KatalogThemenMedienphilosophie

6. Mai 2011

Im Wartesaal der Möglichkeiten

Lebensvarianten in der Postmoderne

Im Wartesaal der Möglichkeiten

Von Herbert von Halem | Während sich das 19. Jahrhundert die Zeit noch als unteilbar, als kontinuierliches Werden vorstellte, entstand im 20. Jahrhundert ein Bewusstsein für die Gleichzeitigkeit paralleler Leben. Arthur Rimbaud hat die Formel für die postmoderne Existenzform schon vorweggenommen: Ich ist ein anderer. Indem der Konjunktiv des Lebens uns zu denken gibt, formt er unser Selbstbild. Lebensvarianten versteht Michael Lommel in seinem Buch als Verzweigungen der Zeit. Mögliche Leben begleiten unser wirkliches Leben, sei es in glücklicher oder unglücklicher Hinsicht. In der Einbildungskraft, in Träumen und Tagträumen führen sie ein Eigen-Leben – und im Spielraum der Künste können sie aus der Möglichkeitsform...

Der kulturindustrielle Machtkomplex

Neue kritische Kommunikationsforschung über Medien, Werbung und Politik

Der kulturindustrielle Machtkomplex

Von Herbert von Halem | Dieter Prokop kritisiert an der Kommunikationsforschung, dass sie sich darauf beschränkt, Wissen für Manager und Spitzenpolitiker zur Verfügung zu stellen und dass sie deshalb in den Medien ‘Arenen’ sieht, in denen sich Stars, Politiker und Marken zu ‘positionieren’ haben. Dagegen setzt er die Analyse des ökonomischen und politischen Gesamtzusammenhangs von Medien, Wirtschaft, Werbung und Politik. Er analysiert die im ‘kulturindustriellen Machtkomplex’ vorhandenen Interessenlagen. Prokop zeigt, dass die am kulturindustriellen Machtkomplex Beteiligten das gemeinsame Interesse haben, den Verstand der Bevölkerung zu ignorieren und nur Gefühle und Stimmungen...

Das Nichtidentische der Kulturindustrie

Neue Kritische Kommunikationsforschung über das Kreative der Medien-Waren

Das Nichtidentische der Kulturindustrie

Von Herbert von Halem | Dieses Buch präsentiert zwei Aufsätze von Dieter Prokop aus der Zeitschrift für kritische Theorie, in neu bearbeiteten und ergänzten Fassungen. Darin vertritt Prokop ein neues “negativ-dialektisches Kulturindustrie-Paradima”. Seine neue kritische Kommunikationsforschung möchte “im Schutt der Waren nach Wahrheit wühlen”. An den Klassikern der Frankfurter Schule kritisiert Prokop, dass sie die kritische Theorie nie richtig auf die Kulturindustrie angewandt haben, sondern jene ausschließlich als Reich des Bösen ansahen. Prokop möchte die Kulturindustrie differenzierter sehen – mit den Mitteln der kritischen Theorie. Er greift Adornos Thesen über den Warentausch...

Media Synaesthetics

Konturen einer physiologischen Medienästhetik

Media Synaesthetics

Von Herbert von Halem | Der Band Media Synaesthetics untersucht die Wechselwirkung und das Zusammenspiel zwischen Medien und Sinnen. Die Autorinnen und Autoren diskutieren theoretische Konzepte zur Synästhesie der Wahrnehmung und setzen sich mit synästhetischen Spielformen der künstlerischen Praxis auseinander. Media Synaesthetics ist darauf angelegt, die medialen Koppelungen der Sinne und Affekte, das heißt: Konturen einer physiologischen Medienästhetik, zu markieren. Das Erkenntnisinteresse richtet sich dabei weniger auf anthropologische Konstanten oder Sinneshierarchien als auf Inszenierungsweisen, Überschneidungen und Umbrüche der Sinne, auf mediale Anatomien und Schnittstellen der Einbildungskraft.

5. Mai 2011

Subjektivität und Öffentlichkeit

Kulturwissenschaftliche Grundlagenprobleme virtueller Welten

Subjektivität und Öffentlichkeit

Von Herbert von Halem | Die sogenannten Kulturwissenschaften stehen heute vor einer Anzahl grundlegender Herausforderungen. Zum einen die kulturelle Herausforderung, die von dem internetinduzierten aktuellen Medienwandel ausgeht. Zum anderen die Herausforderung, die sich mit dem Projekt der Ausbildung eines kulturwissenschaftlichen Fächernetzwerks verbindet, in dem die spezialistisch ausdifferenzierten Human- und Geisteswissenschaften am Leitfaden eines weitgefaßten Kulturkonzepts eine im anspruchsvollen Sinn transdisziplinäre Kooperationsform entwickeln. Die Autoren dieses Bandes führen vor Augen, welchen Beitrag die kulturwissenschaftliche Grundlagenforschung zur Analyse und Mitgestaltung der neuen Medienverhältnisse...