KatalogVorschau

20. März 2020

„Regierungszeit des Mittelbaus“?

Annäherungen an die Berliner Publizistikwissenschaft nach der Studentenbewegung

„Regierungszeit des Mittelbaus“?

Was ist aus dem Potenzial gesellschaftskritischer Perspektiven, das mit der Studentenbewegung in der West-Berliner Publizistikwissenschaft entstanden war, nach ‘1968’ geworden? Wie haben sich Lehre, Forschung und akademische Selbstverwaltung verändert? Welchen Anteil hatten Politik, Universität und Mediensystem, aber auch individuelle Protagonisten und organisierte Gruppen zu Beginn und Ende einer etwa zwanzigjährigen Phase, die die Berliner Fachentwicklung von anderen Standorten unterscheidet? Der Band nimmt diese Fragen in biografischen Interviews und fachgeschichtlichen Aufsätzen in den Blick und wählt damit einen Zugang, der eine differenzierte Annäherung an eine umkämpfte...

17. März 2020

The Time of the Image

A Philosophical Exploration of the Image in the Work of Bernard Stiegler

The Time of the Image

The Time of the Image is a philosophical exploration of the notion of ›the image‹ and the relationship between the time and image. It includes the understanding of the image as a temporal object, the place of the thought combined with the mimetic faculty the result of which is the translation of fuzzy aggregates that gives rise to imitations as both artistic and political force of resistance and as a new image of thought. This thesis is a philosophical exploration of the image as technics of access to the world in the age of the proliferation. It poses the question of the understanding of the role of the image in the constitution of the subject. How does the proliferation of the image constitute...

26. Februar 2020

Politisches Storytelling

Wie Politik aus Geschichten gemacht wird

Politisches Storytelling

Wer sich mit Politik und gesellschaftlicher Meinungsbildung auseinandersetzen will, muss sich auch mit dem Thema „Storytelling“ beschäftigen – sonst kann er einen wesentlichen Teil der Politik weder verstehen noch beeinflussen. Denn Geschichten und Narrative sind in gesellschaftlichen und politischen Diskussionen und Prozessen allgegenwärtig – ob auf der Oberfläche sichtbar oder auf den ersten Blick unsichtbar und in den Strukturen verborgen. Geschichten in der Politik können unterschiedlich eingesetzt werden: Man kann mit ihnen den Menschen ein Sinnangebot auf Faktenbasis machen oder sie mit Fake Storys versuchen zu manipulieren. Der Autor beschreibt anhand von Beispielen, welche...

18. Februar 2020

Künstliche Intelligenz und Maschinisierung des Menschen

Künstliche Intelligenz und Maschinisierung des Menschen

Fast jeder hat Erfahrungen mit Siri, Alexa oder anderen Chatbots. Doch was geschieht, wenn ein Mensch einen Chatbot in einen Dialog über Philosophie verwickelt? Kann man mit künstlichen Intelligenzen (KI) überhaupt über Bewusstsein, Erinnerung und philosophische Theorien der Zeit diskutieren? Ja, man kann – zumindest der Form nach. Und das gleich zweimal: Mit den beiden für den Loebner-Preis für KI dekorierten Chatbots Rose und Mitsuku. Ob das geistreich ist? Das muss jeder für sich entscheiden. Ob das unterhaltsam ist? Ja – allerdings eher unfreiwillig. Im systematischen Teil des Essays werden die Dialoge ausgewertet. Dabei wird der gegenwärtige Hype um KI als maßlose Übertreibung...

11. Februar 2020

Kleine Geschichte des Hörspiels

Kleine Geschichte des Hörspiels

Die Digitalisierung hat inzwischen alle Medien ergriffen und auch die Radiokunst und das Hörspiel tiefgreifend verändert. Hörspiele gibt es heute nicht mehr nur im Radio, man kann sie auch in Theatern, Kinos, Clubs, Stadien oder Parks hören, als Hörbuch erwerben oder einfach aus dem Internet herunterladen. Hörspiel ist überall und bietet in der neuen Surround-Technik sogar Rundumhörgenuss. Das Hörspiel entstand in den 1920er-Jahren als arteigene Kunst des Radios, konnte zunächst nur über Mittelwelle empfangen werden und wurde rasch zur ›Krönung des Funks‹. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die junge, flüchtige Radiokunst populär wie nie und erlebte vor allem mit Günter Eich ihre...

29. Januar 2020

Medienkritik zwischen ideologischer Instrumentalisierung und kritischer Aufklärung

Medienkritik zwischen ideologischer Instrumentalisierung und kritischer Aufklärung

Medienkritik, lange Zeit ein Betätigungsfeld für Journalisten und Intellektuelle ist im Zuge der Lügenpresse-Vorwürfe, der Kritik an sogenannten System-Medien, der Debatte über Fake-News und alternative Fakten zu einer Art „Breitensport“ geworden, an dem sich alle mit Internetzugang auf einer Vielzahl von Kanälen beteiligen können. Medienkritik findet sich inzwischen nicht nur in Formaten klassischer Massenmedien oder Leser- und Zuschauerzuschriften, sondern in Watchblogs, in Online-Kommentaren und -Foren, auf Facebook-Profilen, in Internet-Fernsehkanälen, auf Twitter, in Youtube-Videos oder –Kanälen, in Online-Faktenchecks und mehr und diversen Satiresendungen des Fernsehens. Der...

16. Dezember 2019

Historische Medienwirkungsforschung

Ansätze, Methoden und Quellen

Historische Medienwirkungsforschung

Das lange 20. Jahrhundert seit 1890 gilt als ›Jahrhundert der Massenmedien‹ und es ist wiederholt gefordert worden, dass eine Zeitgeschichte immer auch die ›Zeitgeschichtsschreibung der Mediengesellschaft‹ sein müsse. Trotzdem sind kommunikationsgeschichtliche Arbeiten, die sich explizit mit der Wirkung von Medien auf die jeweilige Gesellschaft befassen und nach ihren Effekten, nach Rezeptionen oder Anschlusskommunikationen im historischen Zeitverlauf fragen, immer noch selten. Die Kommunikationswissenschaft vermisst ihre vertrauten Instrumente wie Umfragen oder Interviews, und in der Geschichtswissenschaft herrschen häufig noch sehr einfache Wirkungsannahmen vor. Der Sammelband bringt...

21. November 2019

Die Reportage

Theorie und Praxis des Erzähljournalismus

Die Reportage

Wie funktioniert journalistisches Erzählen im Internet-Zeitalter? Wie verändert der Medienwandel die Reportage? Michael Haller zeigt, wie die literarische Sprachkraft dieser journalistischen Königsform zurückgewonnen und zu neuer Geltung gebracht werden kann. Im ersten Teil lässt Haller die Geschichte der Reportage lebendig werden und vermittelt die Basics, worauf es beim journalistischen Erzählen ankommt. Anschließend werden die unterschiedlichen Erzählformen vorgestellt und deren besondere Eignungen beschrieben: vom Feature bis zur Multimedia-Story. Der zweite Teil führt in die heutige Praxis des journalistischen Erzählens ein und erläutert anhand zahlreicher Beispiele Schritt für...

Niklas Luhmann

Niklas Luhmann

Bis heute wird unterschätzt, welch prominente Rolle die historisch-wissenssoziologischen Forschungen Niklas Luhmanns für das Gesamtverständnis einer systemtheoretisch angelegten Theorie der modernen Gesellschaft spielen. Im Zentrum der historisch-semantischen Studien Luhmanns steht einerseits die Idee eines nicht-beliebigen Zusammenhangs des semantischen Apparats einer Gesellschaft mit der jeweiligen Differenzierungsform, unter der dieses semantische Material produziert und reproduziert wird. Insofern fungieren diese historisch-semantischen Studien Luhmanns als empirisches Belegmaterial, das die These des Übergangs zur Form funktionaler Differenzierung plausibel macht. Andererseits betreffen...

14. November 2019

Öffentlichkeit in unsicheren Zeiten

Zur Analyse öffentlicher Kommunikation in Revolutionen

Öffentlichkeit in unsicheren Zeiten

Die Komplexität öffentlicher Kommunikation ist seit einigen Jahren wieder in den Fokus der gesellschaftlichen Debatte gerückt. Der Wandel der Gesellschaft durch die voranschreitende Digitalisierung bildet hierfür den Kontext. Dass sich dabei auch die öffentliche Kommunikation wandelt, ist kaum mehr bestritten. Es bleiben aber die Fragen, worin der Wandel besteht und wie er sich beschreiben lässt. Diese Fragen sind nur mit einer historischen Perspektive zu beantworten, denn erst mit dem Blick auf vergangene Entwicklungen lassen sich gegenwärtige Kommunikationsphänomene einordnen. Damit dies gelingen kann, bedarf es der systematischen Analyse öffentlicher Kommunikation im Gestern wie auch...