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11. März 2015

Gender – Medien – Screens

(De)Konstruktionen aus wissenschaftlicher und künstlerischer Perspektive

Gender – Medien – Screens

»Gender – Medien – Screens« beschäftigt sich mit (De-)Konstruktionen von Geschlecht, die mittels Screens verbreitet werden. Der Begriff Screen wird dabei unterschiedlich verstanden. Im technischen Sinne sind damit alle derzeitigen Bildschirmmedien und ihre möglichen Weiterentwicklungen gemeint. Das können sowohl klassische Bildschirmmedien wie Kino und Fernsehen als auch neuere Formen wie Internet-Angebote, mobile Medien, Smartphone-Inhalte und Computerspiele sein. Screens sind aber auch kulturelle Bilderrepertoires, die zwischen der Welt und unserem Blick auf sie vermitteln. In diesem Sinne analysiert der vorliegende Band, wie verschiedene strukturierende Momente visueller (Re-)Präsentation...

18. Juni 2014

Nordic Noir

Skandinavische Fernsehserien und ihr internationaler Erfolg

Nordic Noir

Mit Stig Larssons »Millenium«-Trilogie haben skandinavische Krimis und ihre Adaptionen in Film und Fernsehen nicht nur Europa, sondern den Weltmarkt und international die Herzen der Zuschauer erobert. Auch in der deutschen Fernsehlandschaft haben sich die Serien aus dem skandinavischen Raum einen festen Platz gesichert. Lea Gamula und Lothar Mikos zeigen die Gründe für den internationalen Erfolg skandinavischer Fernsehserien auf. Vor dem Hintergrund der internationalen Serienproduktion und ihrer Entwicklung stellen sie den skandinavischen Sonderweg vor, der trotz internationaler Orientierung seine ganz eigene nationale Identität bewahrt hat: Die Autoren geben Einblick in die spezifischen...

18. September 2013

Tatort

Gesellschaftspolitische Themen in der Krimireihe

Tatort

Hendrik Buhl untersucht das Phänomen gesellschaftspolitischer Themen im Genreklassiker »Tatort«. Der »Tatort«-Krimi am Sonntagabend gehört für viele Menschen zum Ausklang des Wochenendes dazu. Die erfolgreichste Krimireihe im deutschen Fernsehen unterhält nicht nur mit spannenden Geschichten, sondern informiert auch über gesellschaftspolitische Probleme und Konfliktlagen. Bei der Mörderjagd sehen sich die Kommissarinnen und Kommissare mit schlechten Arbeitsbedingungen in Discountern, Obdachlosigkeit oder Voyeurismus im Internet konfrontiert. Anhand aller Erstausstrahlungen eines Jahres zeigt Hendrik Buhl, wie unterhaltsame Ermittlungsarbeit einerseits und Informationen andererseits...

12. September 2012

Fernsehgeschmack, Lebensstil und Comedy

Eine handlungstheoretische Analyse

Fernsehgeschmack, Lebensstil und Comedy

Elizabeth Prommer geht der Frage nach, wie sich unterschiedliche Vorlieben bei der Wahl des Fernsehprogramms erklären lassen: So scheiden sich insbesondere bei Comedy-Sendungen, bspw. an den Fernsehkomikern Harald Schmidt und Stefan Raab, deutlich die Geister: Der eine wird in den Feuilletons hoch gelobt, der andere hat dafür mehr Zuschauer und ist populärer gerade bei jüngeren Zuschauern. Doch ist, wenn wir uns eine Sendung gerne anschauen oder auch kategorisch ablehnen, das wirklich nur auf individuelle Vorlieben und Entscheidungen zurückzuführen? Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen vortrefflich streiten. Man hat ihn oder auch nicht. Für den Soziologen Pierre Bourdieu ist Geschmack...

15. August 2012

Bollyworld Neukölln

MigrantInnen und Hindi-Filme in Deutschland

Bollyworld Neukölln

»Bollyworld Neukölln« ist nicht nur die erste umfassende Studie zum Hindi-Kino in Deutschland, die spezifische, inoffizielle und migrantische Rezeptionswege mitberücksichtigt, sondern zeigt auch neue empirische Perspektiven auf Migranten und Medien auf. Anstatt MigrantInnen unreflektiert nach bestimmten ethnischen Gruppen auszuwählen und zu kategorisieren, betrachtet die Medienethnografie junge, migrantische Rezipienten in einem konkreten urbanen Raum: Berlin Nord-Neukölln. Distributions- und Rezeptionsaktivitäten zur Populärkultur Bollywood (wie etwa Tanzkurse oder Vorführungen außerhalb des regulären Kinoprogramms) zeigen, dass die Grenzen zwischen migrantischen und »mehrheitsdeutschen«...

7. Dezember 2011

Auf Augenhöhe?

Rezeption von Castingshows und Coachingsendungen

Auf Augenhöhe?

»Deutschland sucht den Superstar«, »Germany’s next Topmodel« oder »Die Super Nanny« – was macht diese Sendungen so interessant? Geht es um Voyeurismus oder Schadenfreude, wenn untalentierte Kandidaten von Dieter Bohlen bloßgestellt werden? Dient die Fokussierung auf das Optische bei Heidi Klum der Fixierung auf ein bestimmtes Körperideal? Sind Coachingformate wie »Die Super Nanny« ein Alptraum oder moderne Lösungen für Hilfesuchende in scheinbar aussichtslosen Situationen? All diese Formate stehen seit Jahren bei den Zuschauern hoch im Kurs, werden aber auch heftig kritisiert. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis geben Einblick in den aktuellen Diskurs und stellen...

18. Mai 2011

Gute Unterhaltung?!

Qualität und Qualitäten der Fernsehunterhaltung

Gute Unterhaltung?!

Über »gute Unterhaltung« nachzudenken, fällt in Deutschland nicht leicht. Immer noch ist die Vorstellung weit verbreitet, dass ein Medienangebot nicht gut sein kann, wenn es nur Unterhaltung bezweckt. Und wenn es als gut gilt, dann ist es natürlich mehr als bloße »Unterhaltung«. Einen positiven Unterhaltungsbegriff kennen lediglich Fernsehsender – »gute Unterhaltung« findet dann statt, wenn die Marktanteile stimmen – und mit der Unterhaltungsproduktion vertraute Experten, die gutes Handwerk beurteilen können. Aber sind damit schon die Grenzen des Nachdenkens erreicht? Prominente Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Journalismus, Medienaufsicht und Produktion bieten hier...

6. April 2011

Das Helle braucht das Dunkle

Der biblische Sündenfall in »Brokeback Mountain«

Das Helle braucht das Dunkle

»Brokeback Mountain« (2005) ist einer der wenigen Spielfilme, die eine homosexuelle Liebe zum Thema haben und ein großes Publikum erreichten. Von Kritikern gefeiert (ausgezeichnet mit drei Oscars®), wurden aber vor allem aus konservativen Reihen ablehnende Stimmen laut: Der Film glorifiziere einen homosexuellen Lebensstil und zeige sich indifferent gegenüber dem Verfall christlicher Werte. Verwiesen wurde auf die biblische Schöpfungsgeschichte und den Sündenfall, getreu dem Motto: God made Adam and Eve, not Adam and Steve. Kathrin Geyh stellt inhaltliche und dramaturgische Vergleiche von ›Sündenfall‹ zu »Brokeback Mountain« dar, wobei die Bibelstelle Vers für Vers mit den Filmbildern,...