Revolutionsfotografie zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration

Vortrag von Dr. Nicole Wiedenmann am 14. März 2019 um 19 Uhr

Revolutionsfotografie zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration

Revolutionsführer in Rednerpose, die Masse der begeisterten Zuhörer, das Leid der unterdrückten Revolutionäre und der Märtyrertod der ‚Unbesiegten‘ – Revolutionen sind eine wirkmächtige Form politischen Handelns im öffentlichen Raum. Sie sind stets von starker  Kommunikation und vom Einsatz kollektiv wirkender Bilder und Symbole begleitet.

Nicole Wiedenmann untersucht Fotografien, Plakate und Gemälde, die im Kontext von Revolutionen entstanden sind. Bildartefakte von Revolutionen sind nach ihrer Einschätzung stets mehr als eine reine Repräsentation des Ereignisses selbst – vielmehr sind sie an dem Geschehen aktiv beteiligt. Sie beeinflussen das Handeln der Akteure, das Reden über die Revolution sowie die kollektiven und mythischen Imaginationen von Revolution, die sich immer wieder wechselseitig vorantreiben, durchdringen und überlagern.

Diese Interdependenzen und Verflechtungen zwischen dem Gesagten, dem Gezeigten und dem Getanen hat Nicole Wiedenmann herausgearbeitet, um über die einzelne Revolution hinausgehende Einsichten in die allgemeine Sinn- und Symbolproduktion von und in Revolutionen zu gewinnen. Für ihre Arbeit
 Revolutionsfotografie im 20. Jahrhundert. Zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration erhielt sie 2017 den Staedtler-Preis für die beste Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre Ergebnisse wird sie bei den Kölner Mediengesprächen vorstellen.

Nicole Wiedenmann
Revolutionsfotografie zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration
am 14. März 2019 um 19 Uhr
im Herbert von Halem Verlag, Schanzenstr. 22, 51063 Köln

Einlass ab 18:30 Uhr. Da die Zahl der Sitzplätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per E-Mail an karina.selin@halem-verlag.de oder unter der Nummer +49 221 92 58 29 0. Der Eintritt ist frei.

VORTRAGENDE / DISKUTANTEN

Nicole Wiedenmann

Nicole Wiedenmann, Dr. phil., ist Akademische Rätin auf Zeit am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Studium der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft, Kunst- und Medienwissenschaft sowie der Politikwissenschaft an der Universität Konstanz; Lehre an den Universitäten Konstanz und Erlangen. Seit 2009 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo sie 2016 promoviert wurde. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Fototheorie, -geschichte und -analyse, Medien und Kulturelles Gedächtnis, Politische Ikonographie und Visual History. ...