Posts tagged 'Journalismusforschung' (Page 2 von 4)

15. Juli 2015

Max Weber als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Max Weber als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Von Horst Pöttker Zwei Monographien Siegfried Weischenbergs als Informationsquellen und Kontrastfolien Zu seinem 150. Geburtstag am 21. April 2014 hat die Post dem deutschen Gründervater (und -mythos) der Sozialwissenschaften eine Sondermarke gewidmet. Der Autor der beiden Monographien über Max Weber, die den folgenden Überlegungen als Reservoir von Informationen und Argumenten, aber auch als Kontrastfolien dienen, klebt sie auf seine Briefe an Kollegen. Der folgende Essay plädiert ebenso wie Siegfried Weischenbergs Bände dafür, Max Weber nicht zuletzt als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft ernst, oder wenigstens: endlich gründlich zur Kenntnis zu nehmen. In...

3. März 2015

Richard Lance Keeble, John Tulloch (Hrsg.): Global Literary Journalism (Volume 2)

Richard Lance Keeble, John Tulloch (Hrsg.): Global Literary Journalism (Volume 2)

Rezensiert von Nora Berning Published in 2014, Global Literary Journalism: Exploring the Journalistic Imagination is the sequel of the first volume with the same title, which appeared in 2012. With this second volume, the editors have taken on the difficult task of not only broadening the scope considerably – both in terms of the themes and countries as well as authors covered –, but, moreover, they have attempted to close those gaps of research, which, over the years, have been addressed in the context of the annual conventions of the International Association for Literary Journalism Studies and have emerged as desiderata in the previous volume. These include, for instance, a more detailed...

29. Oktober 2014

Cornelia Mothes: Objektivität als professionelles Abgrenzungskriterium im Journalismus

Cornelia Mothes: Objektivität als professionelles Abgrenzungskriterium im Journalismus

Rezensiert von Ines Engelmann Der professionelle Journalismus ist im Zeitalter des Internets nicht mehr alleiniger Anbieter von Informationen. Stattdessen haben auch Bürger die Möglichkeit, sich aktiv im öffentlichen Diskurs einzubringen. Durch dieses erweiterte Informationsangebot gerät auch die gesellschaftliche Dienstleistungsfunktion des Journalismus ins Wanken, allein für die Vermittlung spezifischer Berichterstattungsinhalte verantwortlich zu sein. Aufrecht erhalten werden kann diese Funktion insbesondere dann, wenn sich Journalisten auf das grundlegende professionelle Kriterium der Objektivität verpflichten und sich damit von der zunehmenden Zahl der Laien-Kommunikatoren abgrenzen....

11. Oktober 2014

Colin Porlezza: Gefährdete journalistische Unabhängigkeit

Colin Porlezza: Gefährdete journalistische Unabhängigkeit

Rezensiert von Claudia Riesmeyer Die Frage, wie unabhängig Journalismus ist, beschäftigt die Kommunikationswissenschaft seit vielen Jahren. Wer hat welchen Einfluss auf die Berichterstattung und wie transparent sind welche Interessenslagen? Dieser Frage widmet sich Colin Porlezza in seiner Dissertation, die er 2012 bei Stephan Ruß-Mohl an der Universität Lugano eingereicht hat. Er sorgt jedoch gleich zu Beginn seiner Arbeit für Ernüchterung: “Die sogenannte Chinesische Mauer, also die strikte Trennung zwischen ökonomischen und publizistischen Interessen, zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten und Programmen, bekommt zunehmend Risse“ (13). Als Beleg dafür führt er Einzelfälle...

12. September 2014

Wolfgang Schweiger: Determination, Intereffikation, Medialisierung

Wolfgang Schweiger: Determination, Intereffikation, Medialisierung

Rezensiert von Tobias D. Höhn Die Mär vom guten Engelchen Journalismus und dem bösen Teufelchen Public Relations (PR) hat bereits Barbara Baerns mit der Determinationsthese entzaubert – trotz mancher methodischer Kritik. Doch wie nutzen Journalisten PR und warum? Die vielfältigen Abhängigkeiten zwischen den beiden (Sub-)Systemen haben Bentele/Liebert/Seeling im Intereffikationsmodell modelliert, Ausgangspunkt für zahlreiche empirische Studien und lange Zeit Status Quo. Wolfgang Schweiger legt in vorliegendem Buch die Grundlagen dar, erklärt den Weg der beiden Konzepte und ergänzt dies um die Medialisierung. Auf den rund 120 Seiten des elften Bandes der Reihe Konzepte. Ansätze der...

22. August 2014

Tobias Eberwein: Literarischer Journalismus

Tobias Eberwein: Literarischer Journalismus

Rezensiert von Gunter Reus Wenn etwas in den vergangenen Jahren an den systemtheoretischen Arbeiten zum Journalismus nicht überzeugen konnte, dann war es die Verbannung des Subjekts aus dem journalistischen Geschehen. Allmählich jedoch bildet sich wieder ein Bewusstsein für Kreativität und Verantwortung des Einzelnen heraus. Auch Tobias Eberwein tritt in seiner Dortmunder Dissertation an, den Eigenwillen des Autors zu rehabilitieren. Und er tut es – das ist kühn – mit einem systemtheoretischen Ansatz. Nun ist Eberwein kein Hardliner. Er nutzt kaum mehr als die Grundannahme des Luhmannschen Gedankengebäudes, die Gesellschaft gliedere sich in operativ selbstständige Systeme und Subsysteme...

19. Juli 2014

Manuel Thomä: Der Zerfall des Publikums

Manuel Thomä: Der Zerfall des Publikums

Rezensiert von Katja Mehlis Manuel Thomä legt mit dem Buch Der Zerfall des Publikums – Nachrichtennutzung zwischen Zeitung und Internet ein Werk vor, das sich im Schnittfeld zwischen Rezeptions- und Journalismusforschung bewegt. Der Fokus der 275 Seiten starken Arbeit liegt entsprechend ihres Titels freilich auf dem Publikum und der Fragmentierungsthese. Die veränderten Nutzungsgewohnheiten junger Erwachsener und sogenannter Digital Natives beschäftigen nicht nur die Fachwissenschaft, sondern sind auch für die Medienschaffenden im Blick auf die Bindung der Leserschaft und Heranführung neuer Zielgruppen von Belang. Was von Medienwissenschaftlern seit Jahren als Medienwandel beschrieben...

11. Juli 2014

Annika Sehl: Partizipativer Journalismus in Tageszeitungen

Annika Sehl: Partizipativer Journalismus in Tageszeitungen

Rezensiert von Wiebke Möhring Aus Sicht der Kommunikationswissenschaft ist es sehr zu begrüßen, dass das Thema des Lokaljournalismus in jüngerer Zeit wieder etwas mehr Beachtung erlangt hat, insbesondere auch die Betrachtung nicht aus wirtschaftlicher Perspektive, sondern im Hinblick auf die publizistische Bedeutung (so z. B. Chmielewski 2011; Pöttker/Vehmeier 2013). Wissenschaftlich Interessierte wird es daher freuen, dass in dem vorliegenden Buch erneut ein publizistischer Blick eingenommen wird, diesmal geht es um die Frage der Vielfalt im Lokalen. Annika Sehl bearbeitet in ihrer Dissertation an der Universität Dortmund damit ein Themengebiet, welches einerseits ein in seinen Grundfragen...

25. November 2013

Susanne Kinnebrock

Prof. Dr.

Susanne Kinnebrock

Susanne Kinnebrock, Prof. Dr., ist Universitätsprofessorin für Kommunikationswissenschaft (Schwerpunkt Öffentliche Kommunikation) an der Universität Augsburg, zuvor Professorin an der RWTH Aachen und der Universität Wien. Sie war Sprecherin der DGPuK-Fachgruppe Kommunikationsgeschichte und ist seit 2012 Chair der »Communication History Section« der »European Communication Research and Education Association« (ECREA). Arbeitsschwerpunkte: Öffentlichkeits- und Medienwandel, Journalismusforschung, europäische Kommunikationsgeschichte, kommunikationswissenschaftliche Gender Studies.

18. Juni 2013

Qualitäten der Werbung – Qualitäten der Werbeforschung

Qualitäten der Werbung – Qualitäten der Werbeforschung

Werbung ist ein bedeutender Bestandteil der Kommunikationspraxis moderner Gesellschaften und Motor der Medien. Sie prägt Alltagserfahrungen, Ästhetik, Konsumverhalten und Lebensstile ebenso wie die Medienentwicklung insgesamt. Sie ist ein gesellschaftlicher, politischer, kultureller und ökonomischer Faktor. Spät, aber immerhin etabliert sich nun die Werbeforschung als eigene Disziplin innerhalb der Medien- und Kommunikationswissenschaft. Im Vergleich mit der Journalismus- oder der PR-Forschung wurde der Qualitätsperspektive bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Der vorliegende Sammelband untersucht Qualitäten der Werbung und der Werbeforschung. Das Buch versammelt neben Beiträgen zu methodischen...