Jean Clam

Kontingenz, Paradox, Nur-Vollzug

Grundprobleme einer Theorie der Gesellschaft

Wissen und Studium, Band 18

Jean Clam rekonstruiert Luhmannsche Grundgedanken aus philosophischer Perspektive. Mit und gegen Luhmann interpretiert der Autor in den hier versammelten Aufsätzen zentrale Begriffe einer Theorie der Gesellschaft neu. Damit erschließt er die Systemtheorie für eine philosophische und wissenschaftstheoretische Aneignung.

Ein wichtiges Element dieser Neuinterpretation ist der Kontingenz-Begriff, der eine Schlüsselrolle in Luhmanns Theoriegebäude einnimmt, ohne selbst, so Clam, theoretisch ausgearbeitet zu sein. Der Paradox-Begriff verlangt ebenfalls nach einer Klärung, die an ihm die verschiedenen Implikationsfiguren und Perplexitätsformen unterscheidet. Der Operationsbegriff wird hier seinem kybernetischen Kontext sinnvollerweise entfremdet und als Nur-Vollzug präzisiert. Damit wird ein klärender Anschluss an einen lang andauernden Versuch der Philosophie, reine Akte zu denken, hergestellt. Diese Begriffsarbeit berührt den theoretischen Kern der Systemtheorie. Sie eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten ihrer Anwendung und Interpretation, sondern bereitet auch eine neue Auffassung von Theorie überhaupt vor.

Kontingenz, Paradox, Nur-Vollzug
  • 2004
  • 334 S., dt.
  • flexibler Einband, 210 x 130 mm
  • ISBN 978-3-7445-1729-4

  • 19,90 EUR
  • lieferbar

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