Peter Vorderer

Prof. Dr.

Vita

Peter Vorderer ist seit Februar 2010 Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Mannheim. Er studierte von 1980 – 1987 Psychologie an der Universität Heidelberg sowie von 1982 – 1989 Soziologie an den Universitäten Heidelberg und Mannheim. Zwischen 1983 und 1984 studierte er außerdem Sozialpsychologie an der New York University und an der University of Michigan in Ann Arbor. Peter Vorderer promovierte 1992 an der TU Berlin und war von 1993 bis 1994 Vertretungsprofessor für das Fach Psychologie an der University of Toronto. Nach einer Professur für Medienwissenschaft am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik und Theater Hannover (1994 – 2002) folgten Professuren für Kommunikationswissenschaft an der Annenberg School for Communication der University of Southern California in Los Angeles (2002 – 2007) und für Psychologie (“joint appointment”) am College of Letters, Arts and Sciences der University of Southern California (2004 – 2007). Vor seinem Wechsel nach Mannheim war er zwischen 2007 und 2010 Professor und Chair des Department of Communication Science der Freien Universität Amsterdam sowie Wissenschaftlicher Direktor des Centers for Advanced Media Research Amsterdam (CAMeRA). Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Medienpsychologie, der Unterhaltungsforschung sowie der Neuen Medien.

HERAUSGEBERSCHAFTEN IM HERBERT VON HALEM VERLAG

Unterhaltungsforschung

Spätestens seit Einführung des Privatrundfunks in den 1980er-Jahren dominieren die Unterhaltungsangebote unsere Medienlandschaft. Selbst bei den öffentlichen-rechtlichen Sendern machen sie mittlerweile mehr als 50 Prozent des Gesamtprogramms aus. Der Stellenwert der Unterhaltung beim Medienpublikum ist sogar noch eindeutiger: Ca. 70 Prozent der Zeit, die mit Medien verbracht wird, entfällt auf die Nutzung von Unterhaltungsangeboten. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Aufmerksamkeit auch verstärkt auf Kombinationen von Unterhaltung mit anderen Kommunikationszielen wie Information, Erziehung oder Bildung gerichtet (Infotainment, Edutainment etc.). Galt im europäischen Verständnis des Bildungsbürgertums Unterhaltung lange Zeit als etwas Nutzloses oder gar Schädliches, so wird ihr heute oft ...