Stephan A. Weichert

Die Krise als Medienereignis

Über den 11. September im deutschen Fernsehen

In keiner anderen Krisensituation hat das Fernsehen eine derart exponierte Schlüsselrolle gespielt wie bei den Live-Übertragungen der tragischen Terroranschläge auf New York und Washington. Indem ein solches Krisenereignis vom ersten Moment an öffentlich bewertet und durch mediale Formgebungen „gebändigt“ wird, übernimmt das Fernsehen eine ungeahnte Orientierungsfunktion. Wie aber konstruiert es den Übergang von der Live-Katastrophe zum Medienereignis?

Das Buch wirft einen genaueren, auch für Medienpraktiker interessanten Blick auf das Doppelgesicht des Krisenfernsehens, das einerseits dem offensichtlichen Kalkül einer terroristischen Kommunikationsstrategie folgt, wenn es Attentätern ein mediales Forum bietet und öffentlich Panik verbreitet. Andererseits bietet das Fernsehen Halt und Hilfe, indem es die Zuschauer auf gemeinsame Themen und rituelle Handlungen verpflichtet.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Stephan Weichert

Stephan Weichert ist Medien- und Kommunikationswissenschaftler, Autor, Filmemacher und Social Entrepreneur. Seit 2020 leitet er gemeinsam mit Alexander von Streit und Leif Kramp das VOCER Institut für Digitale Resilienz, einen unabhängigen Think & Do Tank der u.a. Workshops und Akademien für Medienschaffende zur digitalen Transformation anbietet. Aktuell forscht und lehrt er in den Bereichen Digitale Resilienz, Constructive News, soziale Innovation, Krisenkommunikation und gemeinnütziger Journalismus. Stephan Weichert ist seit über 20 Jahren im Hochschulmanagement und in der journalistischen Aus- und ...


Die Krise als Medienereignis
  • 2006
  • 474 S., 6 Abb., 12 Tab., dt.
  • Broschur, 213 x 142
  • ISBN 978-3-938258-21-7

  • 32,00 EUR
  • Titel vergriffen

DOWNLOADS

0 Kommentare

Sie können einen ersten Kommentar hinterlassen.
 
 

Bitte senden Sie uns Ihren Kommentar zu