Steffani Engler

»In Einsamkeit und Freiheit«?

Zur Konstruktion der wissenschaftlichen Persönlichkeit auf dem Weg zur Professur

Analyse und Forschung, Band 26

Wie funktioniert die Welt der Wissenschaft? Steffani Engler rückt die Produzenten von Wissenschaft, die wissenschaftlichen Persönlichkeiten ins Blickfeld, um durch sie zu erfahren, was in dieser Welt wirklich wichtig ist.

Im Zentrum der Analyse steht der von Professorinnen und Professoren selbst geschilderte Weg zur Professur. Dabei wird deutlich, dass die wissenschaftliche Persönlichkeit nicht »in Einsamkeit und Freiheit« entsteht, indem sie neue wissenschaftliche Entdeckungen macht und geniale Leistungen erbringt. Es sind vielmehr Prozesse der Anerkennung, der Zuschreibungen, die zum wissenschaftlichen Erfolg führen. Die von den Professorinnen und Professoren geleistete Konstruktionsarbeit selbst offenbart, wie wissenschaftliche Persönlichkeiten zu Stande kommen, woran die Akteurinnen und Akteure in der Welt der Wissenschaft glauben – und auch, warum es sich bei wissenschaftlichen Persönlichkeiten doch in ihrer überwiegenden Zahl um Männer handelt!

Steffani Englers Analyse bezieht sich, um der biographischen Illusion des wissenschaftlichen Beobachters zu entgehen, auf einem Konzept des Verstehens, das in Anlehnung an das soziologische Denken Bourdieus entwickelt wurde. So zeigt sie auf, was in der Welt der Wissenschaft scheinbar so selbstverständlich geschieht: Wissenschaftliche Persönlichkeiten werden durch Zuschreibung von Anerkennung in sozialen Prozessen konstruiert.

»In Einsamkeit und Freiheit«?
  • 2001
  • 488 S., 0 Abb., dt.
  • flexibler Einband, 22,7 x 145 mm
  • ISBN 978-3-7445-1806-2

  • 39,00 EUR
  • Titel vergriffen

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