KatalogThemenKommunikationswissenschaft allg.

27. Februar 2020

Krisenkommunikation komplex

11 Analysen prominenter Fälle mit medialer Einordnung und Nachbetrachtung beteiligter Experten

Krisenkommunikation komplex

Handelsstreit, Atomkonflikt oder Klimastreik – Krisen prägen derzeit die Welt. Doch auch hierzulande bestimmen Krisen den Alltag. Nicht zuletzt auch, weil die mediale Aufmerksamkeit und damit die Reichweite oft genug steigt. Durch Fehler in der eigenen Kommunikation entstehen Unternehmen, Personen oder Organisationen in entsprechend angespannten Zeiten erhebliche wirtschaftliche Schäden – insbesondere durch den Verlust von Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Doch welche Strategien wählen betroffene Institutionen? In jedem Fall erfordert es in der heutigen Zeit einen professionellen Umgang mit Krisen, um größeren Schaden für alle Beteiligten abzuwenden. Ziel dieses Buches ist es, das wichtige...

29. Januar 2020

Medienkritik zwischen ideologischer Instrumentalisierung und kritischer Aufklärung

Medienkritik zwischen ideologischer Instrumentalisierung und kritischer Aufklärung

Medienkritik, lange Zeit ein Betätigungsfeld für Journalisten und Intellektuelle ist im Zuge der Lügenpresse-Vorwürfe, der Kritik an sogenannten System-Medien, der Debatte über Fake-News und alternative Fakten zu einer Art „Breitensport“ geworden, an dem sich alle mit Internetzugang auf einer Vielzahl von Kanälen beteiligen können. Medienkritik findet sich inzwischen nicht nur in Formaten klassischer Massenmedien oder Leser- und Zuschauerzuschriften, sondern in Watchblogs, in Online-Kommentaren und -Foren, auf Facebook-Profilen, in Internet-Fernsehkanälen, auf Twitter, in Youtube-Videos oder –Kanälen, in Online-Faktenchecks und mehr und diversen Satiresendungen des Fernsehens. Der...

16. Dezember 2019

Historische Medienwirkungsforschung

Ansätze, Methoden und Quellen

Historische Medienwirkungsforschung

Das lange 20. Jahrhundert seit 1890 gilt als ›Jahrhundert der Massenmedien‹ und es ist wiederholt gefordert worden, dass eine Zeitgeschichte immer auch die ›Zeitgeschichtsschreibung der Mediengesellschaft‹ sein müsse. Trotzdem sind kommunikationsgeschichtliche Arbeiten, die sich explizit mit der Wirkung von Medien auf die jeweilige Gesellschaft befassen und nach ihren Effekten, nach Rezeptionen oder Anschlusskommunikationen im historischen Zeitverlauf fragen, immer noch selten. Die Kommunikationswissenschaft vermisst ihre vertrauten Instrumente wie Umfragen oder Interviews, und in der Geschichtswissenschaft herrschen häufig noch sehr einfache Wirkungsannahmen vor. Der Sammelband bringt...

6. Dezember 2019

Scandalogy 2

Cultures of Scandals – Scandals in Culture

Scandalogy 2

Mitte März 2018 skandalisierten Medien die Datenberatungsfirma Cambridge Analytica und den Milliardenkonzern Facebook wegen fragwürdiger Methoden, die während der Brexit-Kampagne und des US-Wahlkampfs 2016 Anwendung fanden. Die Affäre um die beiden Unternehmen machte deutlich, dass viele Skandalfälle nicht an Ländergrenzen Halt machen und je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich beurteilt werden. „Scandalogy 2: Cultures of Scandals – Scandals in Cultures“ vereint aktuellste Forschungsergebnisse internationaler Forscher zum Themenfeld “Skandale”. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Skandalberichterstattung, etwa durch eine Langzeitstudie in Großbritannien oder...

14. November 2019

Öffentlichkeit in unsicheren Zeiten

Zur Analyse öffentlicher Kommunikation in Revolutionen

Öffentlichkeit in unsicheren Zeiten

Die Komplexität öffentlicher Kommunikation ist seit einigen Jahren wieder in den Fokus der gesellschaftlichen Debatte gerückt. Der Wandel der Gesellschaft durch die voranschreitende Digitalisierung bildet hierfür den Kontext. Dass sich dabei auch die öffentliche Kommunikation wandelt, ist kaum mehr bestritten. Es bleiben aber die Fragen, worin der Wandel besteht und wie er sich beschreiben lässt. Diese Fragen sind nur mit einer historischen Perspektive zu beantworten, denn erst mit dem Blick auf vergangene Entwicklungen lassen sich gegenwärtige Kommunikationsphänomene einordnen. Damit dies gelingen kann, bedarf es der systematischen Analyse öffentlicher Kommunikation im Gestern wie auch...

11. September 2019

Measuring Media Use and Exposure

Recent Developments and Challenges

Measuring Media Use and Exposure

Die präzise Erfassung der Mediennutzung bzw. genutzter Medieninhalte stellt eine der zentralen methodischen Herausforderungen für die Kommunikationswissenschaft dar. Vor diesem Hintergrund kommt neuen Kommunikationstechnologien eine besondere Bedeutung zu, da sie bestehende Nutzungsweisen verändern und zur Etablierung neuer Nutzungsweisen beitragen. Neue Kommunikationstechnologien stellen allerdings nicht nur eine Herausforderung dar, sondern sie eröffnen auch neue Möglichkeiten für die Messung von Mediennutzung. Der vorliegende Band widmet sich deshalb aktuellen Entwicklungen und Trends bei der Erfassung von Mediennutzung und rezipierten Inhalten. Die Beiträge beschäftigen sich neben...

7. Juni 2019

Von „Wirtschaftsflüchtlingen“ und „Willkommenskultur“

Fluchtberichterstattung abseits des Politikressorts

Von „Wirtschaftsflüchtlingen“ und „Willkommenskultur“

2015 sorgten Hunderttausende geflüchtete Menschen in den deutschen Zeitungen für Schlagzeilen und machten Flucht einmal mehr zum Thema der Kommunikationswissenschaft. Wurde über Geflüchtete zuvor gar nicht oder wenn, dann oft negativ berichtet, stellt sich im Kontext der viel beschworenen „Willkommenskultur“ eine neue Frage an den Journalismus: Gibt es neben der ereigniszentrierten Politikberichterstattung andere, wirtschafts- und kulturjournalistische, Perspektiven auf das Thema Flucht und wenn ja, welche? Diese Frage beantwortet das Buch mit einer quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse von rund 300 Zeitungsartikeln im Wirtschafts- und Kulturressort der Frankfurter Allgemeinen...

Orientierung durch Suchmaschinen

Ein dynamisch-transaktional gedachtes Modell

Orientierung durch Suchmaschinen

Die Mediengeschichte ist geprägt von der Entwicklung immer neuer Medien. Jedes neue Medium hat die Menge und Komplexität der verfügbaren Inhalte erhöht und dabei neue Orientierungsbedürfnisse geschaffen. Dieser Unübersichtlichkeit ist bislang durch Meta-Orientierungsangebote begegnet worden, die über Medien orientieren sollen, um ihre Nutzbarkeit zu gewährleisten. Mehr Medien erforderten bislang also noch mehr Medien, um nutzbar zu bleiben – ein Phänomen, das als Infor­mations­paradoxon bezeichnet werden kann. Unter den Produktions- und Re­zeptionsbedingungen der tra­ditionellen Massenmedien kann dieser Prozess kein Ende haben. Allerdings zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab:...

30. Januar 2019

Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien

Der Umgang der Presse mit Parteien- und Medienpopulismus im Europawahlkampf 2014

Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien

Seit einigen Jahren erleben populistische Parteien in Europa einen Aufschwung. Oft wird betont, dass die Massenmedien einen Anteil daran haben, etwa weil sie populistischen Akteuren in der Berichterstattung eine Bühne bieten oder durch populistische Kommentare spezifische Denkmuster legitimieren. Systematische und ländervergleichende Studien über die effektive Rolle der Medien fehlen allerdings noch weitgehend. Franzisca Schmidt zeigt anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse der Parteien- und Medienkommunikation in vier Ländern, wie die Presse im Vorfeld der Europawahlen 2014 mit populistischer Kommunikation umgegangen ist. Dabei untersucht sie, inwiefern spezifische Formen des Parteienpopulismus...

13. Dezember 2018

Die (un-)sichtbare Religion

Wandel des christlichen Bilderrepertoires in der visuellen Kultur

Die (un-)sichtbare Religion

Die Rede von der „neuen Sichtbarkeit“ der Religion ist momentan allgegenwärtig. Doch es fehlt in der Medienforschung an Belegen für diese These, insbesondere in Bezug auf visuelle Medien. Tanja Maier analysiert erstmals die Sichtbarkeit der christlichen Religion in deutschsprachigen Zeitschriften von 1949 bis heute. Sie zeigt anhand zahlreicher Beispiele aus Bunte, Stern und Spiegel, wie Zeitschriften christliche Bildmotive auswählen und einsetzen – und wie diese Motive sowohl sozio-kulturell als auch im historischen Verlauf tradiert und transformiert werden. Der Wandel des christlichen Bilderrepertoires wird dabei aus zwei Perspektiven untersucht: Die erste Perspektive zeigt, wie Zeitschriften...