Herausfordernde Bilder. Visuelle Kommunikation im Spannungsfeld zwischen Ethik und Provokation

Pressemitteilung vom 2. April 2019

Herausfordernde Bilder. Visuelle Kommunikation im Spannungsfeld zwischen Ethik und Provokation

Fotos in Social Media, in Zeitungsartikeln und in der Werbung, Darstellungen von Gewalt und Pornografie – die Bedeutung von Bildern für die individuelle und die gesellschaftliche Kommunikation hat sich im digitalen Zeitalter vervielfacht. Der Sammelband zeigen I andeuten I verstecken. Bilder zwischen Verantwortung und Provokation hinterfragt den Umgang der Gesellschaft, der Medien und jedes Einzelnen mit visuellen Darstellungen aus ethischer, moralischer und normativer Perspektive.

Das Bedürfnis, sich selbst, ihre Umwelt und ihre Handlungen visuell festzuhalten, haben Menschen schon seit Urzeiten. Was mit der Höhlenmalerei begann, zeigt sich heute ebenso in den Medien der Moderne, in denen beispielsweise Gewalt, Kriege oder Sexualität dargestellt werden. Dabei entstehen vielfältige Fragen: Darf man den Gegenstand so darstellen? Darf man ihn überhaupt darstellen? Gehen von der Darstellung negative Effekte aus? Werden eventuell rechtliche Grenzen überschritten? Welche Art der Herstellung und der Veröffentlichung von Bildern kann mit welchen Darstellungen als sozialverträglich und damit als ethisch akzeptabel angesehen werden?

Im Sammelband zeigen I andeuten I verstecken. Bilder zwischen Verantwortung und Provokation widmen sich die AutorInnen diesen Fragen, stellen die unterschiedlichen Aspekte der Bildethik dar und zeigen die Diskurse auf, die aus rechtlicher, moralischer und ethischer Perspektive geführt werden. Gleichzeitig ermöglichen sie Einblicke, die die Kompetenz des Interpretierens und Verstehens von Bildern bei der Produktion und der Rezeption verbessern. Dabei wird auf einen weiten Bildbegriff Bezug genommen, da Bilder nicht erst in materieller Form relevant werden. Sie beginnen vielmehr in den Köpfen der ProduzentInnen und enden in den Vorstellungen der RezipientInnen.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Clemens Schwender

Clemens Schwender, Jg. 1956, Prof. Dr. phil. habil., studierte Germanistik, Philosophie, Psychologie und Medienwissenschaft. Er promovierte 1996 an der TU Berlin über die Geschichte der Technischen Dokumentation und habilitierte 2001 über Medien und Emotionen; von 2004 bis 2008 hatte er eine Professur für Kommunikationswissenschaft am Jacobs Center on Lifelong Learning an der Jacobs University Bremen. Dort arbeitete er an der Darstellung von Alter in den Medien und über die Nutzung von Medien durch ältere Erwachsene. Von 2011 bis 2018 war ...


Cornelia Brantner

Cornelia Brantner, Dr. phil., studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Kombination mit Politikwissenschaft und Psychologie an der Universität Wien. Promotion mit einer Arbeit über Europäisierung der österreichischen Öffentlichkeit. 2009-2015 Assistentin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Sommersemester 2017 Vertretungsprofessorin am Institut für historische Publizistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft (IPKM) und am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen, davor drei Semester Vertretungsprofessorin am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden. Projektleiterin am Institut für Wissenskommunikation und angewandte ...


Camilla Graubner

Camilla Graubner, Dipl.Soz., studierte Soziologie mit den Schwerpunkten Sozialpsychologie und Kommunikationswissenschaften an der TU Dresden. Sie war 2000-2004 Projektleiterin bei der Jugendzeitschrift Spiesser und arbeitete in verschiedenen Veranstaltungsagenturen, bevor sie 2004 an einer Privatschule in Costa Rica unterrichtete. Seit Mai 2005 ist Graubner bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und verantwortet dort den Bereich Veranstaltungen mit den Tagungsreihen medien impuls und Sommerforum Medienkompetenz. Außerdem ist sie Redakteurin der FSF-Zeitschrift  – Verantwortung in audiovisuellen Medien. ...


Joachim von Gottberg

Joachim von Gottberg ist seit 1994 Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und Chefredakteur der von der FSF herausgegebenen Fachzeitschrift . Er studierte Germanistik und Theologie und arbeitete bereits während des Studiums als freier Journalist beim Bonner Generalanzeiger und später beim Deutschen Auslandsdienst für Rundfunk und Fernsehen. Ab 1978 führte ihn sein Berufsweg zu Tätigkeiten im Bereich Jugendschutz. So war er Leiter der Niedersächsischen Landesstelle für Jugendschutz sowie Ländervertreter bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). Von 1999 bis 2014 ...