KatalogThemenMethoden / Grundlagen

25. Juni 2018

Dynamische Prozesse der öffentlichen Kommunikation

Methodische Herausforderungen

Dynamische Prozesse der öffentlichen Kommunikation

Von Herbert von Halem | Öffentliche Kommunikation wird in der Kommunikationswissenschaft auf theoretischer Ebene stets in ihrer Prozesshaftigkeit konzeptualisiert. Die Forschung interessiert sich für die Entstehungsprozesse von Medieninhalten, die Selektions- und Verarbeitungsprozesse der Mediennutzer und Medienwirkungsprozesse auf Mikro- und Makroebene. Zudem gerät die prozessuale Veränderung der Medienumgebung zusehends selbst auf die Forschungsagenda. Insbesondere das Internet stellt eine hochgradig dynamische und adaptive Plattform der öffentlichen Kommunikation dar. Diesem theoretischen Interesse an der Prozesshaftigkeit öffentlicher Kommunikation und ihren dynamischen Zusammenhängen steht jedoch eine Reihe...

18. März 2017

Differenzielle Rezeption, transaktionale Medienwirkungen und die Bewertung öffentlicher Kommunikationsmedien

Methodologische Betrachtungen zur TV-Programmforschung

Differenzielle Rezeption, transaktionale Medienwirkungen und die Bewertung öffentlicher Kommunikationsmedien

Von Herbert von Halem | Medieninhaltsanalysen stehen häufig in der Kritik, die Rezeptionsweisen des Publikums in ihrer Methodik, Kategorienbildung und Dateninterpretation nicht ausreichend zu beachten. Diese Arbeit prüft für das Beispiel TV-Programmanalysen, inwiefern Urteile von Rezipienten und daraus abgeleitete Bewertungssysteme eine geeignete Alternative zur inhaltsanalytisch angelegten Medienqualitätsforschung sind. Bezug genommen wird auf Erkenntnisse aus der differenziellen Rezeptionsforschung sowie auf jenen Zweig der Wirkungsforschung, der von der Vorstellung von einem Kognitionszyklus bzw. vom Verstehen als Interaktion ausgeht. Die vorliegende Arbeit stellt fest, dass Medienangebot und Medienrezeption...

21. August 2015

Qualitätskriterien in der Inhaltsanalyse

Qualitätskriterien in der Inhaltsanalyse

Von Herbert von Halem | Die Inhaltsanalyse ist für die Kommunikationswissenschaft die genuine Erhebungsmethode. Nur inhalts­analytisch lassen sich Medieninhalte empirisch erfassen und analysieren und nur inhaltsanalytisch kann demnach eine Antwort auf die Frage gefunden werden, mit welchen potenziell beeinflussenden Inhalten der Rezipient, überhaupt in Kontakt kommt. Mit der Anwendung und stetigen Weiterentwicklung der Inhaltsanalyse ergibt sich für die Kommunikationswissenschaft die Möglichkeit, sich im Vergleich mit anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen ein Kompetenzfeld im Bereich der Erhebungsmethoden zu sichern. Dabei ist die Sicherung und Förderung der Qualität von Inhaltsanalysen und die Weiterentwicklung...

1. Dezember 2014

Automatisierung in der Inhaltsanalyse

Automatisierung in der Inhaltsanalyse

Von Herbert von Halem | Die Inhaltsanalyse steht als zentrale Erhebungsmethode der Kommunikationswissenschaft angesichts der voranschreitenden technologischen Entwicklungen vor der großen Herausforderung, einzelne Prozesse zu automatisieren. Durch eine (Teil-)Automatisierung der Inhaltsanalyse kann mehr Material codiert werden, es fallen weniger Codierfehler an und nicht zuletzt werden Kosten eingespart. Dagegen stehen Einschränkungen, die schon in den letzten Jahrzehnten diskutiert wurden, aber nichts an Aktualität verloren haben: Computergestützte Codierung kann im Gegensatz zu menschlichen Codierern kein Kontext bei den Codierentscheidungen berücksichtigen, erkennt Doppeldeutigkeiten nicht und bleibt so der...

9. September 2014

Beobachtungsverfahren in der Kommunikationswissenschaft

Beobachtungsverfahren in der Kommunikationswissenschaft

Von Herbert von Halem | Die Beobachtung bildet zusammen mit der Befragung und der Inhaltsanalyse den Kanon der Erhebungsmethoden der Kommunikationswissenschaft. Verglichen mit der Befragung und der Inhaltsanalyse ist ihr Stellenwert aber in Forschung und Lehre vergleichsweise gering. Gleichwohl sind Beobachtungsverfahren in verschiedenen Teildisziplinen des Fachs nicht wegzudenken. Das Beobachten von Journalisten oder Redaktionen hat beispielsweise eine lange Tradition in der deutschen Journalismusforschung. In der Aneignungsforschung wird die Beobachtung eingesetzt, um die räumliche Verortung und die Nutzung von Medien zu untersuchen. Die Messung und Protokollierung von Rezipientenreaktionen sind typisch für den...

6. Juni 2013

Standardisierung und Flexibilisierung als Herausforderungen der kommunikations- und publizistikwissenschaftlichen Forschung

Standardisierung und Flexibilisierung als Herausforderungen der kommunikations- und publizistikwissenschaftlichen Forschung

Von Herbert von Halem | Standardisierung bedeutet, Verfahrensweisen zu vereinheitlichen. Durch die Einhaltung anerkannter Regeln in der theoretischen Anlage, der Datengewinnung, -auswertung und Ergebnisdarstellung kann der wissenschaftliche Forschungsprozess vereinfacht und beschleunigt werden. Die Anpassung an geprüfte und für gut befundene Standards kann die Qualität der Forschung sichern und Ergebnisse verschiedener Analysen vergleichbar machen. Eine unreflektiert an bestehende Vorgaben angepasste Forschung läuft aber Gefahr, einer unangemessenen Homogenisierung Vorschub zu leisten, die Erkenntnisse jenseits der bekannten Pfade übersieht. Innovative Befunde lassen sich möglicherweise besser mittels flexibler...

6. Oktober 2012

Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft

Methodologische Herausforderungen und empirische Praxis

Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft

Von Herbert von Halem | Methodenkombinationen stehen auf der Liste der Qualitätsempfehlungen für die empirische Sozialforschung ganz oben, sind methodologisch aber kaum reflektiert und werden in der Praxis auch nicht alltäglich angewendet. Hier setzt das neu im Herbert von Halem Verlag erschienene Buch Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft. Methodologische Herausforderungen und empirische Praxis an. Der Band versammelt 34 ausgewählte Kommunikationswissenschaftler und Kommunikationswissenschaftlerinnen, die in 20 Beiträgen Studien vorstellen, in denen zwei oder mehr Methoden miteinander kombiniert werden. Diese Auswahl erfolgte durch eine Sichtung der beiden wichtigsten deutschsprachigen Fachzeitschriften...

27. September 2012

Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze

Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze

Von Herbert von Halem | Komparative Forschungsansätze sind auf dem Weg, sich zunehmend auch in der Medien- und Kommunikationswissenschaft zu etablieren. Die Auseinandersetzung mit den spezifischen methodischen Herausforderungen vergleichender Forschung ist allerdings noch nicht adäquat ausgebildet. Der Sammelband Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze setzt sich zum Ziel, diese vernachlässigte Diskussion anzustoßen und vertieft insbesondere methodologische Überlegungen im Kontext länder- und zeitvergleichender Studien. Dabei werden Verfahrensfragen der Analyselogik und Fallauswahl sowie die Modellierung von Zeitreihenanalysen beleuchtet und spezielle Messverfahren vorgestellt. Zudem wird...

6. Mai 2011

Dynamisch-Transaktional denken

Theorie und Empirie der Kommunikationswissenschaft

Dynamisch-Transaktional denken

Von Herbert von Halem | Der dynamisch-transaktionale Ansatz gehört mittlerweile trotz seiner Komplexität zum Grundwissen kommunikationswissenschaftlicher Forschung. Zwar ist der Anwendungskern die Rezeptions- und Wirkungsforschung, aber auch in anderen Feldern der Kommunikationswissenschaft erweist sich der Ansatz als nützlich. Der Sammelband umfasst zwölf Beiträge von Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Teildisziplinen des Fachs: der Rezeptions- und Wirkungsforschung, der Methoden-, Journalismus-, Öffentlichkeits- und Aneignungsforschung. Die Beiträge belegen, wie dynamisch-transaktionales Denken in die moderne Theorie- und Forschungsarbeit einfließen kann, sie decken aber auch Parallelen zu anderen,...

Zählen oder Verstehen?

Diskussion um die Verwendung quantitativer und qualitativer Methoden in der empirischen Kommunikationswissenschaft

Zählen oder Verstehen?

Von Herbert von Halem | Der Sammelband versucht, die Kristallisationspunkte der im Fach noch immer geführten Diskussion um qualitative und quantitative Verfahren exemplarisch nachzuzeichnen. Autoren der einen wie der anderen „Methodenschule“ stellen hier beispielhaft eigene empirische Ansätze vor, die sie nach dem Prinzip von Rede und Gegenrede dem kritischen Diskurs aussetzen. Zudem werden die Geschichte und methodologischen Grundpositionen dieses klassischen Methodendiskurses beleuchtet und in der Präsentation verschiedener Beispiele von Kombinationen qualitativer und quantitativer Verfahren auch Möglichkeiten zur Überwindung der herkömmlichen Methodendichotomie aufgezeigt. INHALTSVERZEICHNIS Andreas Fahr Zur...