Nikolas Gebhard

Das Verantwortungsverständnis deutscher Spitzenmanager

Nikolas Gebhard arbeitet aus dreißig Tiefeninterviews mit Spitzenmanagern ein umfassendes Bild vom Verantwortungsverständnis der deutschen Wirtschaftselite heraus und ordnet dieses in die vielschichtige Verantwortungsdiskussion der letzten Jahre ein.

Kaum ein Thema hat im Zuge der Finanzkrise mehr Brisanz entwickelt als die Frage danach, wer die Verantwortung trägt: Von Zivilgesellschaft und Politik wurden wie selbstverständlich Erwartungen nach einer umfassenden Verantwortungsübernahme an die Wirtschaftseliten gerichtet. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit erfolgte der Verantwortungsappell bei den jüngsten Umweltkatastrophen. Es verwundert daher nicht, dass der Aufstieg von Beratungskonzepten für Corporate Governance, Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility als kometenhaft bezeichnet werden kann. Ohne diese Konzepte, so scheint es, fehlt der Wirtschaft – und damit ihrer Elite – die Legitimation. Welche Verantwortungsfelder die deutsche Wirtschaftselite aber selbst vorantreibt, welche Ansprüche bei ihr auf fruchtbaren Boden fallen und bei welchen Themen sie sich für nicht zuständig erklärt, blieb bisher im Dunkeln.

Die Studie zeigt, dass sich Verantwortungsverständnisse nicht erst im Unternehmensalltag an den Schalthebeln der Macht ausbilden, sondern in einen persönlichen und sozialen Rahmen eingebettet sind. Anhand von Idealtypen bietet die Untersuchung Orientierung und erleichtert damit den Austausch zwischen Verantwortungsanspruch und -übernahme.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Nikolas Gebhard

Dr. Nikolas Gebhard ist Soziologe. Von 2009 bis 2012 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Soziologie und empirische Sozialforschung der Universität Hohenheim. ...


Das Verantwortungsverständnis deutscher Spitzenmanager
  • 2013
  • 270 S., 20 Abb., dt.
  • flexibler Einband, 215 x 150 mm
  • ISBN 978-3-7445-0737-0

  • 34,00 EUR
  • lieferbar

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