Politischer Journalismus: Das Handbuch

Pressemitteilung vom 22. September 2021

Politischer Journalismus: Das Handbuch

Es ist DAS Handbuch über den politischen Journalismus. Auf über 900 Seiten und mit Beiträgen von 125 Expertinnen und Experten des Feldes wird die ›Mutter aller Journalismen‹ ergründet.

Politischer Journalismus ist überall und doch weiß man wenig über ihn. Das Handbuch Politischer Journalismus will diese Lücke füllen, indem es die Geschichte, die Funktionen, die Felder, die Akteure, die Agenda, die Merkmale, die Beziehungsnetze, die Konzepte, die Quellen, die Methoden und die Ethik des politischen Journalismus beschreibt.

Deutlich gemacht werden im Handbuch auch die Herausforderungen, denen er sich zu stellen hat. Der breit aufgestellte politische Journalismus – vom Lokaljournalismus über die Regierungs- und Parlamentsberichterstattung bis zur internationalen Diplomatie-, Konflikt- und Kriegsberichterstattung – muss sich auf die Veränderungen der digitalen Gesellschaft einstellen und er steht zudem unter Druck: zum Beispiel durch die Kommerzialisierung der Medien, mit der auch eine Neigung zur Dramatisierung einhergeht; über das Netz melden sich neue ›journalistische‹ Akteure und mitdiskutierendes Publikum; teilweise entstehen dort konkurrierende Öffentlichkeiten. Politische Journalistinnen und Journalisten werden individuell und auch im Vergleich zu für andere Ressorts tätige Kolleginnen und Kollegen sehr hoch angesehen, aber als Gruppe in besonderem Maße angefeindet: der Vorwurf der ›Lügenpresse‹ richtet sich vor allem gegen den politischen Journalismus.

Das Handbuch Politischer Journalismus will das Wissen über den politischen Journalismus erweitern und ihn erläutern. Dazu werden auch internationale Vergleiche gezogen. Neben den deutschsprachigen Ländern stehen die europäischen Nachbarn, Großbritannien, die USA, Russland sowie wichtige Länder der übrigen Kontinente im Fokus. Das Augenmerk fällt stellvertretend auch auf städtische oder institutionelle Schmelztiegel für politischen Journalismus wie z.B. auf Brüssel als eine Metropole europäischer Politik oder auf die Vereinten Nationen in New York.

Das Handbuch richtet sich ebenso an Journalistinnen und Journalisten wie an die Kommunikations- und Medienwissenschaft – aus den Reihen dieser Professionen stammen auch die Autorinnen und Autoren des Handbuchs und dessen Herausgeberschaft. Lesenswert ist das Buch außerdem für Politikerinnen und Politiker sowie für Verantwortliche in Medienunternehmen und für am Gemeinwohl interessierte Bürgerinnen und Bürger.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Marlis Prinzing

Marlis Prinzing, Dr., ist seit 2009 Professorin für Journalistik an der Hochschule Macromedia und Studiendekanin am Campus Köln sowie Head einer der lokalen Fakultäten; bundesweit leitet sie hochschulintern das Study Program Journalism. Sie hat Lehraufträge für Medienethik an den Universitäten Fribourg und Zürich, ist Hauptinitiantin der Charta Öffentliche Kommunikationswissenschaft https://oeffentliche-kowi.org/. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind: Medien- und Digitalethik, digitale Gesellschaft, Medieninnovation, Journalistik, Wissenschaftskommunikation und Wissenstransfer. Sie studierte Politologie, Geschichte und Mathematik an den Universitäten Regensburg und Tübingen und promovierte an ...


Roger Blum

Roger Blum ist emeritierter Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern. Er studierte Geschichte und Staatsrecht, war Abgeordneter im Parlament des Schweizer Kantons Baselland und arbeitete danach als Journalist bei Schweizer Tageszeitungen, unter anderem auch als Mitglied der Chefredaktion des Tages-Anzeigers in Zürich. Als Forscher unternahm er Recherchereisen in die USA, nach Großbritannien, Frankreich und Russland sowie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Interessensgebiete sind Mediensysteme, Medienpolitik, politische Kommunikation, Journalistik, Medienethik und Mediengeschichte. Zehn Jahre lang war er ...