Jennifer Schatz: Erste Schritte im Internet

Rezensiert von Hans Toman

Erste Schritte im InternetDie Publikation gliedert sich übersichtlich und ist sehr durchdacht. Jennifer Schatz führt auf Grundlage der Darstellung einer gesellschaftlich-orientierten Problematik sowie einer konkreten schul-orientierten Fragestellung (vgl. 11) in die Thematik ein und nennt ergänzend methodische Aspekte der Arbeit. Zum Verständnis und als Grundlage des Buches grenzt die Autorin zu Beginn sachlich richtig und im Detail die Termini ‘Medien‘, ‘Medienkompetenz‘ und ‘Medienbildung‘ voneinander ab. Sie fokussiert hierbei die Relevanz von Medien im Alltag von Grundschulkindern als Problemaufriss und stellt die mediale Lebenswelt dieser Kinder vor. Hierbei thematisiert sie folgerichtig das Internet als den prägenden Bestandteil der heutigen Medienwelt (vgl. 21). Aussagen und die Umsetzung innerhalb der Schule ergänzen die bisherigen Erläuterungen. Als Beispiele thematisiert sie sachbezogene Beispiele aus Baden-Württemberg. Mit Hilfe von konkreten Fragen leitet die Autorin von einem Kapitel zum anderen verständlich über. Auf diese Weise erläutert Schatz auch die kognitiven und technischen Voraussetzungen für die Durchführung Ihrer Analyse (vgl. 31).

Der zweite Teil der Arbeit (vgl. 35ff.) beinhaltet die Analyse. Konzeption, Planung, Methode, Operationalisierung, Durchführung und Auswertung des gesamten Projektes lassen sich im Detail sehr gut nachvollziehen. Als Erhebungsmethode dient ein Analysebogen, der die vier vorgestellten Materialien nach vorher, von der Autorin definierten und operationalisierten Kriterien untersucht. Der Erwerb und die Erweiterung der Internetkompetenz stehen dabei im Zentrum der Analyse. Die Autorin stellt die Ergebnisse sachlich richtig, detailliert und verständlich strukturiert auf der Basis der Auswertung der Analysebögen dar. Leider fehlt am Ende eine zusammenfassende und vergleichende Übersichtstabelle, die dem ergänzenden Verständnis und einer Erhöhung der nachhaltigen Aussagekraft der Analyse dienen könnte. Die Autorin verzichtet generell auf visuelle Elemente.

Jennifer Schatz befasst sich sehr detailliert mit dieser realitätsnahen und unterrichtsrelevanten Thematik. Es gelingt ihr, die komplexe Themenstellung zu strukturieren und diese in einem logisch verständlichen Ablauf darzustellen. Sie ist in der Lage, die Problematik weitsichtig und kritisch aufgrund der theoretischen Fundierung zu analysieren. Die Originalität des Textes und die Vollständigkeit der Recherche sowie die Klarheit der Fragestellung bilden die Grundlage für den Bezug zwischen Theorie und der benutzen Methode innerhalb der Praxis. Ihre Erkenntnisse stützt sie auf die Auswertung ihres Projektes. Hierbei zeigt sich auch die schriftlich formulierten Klarheit und Prägnanz in der Darstellung des gesamten Projektes. In ihrem ausführlichen Gesamtfazit und Ausblick erläutert die Autorin nachvollziehbar ihre Fragestellung und stellt diese  in Relation zu ihrer praktischen Untersuchung. Die eigene kritische Reflexion unterstreicht den positiven Charakter der gesamten Publikation. Die Arbeit lässt insgesamt auf einen nicht unerheblichen organisatorischen Aufwand schließen, den die Autorin mit Bravour meistert.

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Die Form und der Ausdruck entsprechen der wissenschaftlichen Vorgehensweise. Die breit gefächerte Publikation zeigt einen logisch strukturierten Aufbau, eine detaillierte Darstellung des Sachverhaltes und die kritische Auseinandersetzung mit der Thematik. Die äußerst gelungene und im Detail sehr korrekte inhaltliche Aufarbeitung der Thematik sowie der sachliche Gehalt rechtfertigen diese positive Rezension. Der vorliegende Band lässt sich daher problemlos in den nationalen Publikationskontext einordnen. Der praktische Nutzwert zeigt sich dadurch, dass sich diese sehr empfehlenswerte Publikation, trotz fehlender Visualisierung, exzellent als Orientierungshilfe für Lehrpersonen der Grundschule eignet.

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