Die Mediatisierung von Kunst und Ästhetik — Resonanzen auf Hans Ulrich Reck

Pressemitteilung vom 4. Dezember 2018

Die Mediatisierung von Kunst und Ästhetik — Resonanzen auf Hans Ulrich Reck

Für die heutige Kunstproduktion, Kunsttheorie und Ästhetik hat die technische Medienkultur eine zunehmende Bedeutung. Hans Ulrich Reck, seit April 2014 Rektor der Kunsthochschule für Medien Köln, gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Kunsttheoretiker und -historiker im deutschsprachigen Raum, der in Zeiten der steten Mediatisierung das Verhältnis von Kunst- und Medienwissenschaft in seiner Komplexität analysiert und dokumentiert.
Den 65. Geburtstag von Hans Ulrich Reck haben zahlreiche Kollegen und Weggefährten zum Anlass genommen, zu seinen Gedanken und Thesen über Kunst, Ästhetik und Medien Stellung zu nehmen und diese weiterzudenken. Diese Beiträge sind in der soeben im Herbert von Halem Verlag erschienenen und von Stefanie Stallschus und Bernd Ternes herausgegebenen Festschrift Bild, Kunst, Medien versammelt.

Die Vorgabe für die Autoren und Autorinnen war dabei, jeweils ein Zitat aus Recks Werken als Ausgangspunkt ihrer Ausführungen zu verwenden. Hierfür standen ihnen 23 ausgesuchte Textstellen zur Verfügung. So entstanden vielfältige Beiträge von Essays, Abhandlungen und Dialogen bis zu Fotografien, Montagen und Collagen. In ihnen werden beispielsweise Recks Gedanken zur Kunstkritik, zur Improvisation, zum Verhältnis von Technologie und Imagination oder zur Beziehung von Ordnung und Chaos in der Kunst behandelt.

Ebenso vielfältig wie die Arbeitsgebiete Hans Ulrich Recks sind auch die der Beitragenden: Neben Kollegen und Freunden aus Kunst, Musik, Film, Design und Fotografie befassen sich auch langjährige Weggefährten wie Ästhetik-Professor Bazon Brock und Medientheoretiker Siegfried Zielinski mit Recks Schaffen.

Der Band richtet sich an Vertreter aus Kunst- und Medienwissenschaft sowie an Medienschaffende, die sich den Chancen und Möglichkeiten der steigenden Mediatisierung gegenüber öffnen wollen.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Stefanie Stallschus

Stefanie Stallschus, Dr. phil., geboren 1976, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Soziologie in Hamburg und Berlin. 2010 promovierte sie über Experimentalfilme im Kontext der amerikanischen und der europäischen Pop Art. Von 2005 bis 2012 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), seit 2013 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und Medienkunstgeschichte. ...


Bernd Ternes

Bernd Ternes, PD Dr. habil., geboren 1964, studierte Soziologie, Politologie und Psychologie in Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main und Berlin. Er promovierte 1996 bei Prof. Dietmar Kamper (†) und habilitierte 2003 an der FU Berlin. Er ist Dozent für Sozialpädagogik. Seine Schwerpunkte sind Technikanthropologie, Mediensoziologie und Gesellschaftstheorie. ...