KatalogReihenedition KHM

17. Mai 2022

Künste und Apparate

Berichte aus einem Labor (1995-2005)

Künste und Apparate

LAB. Jahrbuch für Künste und Apparate wurde Mitte der 1990er-Jahre durch den Künstler und Theoretiker Jürgen Claus zunächst als Zeitschrift in einer Nullnummer erprobt. Ein Jahr später entwickelten Hans Ulrich Reck und Siegfried Zielinski, zusammen mit über die Jahre wechselnden Partnern, das Konzept eines international profilierten Jahrbuches. Es sollte nicht der Selbstdarstellung der KHM dienen, sondern eine Plattform eröffnen für Beiträge aus der ganzen Welt. Eine zweite Eigenheit war, dass poetisch-diskursive Beiträge in beiden Bereichen angesiedelt wurden: als wissenschaftlich-diskursive Abhandlungen wie auch als poetisch-visuelle Entwürfe. Beides stand gleichrangig nebeneinander. Mehr...

29. April 2022

Photographic Materials

Archives and New Tools

Photographic Materials

Der vorliegende Band reflektiert die gegenwärtige Entwicklung des Mediums Fotografie anhand von zwei Diskursfeldern, den Werkzeugen und den Archiven. Die Fotografie ist seit 30 Jahren mit ihrer digitalen Entgrenzung beschäftigt. Anfänglich wurde mit der Einführung von Photoshop über den Wahrheitsgehalt von Fotografie diskutiert, inzwischen stehen jedoch die Einbettung einzelner Fotos in Datenbanken, die automatische Auslesung und Bearbeitung von Bildern, die kameralose Fotografie und das Hybrid Fotografie + 3D Erzeugnis im Mittelpunkt des Diskurses. Aus Produzent*innensicht sind dabei besonders die digitalen Werkzeuge zur Bilderzeugung entscheidend, denn aus diesen neuen Tools entstehen...

1. Oktober 2020

Die Entstehung des Mediensports

Zur Geschichte des Sportdokumentarfilms

Die Entstehung des Mediensports

Die Entstehung des Mediensports untersucht die reichhaltige und vielfältige Geschichte des Sportdokumentarfilms. Herausgearbeitet wird, wie groß der Einfluss des Sportdokumentarfilms mit seinen Methoden, Erzählweisen, Kameraperspektiven etc. auf den Sportspielfilm und später auf die Live-Berichterstattung von Spitzensportereignissen im Fernsehen war. Zugleich werden zu den großen Themen des Sportdokumentarfilms – etwa zu Aufstieg und Fall von Sporthelden oder zu herausragenden Sportereignissen wie den Olympischen Spielen – exemplarisch Filme vorgestellt. Sie finden Ergänzung durch konzentrierte Exkurse zur Medien- und Dokumentarfilmgeschichte nebst technischen Entwicklungen von Aufnahme-...

28. Januar 2020

Urbane Poesie

Ende und Aktualität der Litfaßsäule

Urbane Poesie

Das heute, nicht nur in Köln, bevorstehende oder bereits zu großen Teilen geschehene Verschwinden der Litfaßsäulen aus dem öffentlichen Raum markiert eine wichtige kultur- wie mediengeschichtliche Zäsur. Die in der Stadt verteilten rhetorischen Werbezeichen, -bilder und -botschaften weichen der telekommunikativen Vermittlung von ortlosen Persuasionsstrategien und Werbe-Adressierungen, die eigentlich Zeittechniken sind. Damit verändert sich auch der öffentliche Raum. Die bisherigen, tradierten Säulen für Markenwerbung werden in den nächsten Jahren zu hinterleuchteten City-Light-Säulen umgerüstet; ein Umstand, der die Künstlerinnen und Künstler der Kunsthochschule für Medien Köln...

5. Juni 2018

Orbitale Irritationen

Orbitale Irritationen

AUSZEICHNUNGEN International Creative Media Award Award of Excellence in der Kategorie „Book Typography, Layout“. German Design Award „Ein spannendes Projekt, dessen kulturwissenschaftliche Relevanz sich in der markanten Gestaltung und Produktion des Buchs formal und inhaltlich anspruchsvoll widerspiegelt.“ (Jury Rat für Formgebung) Nominiert für „Das schönste Deutsche Buch 2019“ von der Stiftung Buchkunst ÜBER DIESES BUCH Am 24. April 2008 beschrifteten Achim Mohné und Uta Kopp das erste Dach für ihr Langzeitprojekt REMOTEWORDS auf dem Fuhrwerkswaage Kunstraum in Köln. Die dafür in Zusammenarbeit mit Kurator Jochen Heufelder entwickelte Botschaft...

19. Februar 2017

Ritualkunst zwischen Kult und Museum

Dissonante Ästhetiken am Beispiel Afrikas

Ritualkunst zwischen Kult und Museum

Mit einem Beitrag von Christine Bruggmann Hommage an Afrika Mit Beginn des 19. Jahrhunderts setzt in den bildenden Künsten eine Aufbruchbewegung ein, die einige Jahrzehnte später zur Auffassung verfestigt wird, Kunst sei einer permanenten Welterfindung verpflichtet und müsse bedingungslos innovativ sein. Die Praktiken der Kunst werden konzeptuell, Künstler suchen und testen Entwürfe für neue Wirklichkeiten – Paradiese und Höllen gleicherweise. Jeden Tag eine neue Sprache erfinden, eine neue Welt, ist das Motto spätestens seit Arthur Rimbaud. Die Sehnsucht nach einem Archaischen und ›Wilden‹ erweist sich dabei zwangsläufig als Konstruktion eines Fremden, eines Blicks von außen,...