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6. Mai 2011

Das Medienrecht und die Ökonomie der Aufmerksamkeit

In Sachen Dieter Bohlen, Maxim Biller, Caroline von Monaco u.a

Das Medienrecht und die Ökonomie der Aufmerksamkeit

Von Herbert von Halem | Die Öffentlichkeit der Medien ist durchlässig geworden für das Private. Autobiografische Romane, Talk-Shows, fotografierende Paparazzi etc. betreiben, den Gesetzen der Ökonomie der Aufmerksamkeit gehorchend, die permanente Grenzüberschreitung. Es wäre kurzsichtig, es bei dieser Beobachtung bewenden zu lassen. Die Öffentlichkeit schwingt in neue Ordnungszustände ein: Sie fragmentiert sich in neue Medienformate, neue Varianten der Identitätsbildung, neue Kommunikationsweisen, und bildet neue Teilöffentlichkeiten heraus, die anderen Regeln folgen als der einfachen Unterscheidung von Privatem und Öffentlichem. Dies gilt vor allem für die Unterhaltungsöffentlichkeit. Die Rechtsprechung...

Recht anschaulich

Visualisierung der Juristenausbildung

Recht anschaulich

Von Herbert von Halem | Das Zeitalter der Bücher, die so genannte “Gutenberg-Galaxis” (McLuhan), ist von der Epoche der elektronischen Medien abgelöst worden, die neben der Schrift Ton und Bild verbreiten. Nur das Recht ist ein noch beinahe bildfreier Raum. Im Zuge des kulturellen Wandels ist die Fixierung des Rechts auf das gesprochene und vor allem auf das geschriebene Wort regelrecht zu einer Zugangsbarriere geworden, und zwar nicht bloß für das allgemeine Publikum, sondern gerade auch für Studierende. In der Visualisierung des Lehrstoffes liegt ein Weg, diese Barriere abzubauen. Es geht aber nicht bloß um die Funktionalität von Bildern im Recht. Es geht vielmehr darum, dass das Recht auf Dauer...