Die Geschichte des Hörspiels

Pressemitteilung vom 25. Juni 2020

Die Geschichte des Hörspiels

Die “Kleine Geschichte des Hörspiels” erzählt prägnant die Entwicklung des Hörspiels in beinahe 100 Jahren, vom Mittelwellenempfang bis zum Podcast, und zeigt dessen Veränderungen inmitten sich rapide und radikal verändernder Medienlandschaften. Vor allem aber beschreibt der Band das Hörspiel als einzigartiges akustisches Ereignis.

Der Publizist und Medienwissenschaftler Hans-Jürgen Krug erzählt die wechselvolle Geschichte des Hörspiels zwischen 1924 und 2020. Er beschreibt, wie technische, programmgeschichtliche, ästhetische und personelle Veränderungen in mehr als neun Jahrzehnten die Radiokunst immer wieder herausforderten und veränderten. Dabei berücksichtigt er die Arbeit ihrer RegisseurInnen, SprecherInnen und KomponistInnen, ohne die eine moderne Geschichte des Hörspiels nicht auskommen kann.

Das Hörspiel entstand in den 1920er-Jahren als arteigene Kunst des Radios und wurde rasch zur ›Krönung des Funks‹. Inzwischen hat die Digitalisierung alle Medien ergriffen und auch das Hörspiel stark verändert. Vom ersten Hörspiel Zauberei auf dem Sender im Mittelwellenrundfunk über das Erscheinen der ersten Hörspielreihen auf Langspielplatten bis hin zum heutigen vielfältig präsenten Audioprodukt – das flüchtige Medium ist als Hörbuch oder Podcast dauerhaft geworden und jeder kann heute selbst ›Hörspiele‹ produzieren. Auch ist es eine akustische Kunst, die auf Wort, Musik sowie Geräusch beruht und die einzige Kunstgattung ist, die nur gehört werden kann.

Die in der dritten, aktualisierten und erweiterten Auflage erscheinende Kleine Geschichte des Hörspiels verbindet Geschichte und Aktualität, Wissenschaft und Kritik, Analyse und Beschreibung – und versteht sich auch als Anregung zum hörspielnahen Weiterforschen.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Hans-Jürgen Krug

Hans-Jürgen Krug, Dr., arbeitet als Publizist und Medienwissenschaftler in Hamburg. Er war Mitglied der Jury ›Hörspiel des Monats/Hörspiel des Jahres‹, des ›Günter-Eich-Preises‹ und der Gründungsjury des ›Deutschen Radiopreises‹. 2004 realisierte er ›Ätherdramen‹ (Doppel-CD, WDR 2004), die erste akustische Geschichte über 80 Jahre Radiokunst, 2006 mit Studentinnen und Studenten des Studiengangs ›Medienkultur‹ an der Universität Hamburg die dreiteilige O-Ton-Collage ›Radiokultur in Hamburg‹ (Tide). 2016 initiierte und produzierte er die erste lokale Mediengeschichte ›Jenseits der Zentren. Radio im Hinterland und in Wittgenstein‹ ...