KatalogThemenKommunikationswissenschaft allg.

13. Juni 2019

Scandalogy 2

Cultures of Scandals – Scandals in Culture

Scandalogy 2

Mitte März 2018 skandalisierten Medien die Datenberatungsfirma Cambridge Analytica und den Milliardenkonzern Facebook wegen fragwürdiger Methoden, die während der Brexit-Kampagne und des US-Wahlkampfs 2016 Anwendung fanden. Die Affäre um die beiden Unternehmen machte deutlich, dass viele Skandalfälle nicht an Ländergrenzen Halt machen und je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich beurteilt werden. „Scandalogy 2: Cultures of Scandals – Scandals in Cultures“ vereint aktuellste Forschungsergebnisse internationaler Forscher zum Themenfeld “Skandale”. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Skandalberichterstattung, etwa durch eine Langzeitstudie in Großbritannien...

7. Juni 2019

Von „Wirtschaftsflüchtlingen“ und „Willkommenskultur“

Fluchtberichterstattung abseits des Politikressorts

Von „Wirtschaftsflüchtlingen“ und „Willkommenskultur“

2015 sorgten Hunderttausende geflüchtete Menschen in den deutschen Zeitungen für Schlagzeilen und machten Flucht einmal mehr zum Thema der Kommunikationswissenschaft. Wurde über Geflüchtete zuvor gar nicht oder wenn, dann oft negativ berichtet, stellt sich im Kontext der viel beschworenen „Willkommenskultur“ eine neue Frage an den Journalismus: Gibt es neben der ereigniszentrierten Politikberichterstattung andere, wirtschafts- und kulturjournalistische, Perspektiven auf das Thema Flucht und wenn ja, welche? Diese Frage beantwortet das Buch mit einer quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse von rund 300 Zeitungsartikeln im Wirtschafts- und Kulturressort der Frankfurter Allgemeinen...

Orientierung durch Suchmaschinen

Ein dynamisch-transaktional gedachtes Modell

Orientierung durch Suchmaschinen

Die Mediengeschichte ist geprägt von der Entwicklung immer neuer Medien. Jedes neue Medium hat die Menge und Komplexität der verfügbaren Inhalte erhöht und dabei neue Orientierungsbedürfnisse geschaffen. Dieser Unübersichtlichkeit ist bislang durch Meta-Orientierungsangebote begegnet worden, die über Medien orientieren sollen, um ihre Nutzbarkeit zu gewährleisten. Mehr Medien erforderten bislang also noch mehr Medien, um nutzbar zu bleiben – ein Phänomen, das als Infor­mations­paradoxon bezeichnet werden kann. Unter den Produktions- und Re­zeptionsbedingungen der tra­ditionellen Massenmedien kann dieser Prozess kein Ende haben. Allerdings zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab:...

30. Januar 2019

Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien

Der Umgang der Presse mit Parteien- und Medienpopulismus im Europawahlkampf 2014

Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien

Seit einigen Jahren erleben populistische Parteien in Europa einen Aufschwung. Oft wird betont, dass die Massenmedien einen Anteil daran haben, etwa weil sie populistischen Akteuren in der Berichterstattung eine Bühne bieten oder durch populistische Kommentare spezifische Denkmuster legitimieren. Systematische und ländervergleichende Studien über die effektive Rolle der Medien fehlen allerdings noch weitgehend. Franzisca Schmidt zeigt anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse der Parteien- und Medienkommunikation in vier Ländern, wie die Presse im Vorfeld der Europawahlen 2014 mit populistischer Kommunikation umgegangen ist. Dabei untersucht sie, inwiefern spezifische Formen des Parteienpopulismus...

13. Dezember 2018

Die (un-)sichtbare Religion

Wandel des christlichen Bilderrepertoires in der visuellen Kultur

Die (un-)sichtbare Religion

Die Rede von der „neuen Sichtbarkeit“ der Religion ist momentan allgegenwärtig. Doch es fehlt in der Medienforschung an Belegen für diese These, insbesondere in Bezug auf visuelle Medien. Tanja Maier analysiert erstmals die Sichtbarkeit der christlichen Religion in deutschsprachigen Zeitschriften von 1949 bis heute. Sie zeigt anhand zahlreicher Beispiele aus Bunte, Stern und Spiegel, wie Zeitschriften christliche Bildmotive auswählen und einsetzen – und wie diese Motive sowohl sozio-kulturell als auch im historischen Verlauf tradiert und transformiert werden. Der Wandel des christlichen Bilderrepertoires wird dabei aus zwei Perspektiven untersucht: Die erste Perspektive zeigt, wie Zeitschriften...

4. Dezember 2018

Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten

Zum kollektiven Umgang mit Medien- und Gesellschaftswandel

Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten

„Woran festhalten, in einer Welt im Wandel?“ Mit dieser Frage sehen sich viele Menschen in Zeiten konfrontiert, in denen sie kontinuierlichen Wandel in der Gesellschaft und in ihren Lebenswelten wahrnehmen. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der zunehmenden Durchdringung des Alltags mit Medien ist auch der Medienwandel maßgeblich an Veränderungen in Beziehungen zu anderen Menschen und der Umwelt beteiligt. Wie der Autor zeigt, steht Mediennostalgie als affektive Zuwendung zur Vergangenheit für eine Sehnsucht nach dem Liebgewonnenen und Bedeutungsvollen, das durch diesen Wandel für manche verloren gegangen ist. Der nostalgische Umgang mit Verlusterfahrungen sowie Gefühlen von...

26. März 2018

Großer Sport, große Show, große Wirkung?

Empirische Analysen zu Olympischen Spielen und Fußballgroßereignissen

Großer Sport, große Show, große Wirkung?

Sportgroßereignisse wie Olympische Spiele oder Fußballweltmeisterschaften sind die weltweiten Mega-Events, die nicht nur großen Sport, sondern auch große Show versprechen. Sie werden im großen Stile inszeniert, kommentiert, vermarktet und verhandelt. Aufgrund ihrer hohen Attraktivität in der Breite der Gesellschaft haben solche Mega-Events zudem ein enormes Wirkpotenzial – auch abseits des Sports. Kulturelle, gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Systeme sind mittelbar oder unmittelbar von diesen Mega-Events betroffen und nutzen die Sportgroßereignisse nicht selten für eigene Zwecke. Der vorliegende Band setzt sich anhand von ausgewählten Analysen mit diesen Themen auseinander...

23. März 2018

Medienstress durch Smartphones?

Eine quantitative und qualitative Analyse

Medienstress durch Smartphones?

In den letzten Jahren fand eine verstärkte Diskussion statt, die einen Zusammenhang zwischen gesteigerter digitaler Mediennutzung einerseits und dem Entstehen psychischer Krankheiten (wie Erschöpfungsdepression oder Burnout) andererseits behauptet. In der (populär)wissenschaftlichen Diskussion kam es dabei zu einer teils plakativen Zuspitzung von Verdichtungswirkungen. Die vorliegende Arbeit nimmt hier eine differenzierte und analytische Haltung ein und greift auf die Theorie der Conservation of Resource von Stevan E. Hobfoll zurück. Danach handeln Menschen mit Medien, weil sie ihre Ressourcen erhalten und ausweiten wollen. Ressourcen sind hierbei alles, was Menschen wichtig ist und was sie...

22. Februar 2018

Measuring Media Use and Exposure

Recent Developments and Challenges

Measuring Media Use and Exposure

Die präzise Erfassung der Mediennutzung bzw. genutzter Medieninhalte stellt eine der zentralen methodischen Herausforderungen für die Kommunikationswissenschaft dar. Vor diesem Hintergrund kommt neuen Kommunikationstechnologien eine besondere Bedeutung zu, da sie bestehende Nutzungsweisen verändern und zur Etablierung neuer Nutzungsweisen beitragen. Neue Kommunikationstechnologien stellen allerdings nicht nur eine Herausforderung dar, sondern sie eröffnen auch neue Möglichkeiten für die Messung von Mediennutzung. Der vorliegende Band widmet sich deshalb aktuellen Entwicklungen und Trends bei der Erfassung von Mediennutzung und rezipierten Inhalten. Die Beiträge beschäftigen sich neben...

15. Februar 2018

Scandalogy: An Interdisciplinary Field

Scandalogy: An Interdisciplinary Field

Die Enthüllung der Panama Papers im April 2016 machte erneut deutlich, welche globale Wirkmacht Skandale entfalten können. Skandale bringen Politiker zu Fall, stürzen Wirtschaftslenker und beenden Sportkarrieren. Sie kommen in jedem gesellschaftlichen Feld vor, führen zu enormer medialer Berichterstattung und zu einer lebhaften öffentlichen Diskussion über Werte und Normen – sie sind ein soziales Phänomen. Als solches stellen Skandale sehr häufig auch einen Forschungsgegenstand unterschiedlicher Wissenschaften dar: Politikwissenschaftler analysieren zum Beispiel die Funktionsfähigkeit von politischen Regeln und Institutionen, die Kommunikationswissenschaft untersucht mögliche Wirkungen...