Die Renaissance der Religionen

Pressemitteilung vom 8. Januar 2019

Die Renaissance der Religionen

Tanja Maier analysiert erstmals die Sichtbarkeit von christlichen Religionen in deutschsprachigen Zeitschriften von 1949 bis heute. Sie zeigt anhand zahlreicher Beispiele aus Bunte, Stern und Spiegel, wie in visuellen Medien christliche Bildmotive sowohl soziokulturell als auch im historischen Verlauf tradiert und transformiert werden.

Das Thema der „neuen Sichtbarkeit“ der Religion ist momentan allgegenwärtig. Bereits in den 1980er-Jahren wurde eine angebliche weltweite Renaissance der Religionen beobachtet – doch es fehlt in der Medienforschung an Belegen für diese These, insbesondere in Bezug auf visuelle Medien.

In Die (un-)sichtbare Religion. Wandel des christlichen Bilderrepertoires in der visuellen Kultur integriert die Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin Tanja Maier sowohl kommunikations- und sozialwissenschaftliche Theorien und Methoden als auch kultur- und medienwissenschaftliche Ansätze.

Der Wandel des christlichen Bilderrepertoires wird dabei aus zwei Perspektiven untersucht: Die erste Perspektive zeigt, wie Zeitschriften in ihren expliziten Religionsdiskursen christliche Bilder einsetzen, adaptieren und umgestalten. Die zweite Perspektive erforscht, wie dieselben Zeitschriften auch – und gerade – in ihrer nicht-religionsbezogenen Berichterstattung durch solche religiösen Bildmotive geprägt werden. Hierfür wurde ein Bereich ausgewählt, in dem man christliche Bilder auf den ersten Blick nicht vermutet: die Berichterstattung über Wissenschaft und Technik.

Das Buch richtet sich an Studierende und Forschende der Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Visual Culture Studies, Bildwissenschaft und Soziologie sowie BildjournalistInnen und MedienpraktikerInnen.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Tanja Maier

Tanja Maier, Prof. Dr. phil., vertritt derzeit die Professur für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt vergleichende Kulturanalyse an der Universität Bremen. Mit der vorliegenden Arbeit hat sie sich an der Freien Universität Berlin im Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaft habilitiert. Ihre Forschungsinteressen sind der Medienwandel unter den Bedingungen der Digitalisierung und der Globalisierung, Visual Culture Studies, Cultural Media Studies und Gender Media Studies. ...