Posts tagged 'Kommunikationspolitik'

21. Juni 2017

Uwe Pörksen: Politische Rede oder Wie wir entscheiden

Uwe Pörksen: Politische Rede oder Wie wir entscheiden

Rezensiert von André Haller Ein zentraler Kritikpunkt an heutigen Politikern ist der Vorwurf, dass ihre Redekunst verloren gegangen sei. Waren rhetorische Duelle in der bundesrepublikanischen Vergangenheit oftmals Höhepunkte des Parlamentarismus, so gleichen Bundestagsdebatten heute oft einem Schauspiel, das durch Worthülsen dominiert wird. Der Sprachwissenschaftler Uwe Pörksen richtet mit seinem Buch Politische Rede oder Wie wir entscheiden (2016) den Fokus auf die politische Entscheidungsrede – das älteste Kommunikationsinstrument der Politik, das der Überzeugung von Zuhörern dient. Pörksens Werk ist als Sammlung bereits veröffentlichter Schriften mit neuen Ausführungen konzipiert....

21. April 2017

Clemens Sedmak: Mensch bleiben in der Politik

Clemens Sedmak: Mensch bleiben in der Politik

Rezensiert von Martha Kuhnhenn Der politische Alltag mit seinen für Politiker oft widersprüchlichen Herausforderungen bildet den Ausgangspunkt des Buches Mensch bleiben in der Politik. Zwischen Bühne und Besonnenheit von Clemens Sedmak (2016). Als sein Verständnis sowie seine Perspektive auf Politiker formuliert der Autor im ersten Kapitel, dass Politiker „Menschen unter Menschen“ (S. 11) seien. Diese Umschreibung trifft die alltagspraktische und fast gutmütige Haltung, die der Autor gegenüber politischen Akteuren einnimmt. Eine solche Haltung ist freilich nicht verwunderlich, da Sedmak Präsident des Internationalen Forschungszentrums für soziale und ethische Fragen in Salzburg...

27. Juli 2016

Martin Emmer, Christian Strippel (Hrsg.): Kommunikationspolitik für die digitale Gesellschaft

Martin Emmer, Christian Strippel (Hrsg.): Kommunikationspolitik für die digitale Gesellschaft

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler Ein zentrales, umstrittenes Entscheidungs- und Handlungsfeld war Medienpolitik hierzulande selten, zuletzt vielleicht bei den so genannten Kabelpilotprojekten, als man glaubte oder auch nur verlautbarte, über die anstehende Kommerzialisierung des Fernsehens entscheiden zu können. Mit der anhaltenden Digitalisierung formiert sich allmählich – so die Herausgeber Martin Emmer und Christian Strippel in ihrer Einleitung – ein neuer “eigenständiger Politikbereich“, in dem “vor allem die Regulierung der zugrunde liegenden Infrastruktur (Internet Governance) und die neuen Möglichkeiten zur Unterstützung demokratischer Prozesse und Institutionen...

10. September 2011

Markus Behmer

Markus Behmer

Markus Behmer, Dr. phil., geb. 1961; Akad. Oberrat am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität München. Studium der Kommunikationswissenschaft, Politologie, Psychologie und Germanistik in München. 1999 bis 2006 (stellv.) Sprecher der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Hauptarbeitsgebiete: Medien- und Kommunikationsgeschichte, Journalismusforschung und internationale Kommunikationspolitik.

13. Mai 2011

Fritz Hausjell

Ao. Univ. Prof. Dr.

Fritz Hausjell

Fritz Hausjell, Jg. 1959, Ao. Univ. Prof. Dr.; Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und Pädagogik in Wien und Salzburg. 1985 Promotion an der Universität Salzburg, 2003 Habilitation an der Universität Wien. Seit 2003 Ao. Universitätsprofessor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, seit 2014 stv. Institutsvorstand. Forschungsschwerpunkte: Historische Kommunikationsforschung, Exilforschung, Journalismusentwicklung u. u.a. Pressefotografie. Seit 2014 Leiter des FWF-Forschungsprojektes „War of Pictures. Press Photography in Austria 1945-1955“. Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) und Mitbegründer...

9. Oktober 2008

„Keine Schnecke, sondern die Maus“

„Keine Schnecke, sondern die Maus“

Zwei Jahrzehnte europäische Journalistik Von Gerd G. Kopper Jemand, der nicht unmittelbar beteiligt war, wird aus heutiger Sicht die Aufbruchstimmung nicht nachvollziehen können, die mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall von Mauer und Stacheldraht zwischen 1989 und 1991 den Journalismus im gesamten Europa durchzog. Ein Europa gemeinsamer Perspektiven, Ziele und Interessen schien zum Greifen nah. Es musste nur noch ins Leben gerufen werden. So wurden länderübergreifende Kooperationen aktiviert. „El Paìs“ in Madrid, die „Süddeutsche Zeitung“ und „The Independent“, London, erlaubten Zugriff und Nutzung des gesamten redaktionellen Tagesinhalts aller angeschlossenen Partner-Redaktionen....