Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft

Pressemitteilung vom 2. April 2012

Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft

Methodenkombinationen stehen auf der Liste der Qualitätsempfehlungen für die empirische Sozialforschung ganz oben, sind methodologisch aber kaum reflektiert und werden in der Praxis auch nicht alltäglich angewendet. Hier setzt das neu im Herbert von Halem Verlag erschienene Buch Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft. Methodologische Herausforderungen und empirische Praxis an.

Der Band versammelt 34 ausgewählte Kommunikationswissenschaftler und Kommunikationswissenschaftlerinnen, die in zwanzig Beiträgen Studien vorstellen, in denen zwei oder mehr Methoden miteinander kombiniert werden. Diese Auswahl erfolgte durch eine Sichtung der beiden wichtigsten deutschsprachigen Fachzeitschriften der Kommunikationswissenschaft. Die Autoren und Autorinnen erörtern und diskutieren in erster Linie die methodische Konzeption sowie deren praktische Umsetzung und reflektieren sie theoretisch-methodologisch. Zusätzlich werden Art und Zweck der Kombination reflektiert: Sollen sich die Methoden ergänzen, gegenseitig validieren? Ist ihr Einsatz simultan oder aufeinander aufbauend? Kompensieren sich die Nachteile einzelner Methoden durch den Einsatz weiterer Methoden, oder entstehen aus der Kombination auch Folgeprobleme? Deutlich wird dabei die Vielfalt und Originalität der methodischen Untersuchungsanlagen, der Vorgehensweisen und Anwendungen auf ganz verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen. Es finden sich zahlreiche Anregungen für weitere Forschungsvorhaben, aber auch die Fallstricke, die mit dem Einsatz ambitionierter Methodenkombinationen verbunden sind.

Das Buch richtet sich an alle empirisch arbeitenden Kommunikations- und Medienwissenschaftler. Es kann in fortgeschrittenen Methodenkursen eingesetzt werden, ist aber nicht im engeren Sinn als Lehrbuch konzipiert.

Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft erscheint in der Schriftenreihe Methoden und Forschungslogik der Kommunikationswissenschaft, herausgegeben von Prof. Dr. Werner Wirth.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Wiebke Loosen

Wiebke Loosen, PD Dr., studierte Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster. Dort war sie auch als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistentin tätig, bevor sie im Jahr 2000 an die Universität Hamburg wechselte. 2006/2007 vertrat sie eine Professur für Kommunikationswissenschaft mit den Schwerpunkten Online-Kommunikation und Kommunikatorforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2010 habilitierte sie sich mit dem Thema Transformationen des Journalismus und der Journalismusforschung am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Seit 1. April 2010 ist Wiebke Loosen als Wissenschaftliche Referentin am Hans-Bredow-Institut tätig. Die ...


Armin Scholl

Armin Scholl, geb. 1962, Prof. Dr., Akademischer Oberrat am Institut für Kommunikations-wissenschaft der Universität Münster. Forschungs- und Arbeitsgebiete: Theorien und Methoden der Kommunikationswissenschaft, Journalismusforschung, Gegenöffentlichkeit/alternative Medien, Ökologie und Medien ...