuelle Diskurse: Werner Hamacher stellt in seinem Aufsatz “Reparationen“, ein bisher...

8. Dezember 2015

Alina Laura Tiews

Alina Laura Tiews

Alina Laura Tiews, M.A., (*1984) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Mediengeschichte, Migrationsgeschichte, deutsch-deutschen Zeitgeschichte sowie Public History. Ihr Dissertationsprojekt ging der Frage nach, welche Rolle Flucht und Vertreibung im Film und Fernsehen der DDR und der Bundesrepublik zwischen 1949 und 1990 spielten. Die erfolgreiche Verteidigung am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster fand statt; eine Publikation ist in Vorbereitung.

2. Dezember 2015

Klaus Arnold (†)

Prof. Dr.

Klaus Arnold (†)

Klaus Arnold (†), Prof. Dr., * 30. September 1968, † 29. Mai 2017. Klaus Arnold war seit 2010 Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Trier. Studium der Journalistik in München. 2001 Promotion mit einer Arbeit über die DDR-Rundfunkgeschichte. 2008 Habilitation mit einer Arbeit über Qualität im Journalismus. Vor der Professur 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter und wissenschaftlicher Assistent an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Forschungsschwerpunkte: Qualität im Journalismus, Lokaljournalismus, Innovationen im Journalismus, Medien- und Kommunikationsgeschichte.

26. Januar 2015

Theorien des Medienwandels

Theorien des Medienwandels

Medienwandel ist eines der bestimmenden Schlagwörter im medien- und kommunikationswissenschaftlichen Fachdiskurs geworden. Zugleich zeigt sich, dass dieses ›Totalphänomen‹ begrifflich schwer zu fassen ist. Auffällig häufig wird der Begriff Medienwandel primär auf ›neue‹ Medien, Technologien und Innovationen bezogen. Dabei wird systematisch vernachlässigt, dass jeder Wandel ein Vorher und Nachher hat und dass aktuelle Phänomene erst durch eine diachrone Betrachtung und die Einordnung in größere historische Zusammenhänge zu verstehen sind. Das Buch Theorien des Medienwandels will diese Lücke schließen und einen substanziellen Beitrag zur Theoriebildung wie auch zur Systematisierung...

1. Oktober 2014

Die Individualität der Celebrity

Eine Mediengeschichte des Interviews

Die Individualität der Celebrity

Das Interview ist – medienübergreifend – eines der erfolgreichsten journalistischen Genres. Es etabliert sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in der Zeitung, um gelegentlich in Buchform zu überdauern. Im 20. Jahrhundert wird es zu einem wesentlichen Bestandteil von Hörfunk und Fernsehen und im 21. Jahrhundert sucht es seinen Platz im Internet. Umso erstaunlicher ist es, dass eine systematische Erforschung der Geschichte und Funktion des Genres bislang aussteht. Vor diesem Hintergrund vermisst Jens Ruchatz das breite Feld des journalistischen Interviews und entwirft dessen Gattungsgeschichte als Mediengeschichte. Als Konstante dieser 150-jährigen Geschichte erweist sich das generisch...

4. September 2014

Von der Stern-Schnuppe zum Fix-Stern

Zwei deutsche Illustrierte und ihre gemeinsame Geschichte vor und nach 1945

Von der Stern-Schnuppe zum Fix-Stern

In der Öffentlichkeit dominierte bislang die Darstellung, dass der Journalist Henri Nannen 1948 wie aus dem Nichts die Illustrierte Der Stern erfand. Diesen Mythos, den der Verlag Gruner + Jahr bis heute aus wirtschaftlichen Gründen hegt und pflegt, dekonstruiert der Medienhistoriker Tim Tolsdorff im Rahmen einer multiperspektivischen Analyse. Anhand bislang unerschlossener Quellen weist er nach, dass Nannen zu großen Teilen das Konzept einer gleichnamigen Film- und Kulturillustrierten kopierte, die bis Ende 1939 vom Deutschen Verlag in Berlin herausgegeben worden war und sich als erfolgreiches Produkt der NS-Propaganda erwiesen hatte. Es gelingt dem Autor, Licht ins Innere der „Black Box“...

27. November 2013

Medienumbrüche im Rundfunk seit 1950

Medienumbrüche im Rundfunk seit 1950

Radio und Fernsehen müssen angesichts der Digitalisierung ihr Verhältnis zum Publikum sowie ihre ökonomischen Grundlagen, Aufgaben und Funktionen neu definieren. Aufgabe der Medienhistoriker ist es, die damit verbundenen Medienumbrüche zu analysieren, mit früheren Umbrüchen in der Mediengeschichte zu vergleichen und diese einzuordnen. Die hier publizierten Beiträge zur Jahrestagung 2012 des Studienkreises Rundfunk und Geschichte liefern Fallbeispiele von tiefgreifenden Veränderungen der Massenmedien in den letzten 60 Jahren und widmen sich den Fragen: Welche prototypischen Strukturen von Medienumbrüchen lassen sich aus historischer Perspektive erkennen? Sind Umbrüche im Rundfunk prognostizierbar,...

23. Oktober 2013

Wochenschau und Tagesschau in den 1950er Jahren

Wochenschau und Tagesschau in den 1950er Jahren

Vor der Einführung des Fernsehens war die Filmwochenschau der informierende Teil des Nachkriegskinos und gleichzeitig unterhaltsames Spektakel. In diesem Buch geht es um den Übergang von den »Nachrichten« im Kino zu den Fernsehnachrichten in den 1950er Jahren in Deutschland. Die Autorin untersucht, warum die Wochenschau ihre Bedeutung verlor und gleichzeitig die »Tagesschau« im Alltag der Menschen immer wichtiger wurde. Am Beispiel der »Neuen Deutschen Wochenschau« (NDW) analysiert sie die Informationsvermittlung im Kino. Als Nebengeschäft des Filmverleihs lieferte sich die NDW – trotz ihrer Verbindung zur Bundesregierung – einen Preis- und Konkurrenzkampf mit den Wochenschauen der...

23. Juni 2013

Rudolf Stöber: Neue Medien. Geschichte. Von Gutenberg bis Apple und Google

Rezensiert von Christoph Raetzsch Neue Medien. Geschichte ist in gewisser Weise eine stark überarbeitete Neuauflage der zweibändigen Mediengeschichte von Rudolf Stöber, die 2003 im Westdeutschen Verlag veröffentlicht wurde. In dieser ersten Auflage wurde Mediengeschichte noch nach einzelnen Medienformen unterschieden (u.a. Presse, Rundfunk, Film), ein Verfahren, dass den Autor auf konzeptioneller Ebene wenig zufrieden stellte. Im vorliegenden Band orientiert sich die Geschichtsschreibung nun an Phasen des Erscheinens und der Etablierung neuer Medien, nicht mehr nur an der Medienform. Stöber konzentriert sich auf die “Geschichte der Verbreitungsmedien” (20) in der Neuzeit und...

12. April 2013

Florian Sprenger: Medien des Immediaten

Florian Sprenger: Medien des Immediaten

Rezensiert von Christoph Raetzsch Das Forschungsinteresse von Florian Sprengers Medien des Immediaten lässt sich sehr prägnant an der eingangs gestellten Frage festmachen: “wie etwas dort wirken kann, wo es nicht ist” (36). Der Autor stellt in seiner über 500-seitigen Studie die Frage nach dem Medium neu. Das Medium ist dabei jenes ‘Dazwischen’, das einen ‘Abgrund’ zwischen Ursache und Wirkung überbrückt, eine Differenz von Sender und Empfänger herstellt, und in dem Kommunikation von Abwesendem mit Anwesenden erst möglich wird. Gleichzeitigkeit erscheint in Form der Verkleinerung oder sogar des Verschwindens des Zeitraums der Übertragung. So schreibt...