Neue Bücher zum Thema “Sportkommunikation”

Pressemitteilung vom 28. November 2011

Zwei neue Bände der Reihe Sportkommunikation beschäftigen sich mit dem weiten Feld der medialen Nutzung von Sport. Frisch erschienen sind nun Sport und Werbung und Die Sexualisierung des Sports in den Medien.

Die Darstellung von Sport in den Medien, die Vermarktung von Profi-SportlerInnen und deren einnahmewirksamer Einsatz in der Werbelandschaft sind die Themen von zwei neu herausgegebenen Bände der Schriftenreihe Sportkommunikation.

Sport und Werbung, herausgegeben von Prof. Dr. Thomas Schierl und Dr. Daniela Schaaf vom Institut für Kommunikations- und Medienforschung der Deutschen Sporthochschule Köln, erforscht Werbung im Kontext der Sportberichterstattung. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem Sponsoring als bekanntestes Kommunikationsinstrument, vielmehr wird ein wissenschaftlicher Überblick über die verschiedenen etablierten wie auch innovativen Arten der Sportwerbung geboten. Theoretische und empirische Beiträge sowie praxisrelevante Fallstudien unterschiedlicher Disziplinen (Kommunikations- und Medienwissenschaft, Soziologie, Sportwissenschaft, Marketingwissenschaft) behandeln relevante Themen wie Sporttestimonials, Ingame-Advertising, Bewegtbilder in Fußballarenen, Neuromarketing und Non-Profit-Organisationen im Sport.

Der Band Die Sexualisierung des Sports in den Medien, herausgegeben von Dr. Schaaf und Dr. Jörg-Uwe Nieland (Institut für Kommunikations- und Medienforschung der DSHS Köln) greift die primär visuelle Repräsentationsstrategie von Sportlern und noch häufiger Sportlerinnen wissenschaftlich auf, die sich in den vergangenen Jahren in den Medien beobachten lässt: David Beckham modelt für Armani-Unterwäsche, Fußballerinnen ziehen sich zur WM für den Playboy aus und im Beachvolleyball schreibt der Weltverband vor, wie knapp die Kleidung sein muss. Der interdisziplinär konzipierte Sammelband enthält Beiträge aus der Perspektive der Kommunikations-, Medien- und Marketingwissenschaft, der Geschlechterforschung, der Sportwissenschaft, der Körpersoziologie und den Cultural Studies. Behandelt werden Themen wie Homo- und Transsexualität im Sport, die Selbstdarstellung von Sportlern im Social Web, die Darstellung von Frauen im Sport im Wandel der Zeit oder die Reaktion von Jugendlichen auf die Sexy Sport Clips im nächtlichen Spartenprogramm.

Die Kommunikation über und mit Sport findet in (post)modernen Konsumkulturen nicht mehr nur im direkten Umfeld von Sportereignissen statt, sondern reicht dank der Massenmedien in nahezu alle Bereiche des alltäglichen Lebens hinein. Die Schriftenreihe Sportkommunikation aus dem Herbert von Halem Verlag möchte die wissenschaftliche Diskussion um den spannenden Forschungsbereich um Sport als interkulturelles Transportmittel von Botschaften anregen und helfen, das breite Feld des Mediensports begreifbarer zu machen.