KatalogWissenschaft

28. Juli 2022

Fernsehserien im medienkulturellen Wandel

Fernsehserien im medienkulturellen Wandel

Jana Zündel untersucht in dieser Studie den umfassenden Transformationsprozess des Fernsehens in der digitalen Medienkultur, den sie an den ‚Paratexten‘ der Fernsehserie nachweist: Episodenrückblick (Recap), Serienvorspann (Intro) und Episodenabspann (Outro). Dieser Ansatz geht weit über die gängige Fernsehserienforschung rund um ‚Quality TV‘ oder ‚Cinematic TV‘ hinaus. Im Fokus steht die textuelle und dispositive Ausdifferenzierung von audiovisuellen fiktionalen Serien im Zeitalter von Pay-TV, DVD-Boxen, Video-on-Demand, Mediatheken und Streaming-Diensten, die im Rahmen der ökonomischen und institutionellen Diversifikation des Mediums Fernsehen insgesamt beschrieben werden....

27. Juli 2022

Die Konstruktion der Mutter in Politik, Wirtschaft, Medien und Alltag

Eine kommunikationswissenschaftliche Diskursanalyse am Beispiel Mutterschaft

Die Konstruktion der Mutter in Politik, Wirtschaft, Medien und Alltag

Wie müssen Gesellschaft und gesellschaftlicher Diskurs aussehen, wenn der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gerückt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das vorliegende Werk aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive. Um die Asymmetrie von Anerkennungsstrukturen sichtbar zu machen, hat die zugrunde liegende Dissertation die Verhandlung von Mutterschaft auf verschiedenen Diskursebenen (Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Alltag) und Medienkanälen (Leitmedien, Zeitschriften, TV-Werbung, Instagram) qualitativ und analytisch aufgearbeitet. Welche Auswirkungen hat die Darstellung und Problematisierung der Mutter auf das Individuum? Es wird u.a. deutlich, dass Mutterschaft...

5. Juli 2022

It’s All About Video

Visuelle Kommunikation im Bann bewegter Bilder

It’s All About Video

Was mit der Entstehung von Videosharing-Plattformen wie YouTube begann, erhält gegenwärtig mit der erfolgreichen Etablierung von Videos auf Plattformen wie WhatsApp, Instagram, Snapchat und TikTok eine neue Dimension: die Demokratisierung und Veralltäglichung von Bewegtbildinhalten in der Alltagskommunikation. Mit der Entwicklung von YouTube zur zweitgrößten Suchmaschine – größer als die Anbieter Bing, Yahoo, Ask, und AOL zusammen – offenbart sich eine zunehmende Ablösung oder zumindest Ergänzung textbasierter Kommunikationsformen durch die Materialität und Spezifik des Videos als zentralen Erfolgsfaktor. Aber auch das vielleicht klassischste Bewegtbild-Medium – das Fernsehen...

17. Juni 2022

Medienträume

Ein Bürgerbuch zur Zukunft des Journalismus

Medienträume

Warum stehen Menschen den ›Mainstream-Medien‹ kritisch gegenüber? Weshalb entfalten die ›Alternativmedien‹ Wirkung? Wie kann der etablierte Journalismus abgespaltene Teile der Gesellschaft (zurück-)gewinnen? Was ist guter Journalismus – und wozu braucht es ihn in einer polarisierten Gesellschaft? Während Deutschland diese Fragen diskutiert, haben 33 Kritiker der Leitmedien im transdisziplinären Dialog mit Wissenschaft und Praxis nach Lösungen gesucht und ein Bürgerbuch zur Zukunft des Journalismus geschrieben. Die ›Realen Utopien‹ sind von sieben Arbeitsgruppen in Zwickau, München, Leipzig, Tegernsee sowie deutschlandweit (Online) im Rahmen einer Bürgerkonferenz von Mai...

14. Juni 2022

Das Volontariat

Eine Geschichte des Journalismus als Auseinandersetzung um seine Ausbildung, 1870 bis 1990

Das Volontariat

Die Ausbildung für den Journalismus entscheidet mit darüber, wer Zugang zum Beruf erhält und welche Themen und Meinungen öffentlich sichtbar sind. In Deutschland ist bis heute das Volontariat die wichtigste Berufsausbildung geblieben. Die betriebsinterne Journalistenausbildung entstand und etablierte sich in den Redaktionen der Partei- und Massenpresse des Deutschen Kaiserreichs und überdauerte alle politischen und medialen Umbrüche. Sie blieb unter völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen Teil der Auswahl und Sozialisation von Kommunikatorinnen und Kommunikatoren. Die quellengestützte Arbeit zeigt anhand des Zeitungsjournalismus, dass das Volontariat jeweils den Akteuren mit der Kontrolle...

2. Juni 2022

Grenzen, Probleme und Lösungen bei der Stichprobenziehung

Grenzen, Probleme und Lösungen bei der Stichprobenziehung

Empirische Forschung beginnt mit der Auswahl von Untersuchungsgegenständen. Dabei werden frühzeitig Entscheidungen getroffen, die weder trivial noch folgenlos sind, da sie die Grundlage für alle weiteren Erkenntnisse bilden. In der Kommunikationswissenschaft kann häufig weder mit Vollerhebungen noch mit reinen Zufallsauswahlen gearbeitet werden, bewusste wie auch willkürliche Kriterien spielen hier eine wesentliche Rolle. Deshalb müssen Auswahlentscheidungen reflektiert getroffen und stets hinterfragt werden. Gerade die Digitalisierung der Kommunikation sowie die damit verbundenen Formen der Mediennutzung und Möglichkeiten der Datenerhebung machen es erforderlich, sich die datengenerierenden...

19. Mai 2022

Korrektur eines Selbstbildes

Norbert Elias und sein akademischer Lebenslauf

Korrektur eines Selbstbildes

In diesem Buch geht es um die Person Norbert Elias und nicht um seine Wissenschaft. Der international anerkannte Soziologe Elias hat intensiv an einem konsistenten Selbstbild seiner akademischen Laufbahn gearbeitet, um öffentlich so wahrgenommen zu werden, wie er es wollte. Zu diesem Zweck hat er unter anderem immer wieder erzählt, er sei seit seinem Studium gradlinig seinen eigenen großen Ideen gefolgt und habe dabei erhebliche Widerstände seines Doktorvaters, Richard Hönigswald, überwinden müssen. Joseph Garncarz prüft auf der Basis zahlreicher bisher kaum genutzter Quellen den Wahrheitsgehalt dieser und anderer Geschichten und zeigt, dass Elias sie in vielerlei Hinsicht erfunden hat....

17. Mai 2022

Künste und Apparate

Berichte aus einem Labor (1995-2005)

Künste und Apparate

LAB. Jahrbuch für Künste und Apparate wurde Mitte der 1990er-Jahre durch den Künstler und Theoretiker Jürgen Claus zunächst als Zeitschrift in einer Nullnummer erprobt. Ein Jahr später entwickelten Hans Ulrich Reck und Siegfried Zielinski, zusammen mit über die Jahre wechselnden Partnern, das Konzept eines international profilierten Jahrbuches. Es sollte nicht der Selbstdarstellung der KHM dienen, sondern eine Plattform eröffnen für Beiträge aus der ganzen Welt. Eine zweite Eigenheit war, dass poetisch-diskursive Beiträge in beiden Bereichen angesiedelt wurden: als wissenschaftlich-diskursive Abhandlungen wie auch als poetisch-visuelle Entwürfe. Beides stand gleichrangig nebeneinander. Mehr...

6. April 2022

Der politische Klimadiskurs

Der politische Klimadiskurs

Wie kann ein gesamtgesellschaftliches Umdenken in der Klimakrise und vor allem eine politische Kehrtwende für mehr Klimaschutz gelingen? Welche Rolle kommt dabei der Politik, der Wissenschaft, zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie den Medien zu? Diesen Fragen gehen die Autor*innen im vorliegenden Buch nach. Sie betrachten Erkenntnisse der Klimawissenschaft – Erkenntnisse, die schon lange auf die Dringlichkeit des Problems hinweisen und trotzdem lange nicht gehört wurden. Die Medienberichterstattung über die Klimakrise unterliegt immer wieder gewissen Aufmerksamkeitszyklen. Insbesondere rund um die Weltklimakonferenzen ist das Medieninteresse groß, doch danach ebbt es oft wieder ab....

3. März 2022

Deutsche Rundfunkgeschichte

Deutsche Rundfunkgeschichte

Die Bedeutung des Rundfunks für die Medien-, aber auch die allgemeine Geschichte ist kaum zu überschätzen. Bereits als bloßer Hörfunk fand er in kürzester Zeit zwischen den Weltkriegen genauso weite Verbreitung wie intensive Nutzung und für das nach dem Zweiten Weltkrieg auf- und ausgebaute Fernsehen galt das noch viel mehr. Die heutigen, von Internet und Globalisierung geprägten medialen Gegebenheiten dürfen nicht den Blick dafür verstellen, dass die deutsche Rundfunkgeschichte über Jahrzehnte primär national geprägt war. Ausländische Entwicklungen spielten zwar immer wieder eine wichtige Rolle, aber mindestens ebenso oft in Form von Abgrenzungen wie durch Übernahmen. Es hat deshalb...