KatalogReihenedition KHM

15. Oktober 2019

Urbane Poesie

Ende und Aktualität der Litfaßsäule

Urbane Poesie

Das heute, nicht nur in Köln, bevorstehende oder bereits zu großen Teilen geschehene Verschwinden der Litfaßsäulen aus dem öffentlichen Raum markiert eine wichtige kultur- wie mediengeschichtliche Zäsur. Die in der Stadt verteilten rhetorischen Werbezeichen, -bilder und -botschaften weichen der telekommunikativen Vermittlung von ortlosen Persuasionsstrategien und Werbe-Adressierungen, die eigentlich Zeittechniken sind. Damit verändert sich auch der öffentliche Raum. Die bisherigen, tradierten Säulen für Markenwerbung werden in den nächsten Jahren zu hinterleuchteten City-Light-Säulen umgerüstet; ein Umstand, der die Künstlerinnen und Künstler der Kunsthochschule für Medien Köln...

5. Juni 2018

Orbitale Irritationen

Orbitale Irritationen

  → Nominiert für “Das schönste Deutsche Buch 2019” von der Stiftung Buchkunst → Nominiert für den “German Design Award 2020” vom Rat für Formgebung     Am 24. April 2008 beschrifteten Achim Mohné und Uta Kopp das erste Dach für ihr Langzeitprojekt REMOTEWORDS auf dem Fuhrwerkswaage Kunstraum in Köln. Die dafür in Zusammenarbeit mit Kurator Jochen Heufelder entwickelte Botschaft IN ART WE TRUST ist seitdem aus der Luft zu lesen. Nur wenige Zeit später aktualisierte der Satellitennavigationsgigant Google Earth seine Bilddaten für  die GPS Koordinaten 50°51’50.6″N 7°00’15.3″E und die analog nach oben gesandte Botschaft schrieb sich...

19. Februar 2017

Ritualkunst zwischen Kult und Museum

Dissonante Ästhetiken am Beispiel Afrikas

Ritualkunst zwischen Kult und Museum

Mit einem Beitrag von Christine Bruggmann Hommage an Afrika Mit Beginn des 19. Jahrhunderts setzt in den bildenden Künsten eine Aufbruchbewegung ein, die einige Jahrzehnte später zur Auffassung verfestigt wird, Kunst sei einer permanenten Welterfindung verpflichtet und müsse bedingungslos innovativ sein. Die Praktiken der Kunst werden konzeptuell, Künstler suchen und testen Entwürfe für neue Wirklichkeiten – Paradiese und Höllen gleicherweise. Jeden Tag eine neue Sprache erfinden, eine neue Welt, ist das Motto spätestens seit Arthur Rimbaud. Die Sehnsucht nach einem Archaischen und ›Wilden‹ erweist sich dabei zwangsläufig als Konstruktion eines Fremden, eines Blicks von außen,...