Neue Forschung über Fernsehserien

Pressemitteilung vom 28. Juli 2022

Neue Forschung über Fernsehserien

In der Neuerscheinung Fernsehserien im medienkulturellen Wandel wird der umfassende Transformationsprozess des Fernsehens in der digitalen Medienkultur mittels des Formats Fernsehserie aufgezeigt und analysiert.

Sind Serien, die heute als ‚neues‘ Fernsehen auf Streaming-Plattformen wie Netflix, Prime Video oder Disney+ gefeiert werden, überhaupt noch Fernsehen? Die Medienwissenschaftlerin Jana Zündel untersucht an seriellen Formaten als zentralem Element von Fernsehen, wie dieses im Zuge der Digitalisierung und der geänderten Nutzungsformen einen grundsätzlichen Wandel durchläuft, an dessen Ende ein Hybridmedium steht, für das wir ein neues theoretisches Konzept brauchen.

Anhand der ‚Paratexte‘ Episodenrückblick (Recap), Serienvorspann (Intro) und Episodenabspann (Outro) analysiert Zündel die textuelle und dispositive Ausdifferenzierung von audiovisuellen fiktionalen Serien im Zeitalter von Pay-TV, DVD-Boxen, Video-on-Demand, Mediatheken und Streaming-Diensten, die im Rahmen der ökonomischen und institutionellen Diversifikation des Mediums Fernsehen insgesamt beschrieben werden.

Dieser Ansatz geht weit über die gängige Fernsehserienforschung rund um ‚Quality TV‘ oder ‚Cinematic TV‘ hinaus und die Studie bereichert in ihrer theoretischen und historischen Perspektivierung wie in ihrer methodischen Vorgehensweise den gegenwärtigen Stand der Forschung zu Fernsehen, Serien und Streaming. Fernsehserien im medienkulturellen Wandel erscheint im Herbert von Halem Verlag.