Diskussionsrunde „Die Sexualisierung des Sports in den Medien“ auf der Frankfurter Buchmesse 2011

Pressemitteilung vom 7. Oktober 2011

Sex sells, auch und vor allem im Sport: David Beckham modelt für Armani-Unterwäsche, Fußballerinnen ziehen sich zur WM für den Playboy aus und im Beachvolleyball schreibt der Weltverband vor, wie knapp die Kleidung sein muss. Athletinnen, die zuvor in einschlägigen Magazinen, Sport-Illustrierten und Kalendern eine erotische Präsenz gezeigt haben, lassen sich besonders gut als Werbe-Testimonials vermarkten.

Über die primär visuelle Repräsentationsstrategie von Sportlern und noch häufiger Sportlerinnen diskutieren am

Donnerstag, 13.10.2011 um 14:45 Uhr
im Forum Bildung (Halle 4.2) der Frankfurter Buchmesse

Dr. Daniela Schaaf, Sport- und Medienwissenschaftlerin am Institut für Kommunikations- und Medienforschung der Sporthochschule Köln mit den Schwerpunkten Sportkommunikation, -marketing, Celebrity Marketing, Medienökonomie und Geschlechterforschung. Ihr aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Einzelsportler-Vermarktung im Profifußball der Frauen und analysiert die Selektionskriterien von Massenmedien und Sponsoren im Hinblick auf die FIFA-WM 2011 (gefördert durch das Joao-Havelange-Forschungsstipendium der FIFA). Sie ist Autorin und Mitherausgeberin diverser wissenschaftlicher Publikationen.

Daniel Meuren, Online-Sportredakteur und Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zuvor Filmemacher, Mitarbeiter des offiziellen Kulturprogramms zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und freier Fußballjournalist für Tageszeitungen und Magazine wie Welt, Frankfurter Rundschau, Financial Times Deutschland, Tagesspiegel und Elf Freunde. Co-Autor der Bände Fußballweltmeisterschaft 1966 in England und Frauenfußball. Der lange Weg zur Anerkennung. In diesem Monat erscheint sein neues Buch Frauenfußball. Aus dem Abseits an die Spitze im Verlag Die Werkstatt.

Die Expertenrunde wird ergänzt durch einen Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), moderieren wird Verleger Herbert von Halem. Anlass der Diskussion ist das Erscheinen des Sammelbandes von Dr. Daniela Schaaf und Dr. Jörg-Uwe Nieland (DSHS Köln) Die Sexualisierung des Sports in den Medien. Das interdisziplinär konzipierte Buch behandelt Themen wie Homo- und Transsexualität im Sport, die Selbstdarstellung von Sportlern im Social Web, die Darstellung von Sportlerinnen im Wandel der Zeit oder die Reaktion von Jugendlichen auf die Sexy Sport Clips im nächtlichen Spartenprogramm und ist ab sofort im Herbert von Halem Verlag erhältlich.

Am Stand des Verlags in Halle 3.1, B142 interviewt Herbert von Halem täglich Autoren und Herausgeber zu deren Neupublikationen, zuhören erwünscht! Programmauszug: Jan Marc Eumann über die Bedeutung von Nachrichtenagenturen beim Aufbau des Mediensystems im Nachkriegsdeutschland (Do., 13.10. um 17:45 Uhr), Roger Blum über die Typologie von politisch geprägten Mediensystemen (So., 16.10. um 16 Uhr).

Weitere Informationen zu den Büchern, den Veranstaltungen und den Diskutanten erhalten Sie bei Karina Selin, Tel.: 0221/925829-15, karina.selin@halem-verlag.de