KatalogWissenschaftKommunikationswissenschaft (Page 2 von 31)

7. Juni 2019

Orientierung durch Suchmaschinen

Ein dynamisch-transaktional gedachtes Modell

Orientierung durch Suchmaschinen

Die Mediengeschichte ist geprägt von der Entwicklung immer neuer Medien. Jedes neue Medium hat die Menge und Komplexität der verfügbaren Inhalte erhöht und dabei neue Orientierungsbedürfnisse geschaffen. Dieser Unübersichtlichkeit ist bislang durch Meta-Orientierungsangebote begegnet worden, die über Medien orientieren sollen, um ihre Nutzbarkeit zu gewährleisten. Mehr Medien erforderten bislang also noch mehr Medien, um nutzbar zu bleiben – ein Phänomen, das als Infor­mations­paradoxon bezeichnet werden kann. Unter den Produktions- und Re­zeptionsbedingungen der tra­ditionellen Massenmedien kann dieser Prozess kein Ende haben. Allerdings zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab:...

Meinungsmacht

Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-­Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse

Meinungsmacht

Die Interaktionen zwischen Journalisten und Eliten wurden bislang meist vor systemtheoretischem Hintergrund und durch Befragung von Akteuren erforscht. Dabei wurden die Ergebnisse anonymisiert. Diese Arbeit wählt theoretisch und methodisch einen anderen Ansatz, um Eliten-Einflüsse auf journalistische Inhalte zu lokalisieren. Der Autor wird hat ein theoretisches Modell entwickelt, das Medienverhalten mit Hilfe von Pressure Groups und sozialen Netzwerken erklärt. Es sagt vorher, dass Leitmedien mehr oder weniger den laufenden Diskurs der Eliten reflektieren. Dabei werden aber dessen Grenzen nicht überschritten und dessen Prämissen nicht kritisch hinterfragt. Im empirischen Teil fokussiert...

13. Mai 2019

Public Diplomacy

Messung, Entstehung und Gestaltung von Landesimages

Public Diplomacy

Public Diplomacy ist ein international schnell wachsendes Forschungs- und Praxisfeld. Dabei geht es v.a. um sämtliche Aktivitäten eines Landes zum Aufbau und zur Pflege eines Beziehungsnetzes zu heutigen und zukünftigen Entscheidern, sowie zur Beeinflussung der Einstellung der eigenen und ausländischen (auch digitalen) Öffentlichkeiten zur Landespolitik und seinen verschiedenen Wirkungsbereichen. Der Aufbau und die Pflege des Landesimages nimmt hier eine entscheidende Rolle ein. Insbesondere in der Kommunikationswissenschaft – und darin in der Public-Relations-Forschung – sind in den vergangenen Jahren wesentliche Grundlagen zur Entstehung und Gestaltung von Länderimages durch die Public...

2. April 2019

Michael Meyen u.a.: Qualitative Forschung in der Kommunikationswissenschaft

Michael Meyen u.a.: Qualitative Forschung in der Kommunikationswissenschaft

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler Seit den 1980er Jahren wurde in den Sozialwissenschaften verstärkt über qualitative Methoden diskutiert, nicht zuletzt um die Anstöße der Kritischen Theorie weiterzuführen. Die damals noch recht kleine Publizistik- und Kommunikationswissenschaft begegnete diesem neuerlichen Methodenstreit mit großer Zurückhaltung, wenn nicht mit offener Ablehnung, war sie doch gerade bestrebt, ihre (teils fatale) geisteswissenschaftliche Vergangenheit zu überwinden, die allerdings in München noch lange verteidigt wurde, und sich als strikte Sozialwissenschaft zu erfinden. Damit wollte man sich in den angestammten Instituten wie vor allem Mainz/Allensbach, Münster und...

30. März 2019

Neue Theorien entwickeln

Eine Einführung in die Grounded Theory, die Heuristische Sozialforschung und die Ethnographie anhand von Beispielen aus der Kommunikationsforschung

Neue Theorien entwickeln

Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller verändert; Globalisierung, Individualisierung, Ökonomisierung oder Mediatisierung sind Stichworte, unter denen dies diskutiert wird. Wie alle Sozialwissenschaften steht deshalb auch die empirische Kommunikationswissenschaft vor immer neuen Forschungsfragen und Forschungsfeldern. Wie aber entstehen neue gültige und brauchbare Theorien, die zu einem wissenschaftlich gültigen und praktisch brauchbaren Verständnis von Kultur und Gesellschaft beitragen? In dem vorliegenden Band geht es um eine anwendungsorientierte Einführung in die systematische Entwicklung von Theorien. Dazu werden im ersten Teil die Grundlagen theorieentwickelnder Forschung...

19. März 2019

zeigen | andeuten | verstecken

Bilder zwischen Verantwortung und Provokation

zeigen | andeuten | verstecken

Das Bedürfnis, sich selbst, seine Umwelt und seine Handlungen visuell festzuhalten, hat sich bereits zu Beginn der Menschheitsgeschichte in der Höhlenmalerei gezeigt. Schon damals gab es Darstellungen, die Sexualität, Gewalt oder Kriege in den Fokus stellten. Nicht erst heute tritt mit der Darstellung von Personen und Handlungen aber ein Problem auf. Nicht jedem gefällt, was in Bildern zu sehen ist. Man kann streiten über die Darstellung: Ist diese gelungen? Ist sie akkurat, misslungen oder verfälscht? Oder man kann das Dargestellte selbst kritisieren. Darf man den Gegenstand so darstellen? Darf man ihn überhaupt darstellen? Gehen von der Darstellung negative Effekte aus? Damit beginnt...

30. Januar 2019

Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien

Der Umgang der Presse mit Parteien- und Medienpopulismus im Europawahlkampf 2014

Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien

Seit einigen Jahren erleben populistische Parteien in Europa einen Aufschwung. Oft wird betont, dass die Massenmedien einen Anteil daran haben, etwa weil sie populistischen Akteuren in der Berichterstattung eine Bühne bieten oder durch populistische Kommentare spezifische Denkmuster legitimieren. Systematische und ländervergleichende Studien über die effektive Rolle der Medien fehlen allerdings noch weitgehend. Franzisca Schmidt zeigt anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse der Parteien- und Medienkommunikation in vier Ländern, wie die Presse im Vorfeld der Europawahlen 2014 mit populistischer Kommunikation umgegangen ist. Dabei untersucht sie, inwiefern spezifische Formen des Parteienpopulismus...

13. Dezember 2018

Die (un-)sichtbare Religion

Wandel des christlichen Bilderrepertoires in der visuellen Kultur

Die (un-)sichtbare Religion

Die Rede von der „neuen Sichtbarkeit“ der Religion ist momentan allgegenwärtig. Doch es fehlt in der Medienforschung an Belegen für diese These, insbesondere in Bezug auf visuelle Medien. Tanja Maier analysiert erstmals die Sichtbarkeit der christlichen Religion in deutschsprachigen Zeitschriften von 1949 bis heute. Sie zeigt anhand zahlreicher Beispiele aus Bunte, Stern und Spiegel, wie Zeitschriften christliche Bildmotive auswählen und einsetzen – und wie diese Motive sowohl sozio-kulturell als auch im historischen Verlauf tradiert und transformiert werden. Der Wandel des christlichen Bilderrepertoires wird dabei aus zwei Perspektiven untersucht: Die erste Perspektive zeigt, wie Zeitschriften...

5. Dezember 2018

Mediensysteme in Deutschland und Russland

Mediensysteme in Deutschland und Russland

Das zweisprachige Handbuch Mediensysteme in Deutschland und Russland ist eine Fortsetzung des ähnlich aufgebauten Handbuchs Journalistische Genres in Deutschland und Russland, das 2010 im Herbert von Halem Verlag erschienen ist. Wie dieses soll es zu einem besseren wechselseitigen Verstehen der beiden Nationen beitragen, zwischen denen angesichts historischer und aktueller Konflikte reger Austausch auf allen Ebenen besonders wichtig erscheint. Es bietet einen Überblick über die Mediensysteme der beiden größten Sprachgemeinschaften und Länder Europas, in denen auch beträchtliche ethnische Minderheiten der jeweils anderen Kultur leben. Das Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste enthält...

4. Dezember 2018

Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten

Zum kollektiven Umgang mit Medien- und Gesellschaftswandel

Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten

„Woran festhalten, in einer Welt im Wandel?“ Mit dieser Frage sehen sich viele Menschen in Zeiten konfrontiert, in denen sie kontinuierlichen Wandel in der Gesellschaft und in ihren Lebenswelten wahrnehmen. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der zunehmenden Durchdringung des Alltags mit Medien ist auch der Medienwandel maßgeblich an Veränderungen in Beziehungen zu anderen Menschen und der Umwelt beteiligt. Wie der Autor zeigt, steht Mediennostalgie als affektive Zuwendung zur Vergangenheit für eine Sehnsucht nach dem Liebgewonnenen und Bedeutungsvollen, das durch diesen Wandel für manche verloren gegangen ist. Der nostalgische Umgang mit Verlusterfahrungen sowie Gefühlen von...