KatalogThemenMethoden / Grundlagen

2. April 2019

Die Aggregation und Analyse von Zeitdaten im Agenda-Setting-Ansatz

Die Aggregation und Analyse von Zeitdaten im Agenda-Setting-Ansatz

Die Aggregation von Daten ist ein Verfahren, dass in der Agenda-Setting-Forschung häufig angewandt wird. So werden Individualdaten in Gruppen zusammengefasst oder Daten, die auf täglichen Umfragen basieren, auf Wochen- oder Monatsebene aggregiert und dann ausgewertet. Effekte der Aggregation, wie die Gefahr des ökologischen Fehlschlusses von Kollektivmerkmalen auf Individualmerkmale, sind hinreichend bekannt. Es mangelt jedoch an systematischen Analysen der Aggregation von linearen Zeitdaten, obwohl auch bei diesem Verfahren statistische Effekte plausibel sind. Wenn Daten systematisch verdichtet werden, kann sich dies möglicherweise auf die Interpretation von Ergebnissen auswirken, da diese...

30. März 2019

Neue Theorien entwickeln

Eine Einführung in die Grounded Theory, die Heuristische Sozialforschung und die Ethnographie anhand von Beispielen aus der Kommunikationsforschung

Neue Theorien entwickeln

Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller verändert; Globalisierung, Individualisierung, Ökonomisierung oder Mediatisierung sind Stichworte, unter denen dies diskutiert wird. Wie alle Sozialwissenschaften steht deshalb auch die empirische Kommunikationswissenschaft vor immer neuen Forschungsfragen und Forschungsfeldern. Wie aber entstehen neue gültige und brauchbare Theorien, die zu einem wissenschaftlich gültigen und praktisch brauchbaren Verständnis von Kultur und Gesellschaft beitragen? In dem vorliegenden Band geht es um eine anwendungsorientierte Einführung in die systematische Entwicklung von Theorien. Dazu werden im ersten Teil die Grundlagen theorieentwickelnder Forschung...

25. Juni 2018

Dynamische Prozesse der öffentlichen Kommunikation

Methodische Herausforderungen

Dynamische Prozesse der öffentlichen Kommunikation

Öffentliche Kommunikation wird in der Kommunikationswissenschaft auf theoretischer Ebene stets in ihrer Prozesshaftigkeit konzeptualisiert. Die Forschung interessiert sich für die Entstehungsprozesse von Medieninhalten, die Selektions- und Verarbeitungsprozesse der Mediennutzer und Medienwirkungsprozesse auf Mikro- und Makroebene. Zudem gerät die prozessuale Veränderung der Medienumgebung zusehends selbst auf die Forschungsagenda. Insbesondere das Internet stellt eine hochgradig dynamische und adaptive Plattform der öffentlichen Kommunikation dar. Diesem theoretischen Interesse an der Prozesshaftigkeit öffentlicher Kommunikation und ihren dynamischen Zusammenhängen steht jedoch eine Reihe...

18. März 2017

Differenzielle Rezeption, transaktionale Medienwirkungen und die Bewertung öffentlicher Kommunikationsmedien

Methodologische Betrachtungen zur TV-Programmforschung

Differenzielle Rezeption, transaktionale Medienwirkungen und die Bewertung öffentlicher Kommunikationsmedien

Medieninhaltsanalysen stehen häufig in der Kritik, die Rezeptionsweisen des Publikums in ihrer Methodik, Kategorienbildung und Dateninterpretation nicht ausreichend zu beachten. Diese Arbeit prüft für das Beispiel TV-Programmanalysen, inwiefern Urteile von Rezipienten und daraus abgeleitete Bewertungssysteme eine geeignete Alternative zur inhaltsanalytisch angelegten Medienqualitätsforschung sind. Bezug genommen wird auf Erkenntnisse aus der differenziellen Rezeptionsforschung sowie auf jenen Zweig der Wirkungsforschung, der von der Vorstellung von einem Kognitionszyklus bzw. vom Verstehen als Interaktion ausgeht. Die vorliegende Arbeit stellt fest, dass Medienangebot und Medienrezeption...

21. August 2015

Qualitätskriterien in der Inhaltsanalyse

Qualitätskriterien in der Inhaltsanalyse

Die Inhaltsanalyse ist für die Kommunikationswissenschaft die genuine Erhebungsmethode. Nur inhalts­analytisch lassen sich Medieninhalte empirisch erfassen und analysieren und nur inhaltsanalytisch kann demnach eine Antwort auf die Frage gefunden werden, mit welchen potenziell beeinflussenden Inhalten der Rezipient, überhaupt in Kontakt kommt. Mit der Anwendung und stetigen Weiterentwicklung der Inhaltsanalyse ergibt sich für die Kommunikationswissenschaft die Möglichkeit, sich im Vergleich mit anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen ein Kompetenzfeld im Bereich der Erhebungsmethoden zu sichern. Dabei ist die Sicherung und Förderung der Qualität von Inhaltsanalysen und die Weiterentwicklung...

1. Dezember 2014

Automatisierung in der Inhaltsanalyse

Automatisierung in der Inhaltsanalyse

Die Inhaltsanalyse steht als zentrale Erhebungsmethode der Kommunikationswissenschaft angesichts der voranschreitenden technologischen Entwicklungen vor der großen Herausforderung, einzelne Prozesse zu automatisieren. Durch eine (Teil-)Automatisierung der Inhaltsanalyse kann mehr Material codiert werden, es fallen weniger Codierfehler an und nicht zuletzt werden Kosten eingespart. Dagegen stehen Einschränkungen, die schon in den letzten Jahrzehnten diskutiert wurden, aber nichts an Aktualität verloren haben: Computergestützte Codierung kann im Gegensatz zu menschlichen Codierern kein Kontext bei den Codierentscheidungen berücksichtigen, erkennt Doppeldeutigkeiten nicht und bleibt so der...

9. September 2014

Beobachtungsverfahren in der Kommunikationswissenschaft

Beobachtungsverfahren in der Kommunikationswissenschaft

Die Beobachtung bildet zusammen mit der Befragung und der Inhaltsanalyse den Kanon der Erhebungsmethoden der Kommunikationswissenschaft. Verglichen mit der Befragung und der Inhaltsanalyse ist ihr Stellenwert aber in Forschung und Lehre vergleichsweise gering. Gleichwohl sind Beobachtungsverfahren in verschiedenen Teildisziplinen des Fachs nicht wegzudenken. Das Beobachten von Journalisten oder Redaktionen hat beispielsweise eine lange Tradition in der deutschen Journalismusforschung. In der Aneignungsforschung wird die Beobachtung eingesetzt, um die räumliche Verortung und die Nutzung von Medien zu untersuchen. Die Messung und Protokollierung von Rezipientenreaktionen sind typisch für den...

6. Juni 2013

Standardisierung und Flexibilisierung als Herausforderungen der kommunikations- und publizistikwissenschaftlichen Forschung

Standardisierung und Flexibilisierung als Herausforderungen der kommunikations- und publizistikwissenschaftlichen Forschung

Standardisierung bedeutet, Verfahrensweisen zu vereinheitlichen. Durch die Einhaltung anerkannter Regeln in der theoretischen Anlage, der Datengewinnung, -auswertung und Ergebnisdarstellung kann der wissenschaftliche Forschungsprozess vereinfacht und beschleunigt werden. Die Anpassung an geprüfte und für gut befundene Standards kann die Qualität der Forschung sichern und Ergebnisse verschiedener Analysen vergleichbar machen. Eine unreflektiert an bestehende Vorgaben angepasste Forschung läuft aber Gefahr, einer unangemessenen Homogenisierung Vorschub zu leisten, die Erkenntnisse jenseits der bekannten Pfade übersieht. Innovative Befunde lassen sich möglicherweise besser mittels flexibler...

6. Oktober 2012

Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft

Methodologische Herausforderungen und empirische Praxis

Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft

Methodenkombinationen stehen auf der Liste der Qualitätsempfehlungen für die empirische Sozialforschung ganz oben, sind methodologisch aber kaum reflektiert und werden in der Praxis auch nicht alltäglich angewendet. Hier setzt das neu im Herbert von Halem Verlag erschienene Buch Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft. Methodologische Herausforderungen und empirische Praxis an. Der Band versammelt 34 ausgewählte Kommunikationswissenschaftler und Kommunikationswissenschaftlerinnen, die in 20 Beiträgen Studien vorstellen, in denen zwei oder mehr Methoden miteinander kombiniert werden. Diese Auswahl erfolgte durch eine Sichtung der beiden wichtigsten deutschsprachigen Fachzeitschriften...

27. September 2012

Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze

Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze

Komparative Forschungsansätze sind auf dem Weg, sich zunehmend auch in der Medien- und Kommunikationswissenschaft zu etablieren. Die Auseinandersetzung mit den spezifischen methodischen Herausforderungen vergleichender Forschung ist allerdings noch nicht adäquat ausgebildet. Der Sammelband Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze setzt sich zum Ziel, diese vernachlässigte Diskussion anzustoßen und vertieft insbesondere methodologische Überlegungen im Kontext länder- und zeitvergleichender Studien. Dabei werden Verfahrensfragen der Analyselogik und Fallauswahl sowie die Modellierung von Zeitreihenanalysen beleuchtet und spezielle Messverfahren vorgestellt. Zudem wird...