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Adornos Erben in der Kommunikationswissenschaft. Eine Verdrängungsgeschichte?

32,00 

Zusätzliche Informationen

Größe 14,2 × 21,3 cm
Veröffentlicht

Mai 2012

Verlag

Herbert von Halem Verlag

Seiten

368

Reihe

Theorie und Geschichte der Kommunikationwissenschaft (TX629)

Artikelnummer

9783869620541

Fachgeschichte ist als historische Abfolge anerkannterTheorien erzählbar – warum werden aberbestimmte Theorien integriert und andere abgelehnt?Vor dem Hintergrund dieser Frage beschäftigtsich Andreas Scheu mit einer Perspektive, dieheute zu den theoriegeschichtlichen ›Verlierern‹in der deutschen Kommunikationswissenschaftgezählt werden muss: ›Kritische‹ Perspektiven inder Tradition Adornos scheinen in der heutigenKommunikationswissenschaft kaum mehr präsentzu sein und finden, mit wenigen Ausnahmen,auch in Lehrbüchern und fachgeschichtlichenArbeiten keinen Platz. Liegt das an der Qualitätder Ansätze? An Versäumnissen aufseiten derAkteure? Oder sind die ›Erben Adornos‹ aus demFeld der deutschen Kommunikationswissenschaftverdrängt worden? Kann diese Entwicklung – wieeinige Fachvertreter meinen – darüber hinausvielleicht sogar als Indiz für einen Mangel anPluralismus innerhalb der deutschen Kommunikationswissenschaftgelten? Antworten aufdiese Fragen entwickelt Andreas Scheu über einetheoriegeleitete historische Analyse der Akteureund Arbeiten ›Kritischer Kommunikationsforschung‹in Bezug zu den Strukturen des Faches.Aus dieser Perspektive zeigt sich die Entwicklungder ›Kritischen Kommunikationsforschung‹ inden 1970er- und 1980er-Jahren einerseits geprägtdurch Abgrenzungsstrategien gegenüber demaufkommenden sozialwissenschaftlichen Paradigma;andererseits erklärt sie sich über Verdrängungsmechanismen,welche vor allem auf externeEinflüsse auf die Regeln des Feldes der deutschenKommunikationswissenschaft zurückzuführensind.