Neues Handbuch erklärt Verfahren zur Erforschung visueller Kommunikation

Pressemitteilung vom 26. Oktober 2011

Im gerade erschienenen Handbuch Die Entschlüsselung der Bilder tragen die Herausgeber Dr. Thomas Petersen und Prof. Dr. Clemens Schwender die wichtigsten Verfahren zur Erforschung visueller Kommunikation zusammen. Die jeweiligen Fachleute auf ihrem Gebiet erläutern die zentralen Methoden mit ihren Konzepten, Anwendungen und Begriffen von A wie Akquieszenz bis Z wie Zeitraffertest.

Bilder sind seit jeher ein wesentlicher Bestandteil der Massenkommunikation. Traditionell wird ihnen eine starke Wirkung auf die Meinungsbildung zugeschrieben. Das klassische Instrumentarium der Kommunikationswissenschaft ist aber nach wie vor überwiegend am geschriebenen, allenfalls noch am gesprochenen Wort orientiert. Das gilt vor allem für die empirischen Methoden. Dabei ist in den letzten Jahren eine Vielzahl von spezifischen Methoden zur Analyse der Inhalte, der Rezeption und der Wirkung visueller Kommunikation entwickelt worden.

„Im Vergleich zur Forschungstradition im Bereich der Texte steckt die Analyse der Bilder in der Kommunikationswissenschaft noch immer in den Kinderschuhen, auch, weil dieser Gegenstand methodisch anspruchsvoller zu bewältigen ist“, so die Herausgeber. Nachdem das Forschungsgebiet der visuellen Kommunikation jahrzehntelang eher am Rande der empirischen Kommunikationsforschung behandelt worden war, ist es mittlerweile regelrecht in Mode gekommen. Dieser Umstand hat allerdings auch problematische Aspekte. Angesichts der neuen technischen Möglichkeiten der Bildproduktion und -bearbeitung wird gelegentlich eine Kulturrevolution ausgerufen, die die Ablösung des Buchdruck-Zeitalters durch das des Bildes heraufbeschwört. Hier raten die Herausgeber zur Gelassenheit und betrachten nüchtern die Chancen aber auch die Grenzen der Methoden.

Im nun im Herbert von Halem Verlag erschienenen Handbuch Die Entschlüsselung der Bilder werden alle wichtigen Gesichtspunkte und Verfahren zur Erforschung visueller Kommunikation zusammengetragen und in einer verständlichen Sprache Studenten und solchen Forschern zugänglich gemacht, die keine Experten des jeweiligen Spezialgebietes sind.

In diesem Band kommen die folgenden Fachleute zu Wort: Ilona Ammann, Flavia Bleuel, Annekatrin Bock, Astrid Carolus, Gerald Cupchik, Stephanie Geise, Elke Grittmann, Andrea Gschwendtner, Peter Hautz, Martin R. Herbers, Michelle Hilscher, Dagmar Hoffmann, Holger Isermann, Arvid Kappas, Thomas Knieper, Ansgar Koch, Dennis Küster, Katharina Lobinger, Marcus Maurer, Jan Müller, Marion G. Müller, Thomas Petersen, Karl Nikolaus Renner, Peter Schumacher, Frank Schwab, Clemens Schwender, Martin Stommel und Dagmar Unz.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Thomas Petersen

Thomas Petersen, geboren 1968 in Hamburg. Studierte 1987 bis 1992 an der Universität Mainz Publizistik, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte. 1993 Magister. 2001 Promotion. 2010 Habilitation. 1990 bis 1992 Journalist beim Südwestfunk in Mainz. Seit 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demoskopie Allensbach, seit 1999 Projektleiter. Seit 1995/1996 Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen, darunter Universität Mainz, TU Dresden, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. 2007/2008 Vertretung der Professur für methodische und historische Grundlagen der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg. Past ...


Clemens Schwender

Clemens Schwender, Jg. 1956, Prof. Dr. phil. habil., studierte Germanistik, Philosophie, Psychologie und Medienwissenschaft. Er promovierte 1996 an der TU Berlin über die Geschichte der Technischen Dokumentation und habilitierte 2001 über Medien und Emotionen; von 2004 bis 2008 hatte er eine Professur für Kommunikationswissenschaft am Jacobs Center on Lifelong Learning an der Jacobs University Bremen. Dort arbeitete er an der Darstellung von Alter in den Medien und über die Nutzung von Medien durch ältere Erwachsene. Von 2011 bis 2018 war ...