Posts tagged 'Journalisten'

7. Juni 2019

Meinungsmacht

Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-­Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse

Meinungsmacht

Die Interaktionen zwischen Journalisten und Eliten wurden bislang meist vor systemtheoretischem Hintergrund und durch Befragung von Akteuren erforscht. Dabei wurden die Ergebnisse anonymisiert. Diese Arbeit wählt theoretisch und methodisch einen anderen Ansatz, um Eliten-Einflüsse auf journalistische Inhalte zu lokalisieren. Der Autor wird hat ein theoretisches Modell entwickelt, das Medienverhalten mit Hilfe von Pressure Groups und sozialen Netzwerken erklärt. Es sagt vorher, dass Leitmedien mehr oder weniger den laufenden Diskurs der Eliten reflektieren. Dabei werden aber dessen Grenzen nicht überschritten und dessen Prämissen nicht kritisch hinterfragt. Im empirischen Teil fokussiert...

26. Januar 2017

Wolf Schneider: Hottentottenstottertrottel. Mein langes, wunderliches Leben

Wolf Schneider: Hottentottenstottertrottel. Mein langes, wunderliches Leben

Rezensiert von Kristina Wied „Hottentottenstottertrottelmutterattentäterlattengitterwetter-kotterbeutelrattenfangprämie“ (S. 314) – mit diesem Zungenbrecher hat sich Wolf Schneider als Zehnjähriger die Macht der Sprache erschlossen. Am Lagerfeuer der Hitlerjugend verschaffte er sich Gehör, indem er den Wortbandwurm schneller fehlerfrei runterrasseln konnte als die sonst wortmächtigen Vierzehnjährigen. „Den Gewinn dieser kühnen Tat streiche ich seit achtzig Jahren ein. Mit dem Wortbandwurm (…) habe ich mir die Zunge geschmiert mein Leben lang – vor jedem Fernsehauftritt, jedem Vortrag, jedem Seminar. Hören sollte das keiner, manchmal also auf der Herrentoilette“ (S. 7),...

4. November 2016

Kefa Hamidi: Zwischen Information und Mission. Journalisten in Afghanistan

Kefa Hamidi: Zwischen Information und Mission. Journalisten in Afghanistan

Rezensiert von Guido Keel Seit den 1970er-Jahren hat sich in der Journalismusforschung eine bestimmte Form von Berufsfeldstudien etabliert, die seither für zahlreiche Länder Anwendung fand: Zunächst werden dabei die gesellschaftlichen, normativen und organisatorischen Einflussfaktoren eines Landes analysiert, die die Situation des Journalismus und der Journalisten vor Ort prägen. In einem zweiten Schritt wird die Berufsgruppe anhand persönlicher Befragungen selbst untersucht, woran sich ein Vergleich der erhobenen Merkmale und Einstellungen mit ihrer Arbeit anschließt. Die vorliegende Veröffentlichung von Kefa Hamidi reiht sich in dieses Schema ein. In seiner Dissertation über Journalisten...

30. August 2016

Tim Kukral: Arbeitsbedingungen freier Auslandskorrespondenten

Tim Kukral: Arbeitsbedingungen freier Auslandskorrespondenten

Rezensiert von Julia Lönnendonker Auslandskorrespondent – das klingt für viele angehende Journalisten nach prestigeträchtigem Traumberuf. Wie sehen aber – abseits festangestellter Korrespondentenstellen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – die Arbeitsbedingungen freier Auslandskorrespondenten aus? Und wie hat sich ihre Situation im Zuge der Medienkrise und den dadurch bedingten ökonomischen Zwängen entwickelt? Profitieren sie gar vom Abbau fester Korrespondentenstellen, indem sie Lücken füllen, die zuvor von festangestellten Kollegen bedient wurden oder bekommen ,Freie’ ebenso zu spüren, dass die Ausgaben für die Auslandsberichterstattung zurückgefahren werden (vgl. S. 36)? Diese...

14. Januar 2016

Arbeitsbedingungen freier Auslandskorrespondenten

Eine qualitative Befragung von Mitgliedern des Journalistennetzwerks Weltreporter

Arbeitsbedingungen freier Auslandskorrespondenten

Auf eigene Faust in der Ferne: Freie Auslandskorrespondenten berichten aus Bagdad oder Brüssel für deutsche Medien. Im Vergleich zu ihren festangestellten Kollegen haben die „Freien“ eher den Blick und die Zeit für Geschichten, die abseits liegen von den starren Themenplänen der Redaktionen in der Heimat. Aber (wie) kann man davon leben? Wie sieht der Alltag der freien Korrespondenten aus? Und wie sind sie überhaupt zu diesem Beruf gekommen? Durch eine qualitative Befragung von Mitgliedern des renommierten Journalistennetzwerks Weltreporter liefert dieser Band erstmals umfangreiche Erkenntnisse über die Arbeit der freien Auslandskorrespondenten. Auch die Zustände in den unterschiedlichen...

29. Oktober 2014

Korrespondenten im Kalten Krieg

Zwischen Propaganda und Selbstbehauptung

Korrespondenten im Kalten Krieg

Vom Weltgeschehen und den großen Konflikten des Kalten Krieges berichteten DDR- und BRD-Korrespondenten häufig ganz gegensätzlich. Im heute wiedervereinigten Deutschland haben wir die spannende Situation, dass Auslandsreporter und Korrespondenten aus Ost und West über ihre Arbeit unter den Bedingungen des Kalten Krieges reflektieren können. Ein Teil deutsch-deutscher Geschichte, der kaum bekannt ist. Das vorliegende Buch geht den Fragen nach, wer diese Korrespondenten waren, mit welchen Rollenverständnissen sie an ihren Beruf gingen und mit welchen Arbeitsrealitäten sie konfrontiert waren. Welchen Repressalien waren Westkorrespondenten im Osten und Ostkorrespondenten im Westen ausgesetzt?...

11. Oktober 2012

Antje Robrecht (2010): “Diplomaten in Hemdsärmeln?”

Antje Robrecht (2010): “Diplomaten in Hemdsärmeln?”

Rezensiert von Sven Engesser Antje Robrechts Arbeit Diplomaten in Hemdsärmeln? wurde 2009 vom Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften der Universität Marburg als Dissertation angenommen. Die Untersuchung beschäftigt sich mit Auslandskorrespondenten als Akteuren in den deutsch-britischen Beziehungen von 1945 bis 1962. Damit ist sie am Schnittpunkt von Geschichts- und Kommunikationswissenschaft angesiedelt. Eine solche Ausrichtung birgt Chancen und Risiken zugleich. Einerseits kann die Arbeit vom Forschungsstand, den theoretischen Ansätzen und dem Methodenrepertoire zweier Disziplinen profitieren. Andererseits betrachten Vertreter beider Fächer die Arbeit naturgemäß aus der Perspektive...

15. August 2012

Alltagsrationalität im Journalismus

Akteurs- und organisationsbezogene Einflussfaktoren der Nachrichtenauswahl

Alltagsrationalität im Journalismus

Ines Engelmann untersucht in ihrer Dissertation, ob und inwieweit Merkmale einzelner Journalisten und Merkmale journalistischer Organisationen die Nachrichtenauswahl beeinflussen. Diese Frage knüpft an die aktuelle Mikro-Meso-Makro-Debatte in der deutschsprachigen Journalismusforschung an. Dabei werden journalistische Nachrichtenauswahltheorien angewendet und sowohl die Handlungs- bzw. Entscheidungs- als auch die Organisationsperspektive eingenommen. Für die empirische Prüfung des Mehr-Ebenen-Modells befragt die Autorin Printjournalisten regionaler und überregionaler Tageszeitungen. Die Befunde zeigen, dass Journalisten Sachverhalte aufgrund sehr weniger Selektionskriterien für die Veröffentlichung...

18. März 2012

Marcel Machill; Markus Beiler; Johannes R. Gerstner (Hrsg.): Medienfreiheit nach der Wende

Marcel Machill; Markus Beiler; Johannes R. Gerstner (Hrsg.): Medienfreiheit nach der Wende

Rezensiert von Thomas Ahbe Das ‘Herzstück’ des Bandes ist die umfangreiche Einleitung der Herausgeber. Die Substanz der Einzelbeiträge wird hier nicht nur präsentiert, sondern auch mittels engagierter Bewertungen zum Transformationsprozess der ostdeutschen Medienlandschaft kontextualisiert. Sie ist 13 Aufsätzen vorangestellt, welche von insgesamt 34 Absolventinnen und Absolventen des Lehrstuhls für Journalistik II der Universität Leipzig im Rahmen eines anderthalb Jahre dauernden Forschungsprojekts verfasst wurden. Diese Absolventen-Arbeiten geben dem einschlägig interessierten Publikum zwar bisweilen etwas trocken oder umständlich formulierte, jedoch stets informative und...

14. September 2011

Journalisten in der Schweiz

Eine Berufsfeldstudie im Zeitverlauf

Journalisten in der Schweiz

Dieses Buch liefert ein aktuelles Bild von den Journalisten in der Schweiz. Untersucht werden der soziodemografische Hintergrund von Journalisten, ihre Tätigkeiten, Vorstellungen und Rollenbilder sowie die redaktionellen Organisationsformen. Zusätzlich wird beschrieben, inwiefern sich diese Eigenschaften über die letzten 10 bzw. 30 Jahre verändert haben und welche Formen des Wandels sichtbar sind. Die Studie ist die erste umfassende synchrone und diachrone Analyse des Berufsfelds der Journalisten in der Schweiz. Neben einer Analyse der Daten einer aktuellen Journalistenbefragung und einem Vergleich mit früheren Untersuchungen fördert sie auch eine kritische Diskussion der Methodik in der...