KatalogReihenErfahrung – Wissen – Imagination

1. Juli 2008

Visuelle Wissenssoziologie

Theoretische Konzeption und materiale Analysen

Visuelle Wissenssoziologie

Angesichts der Medialisierung moderner Gesellschaften ist die Frage nach den Rückwirkungen der Bilder und ihrer Medien auf das menschlichen Darstellen, Deuten und Wissen aktueller denn je. Die visuelle Soziologie erlebt derzeit eine Renaissance, ist aber sowohl in ihrer theoretischen Fundierung als auch im Hinblick auf ihre Methodologie und methodisch-analytische Absicherung noch defizitär, zumal sie die Film- und Videoanalyse beinahe ausblendet. Jürgen Raab legt eine visuelle Wissenssoziologie als anthropologisch und phänomenologisch begründete Kommunikations- und Medienwissenschaft vor. Die Basis seiner theoretischen Konzeption bilden semi-professionelle Film- und Videoproduktionen. Drei...

1. November 2007

Handbuch Wissenssoziologie und Wissensforschung

Handbuch Wissenssoziologie und Wissensforschung

Wissenssoziologie und Wissensforschung stellen einen aktuellen, lebendigen, polykontexturalen und kontroversen Forschungsbereich in den Sozialwissenschaften dar. Zusammen mit ihrem ›Gegenstand‹, dem ›Wissen‹ in seinen verschiedenen sozialen, politischen und kulturellen Formen und Dimensionen, gewinnen auch diese Disziplinen immer mehr an gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Relevanz. In über 60 Einzelbeiträgen gibt das erste deutschsprachige Handbuch seiner Art einen systematischen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand, über aktuelle Entwicklungen wie auch über interdisziplinäre Anknüpfungspunkte in einer Vielzahl von sozialwissenschaftlichen Forschungsfeldern. Die...

1. August 2007

Lebenswelt, Identität und Gesellschaft

Schriften zur Wissens- und Protosoziologie

Lebenswelt, Identität und Gesellschaft

Thomas Luckmann nahm durch seine Neubegründung der Wissenssoziologie gemeinsam mit Peter L. Berger sowie durch die Etablierung einer phänomenologisch orientierten konstruktivistischen Soziologie maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Disziplin. Klassische, in der Forschung bereits viel diskutierte Texte sind hier kombiniert mit erstmals übersetzten Beiträgen: Präsentiert werden grundlagentheoretische Schriften zur Phänomenologie und Protosoziologie, Analysen zu den Themenbereichen Sinnrekonstruktion in den Sozialwissenschaften, Zeittheorie und Identität sowie Abhandlungen zur Kommunikation.

1. April 2006

Neue Perspektiven der Wissenssoziologie

Neue Perspektiven der Wissenssoziologie

Mit der Reflexion der Gegenstände verbindet Wissenssoziologie immer auch die Reflexion auf sich selbst. Sie stößt dabei notgedrungen auf die Grenzen des Wissens und die Begrenztheit des soziologischen Blicks. Wo es der Wissenssoziologie um die Analyse der Konstitutionsbedingungen, der Anlässe, der historischen Einbettungen und der Kommunikationsformen gesellschaftlicher Wissenskonstruktionen geht, besteht ihr Projekt in der Abklärung gesellschaftlichen Wissens durch exemplarische Re- und Dekonstruktionen gesellschaftlicher Konstruktion von Wirklichkeit. Der Sammelband nimmt eine Standortbestimmung der Wissenssoziologie vor – aus theoretischer, methodologischer, empirischer und historischer...

1. Oktober 2005

Die diskursive Konstruktion von Wirklichkeit

Zum Verhältnis von Wissenssoziologie und Diskursforschung

Die diskursive Konstruktion von Wirklichkeit

Wissenssoziologie und Diskursforschung gingen bislang getrennte Wege. Die hermeneutische Wissenssoziologie fokussierte Methodologie und Methoden der empirischen Analyse von Wissen und die Rekonstruktion von Wissensbeständen sozialer Akteure; die diskurstheoretisch fundierte Forschung untersuchte Prozesse institutionell eingebetteter Wissensproduktion. Der Sammelband fragt quer zu dieser tradierten Trennung nach dem analytischen Potenzial der These einer diskursiven Konstruktion von gesellschaftlicher Wirklichkeit und erörtert die Nahtstellen zwischen hermeneutischer Wissenssoziologie und poststrukturalistischer Diskursforschung.

1. Juli 2005

Erving Goffman: Rede-Weisen

Formen der Kommunikation in sozialen Situationen

Erving Goffman: Rede-Weisen

Der Band versammelt Aufsätze, in denen sich Goffman mit verschiedenen Aspekten der Kommunikation auseinandersetzt. Er tut dies in der ihm eigenen, höchst originellen und geistvollen Weise – vor allem aber analytisch folgenreich. Genau genommen handelt es sich um eine Fortführung und Ausarbeitung desjenigen Ansatzes, mit dem seine Rahmenanalyse endet. Goffman wendet sich hier dem Sprechen in alltäglichen Situationen zu. Seine besondere Beachtung nonverbaler Aspekte macht deutlich, dass Sprechen immer Teil einer sozialen Situation ist, was bei der Analyse von Kommunikation nicht außer Acht gelassen werden darf. Das Buch richtet sich an alle, die sich mit Sprache, Interaktion und sozialen...

1. Februar 2004

Organisierte Armut

Sozialhilfe aus wissenssoziologischer Sicht

Organisierte Armut

Im modernen Sozialstaat ist die öffentliche Sozialhilfe die zuständige Instanz der Armutsbearbeitung. Christoph Maeder und Eva Nadai untersuchen aus einer wissenssoziologischen Perspektive die Organisation der Sozialhilfe in fünf kommunalen Verwaltungen der Schweiz. Auf der Grundlage von ethnographischen Beschreibungen zeigen sie, wie gesetzliche Vorgaben und allgemeine Grundprinzipien der Sozialhilfe vor Ort umgesetzt und die Modalitäten der Unterstützung im Einzelfall zwischen Sozialarbeitern und Klienten ausgehandelt werden: Im Sozialamt wird individuelle Bedürftigkeit in anerkannte Armut übersetzt. Dabei handelt es sich um einen sozialen Konstruktionsprozess, an dem die Sozialarbeiter...

1. Juni 2002

Wissen und Gesellschaft

Ausgewählte Aufsätze 1981–2002

Wissen und Gesellschaft

Das von Thomas Luckmann und Peter Berger verfasste »The Social Construction of Reality« (1966) begründete den Sozialkonstruktivismus und zählt noch immer zu den meistgelesenen soziologischen Werken. Durch eine Verknüpfung der Erkenntnisse aus der philosophischen Anthropologie Plessners und Gehlens mit der Phänomenologie von Husserl und Schütz gelang es, über Mannheim, Scheler und Marx hinausgehend, die Wissenssoziologie neu auszurichten: auf eine Analyse der Strukturen des Wissens in der Alltagswelt. Diesen Ansatz entwickelte Thomas Luckmann konsequent weiter. »Wissen und Gesellschaft« enthält elf Aufsätze, die zwischen 1980 und 2002 entstanden sind. Sie erstrecken sich von der phänomenologischen...