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15. Mai 2013

Wegmarken des Fernsehdokumentarismus

Die Hamburger Schulen

Wegmarken des Fernsehdokumentarismus

Christian Hißnauer und Bernd Schmidt spannen einen Bogen über sechs Jahrzehnte deutscher Fernsehgeschichte. Sie zeigen, dass der Norddeutsche Rundfunk durchweg einen prägenden Einfluss hatte. Die dokumentarischen Arbeiten des Senders setzten richtungsweisende Wegmarken. Bislang werden die Produktionen unter dem unzulässig pauschalisierenden Singular »Die Hamburger Schule« zusammengefasst. Hißnauer und Schmidt differenzieren zwischen drei Hamburger Generationen, die Stil und Form des deutschen Fernsehdokumentarismus auf sehr unterschiedliche Weise maßgeblich beeinflussten. Dabei arbeiten sie auch unbekannte Kapitel des deutschen Fernsehens auf und stellen die großen Verdienste bislang...

24. Oktober 2012

Robert Gardners »Forest of Bliss«

Dokumentarfilm als visuelle Poesie

Robert Gardners »Forest of Bliss«

Wie kaum ein zweiter Regisseur hat Robert Gardner mit Filmen wie »Dead Birds« (1964) und »Forest of Bliss« (1986) das Dokumentarische mit einer poetischen Formensprache verbunden. Dies trug ihm vehemente Kritik unter Anthropologen vor allem in den USA ein. Der ›Fall Gardner‹ wurde zum Brennpunkt der Debatten um die Möglichkeiten des ethnographischen Films und seiner Wissenschaftlichkeit überhaupt. Susanne Gupta und Norbert M. Schmitz deuten »Forest of Bliss« und Gardners Gesamtwerk erstmals systematisch als das eines Künstlers, ohne den Blick auf das Dokumentarische zu verlieren. Das Oeuvre ist wegweisend für eine Dokumentarfilmästhetik jenseits der alten Gegenüberstellungen von...

18. April 2012

Spiel mit der Wirklichkeit

Zur Entwicklung doku-fiktionaler Formate in Film und Fernsehen

Spiel mit der Wirklichkeit

»Doku-Drama«, »Doku-Fiktion«, »Living History«, »Doku-Soap« – es gibt viele Begriffe, um das komplexe Phänomen doku-fiktionaler Fernsehformen zu umschreiben. Seit den 1990er-Jahren boomen sie auch im deutschen Fernsehen. Entwickelt wurden diese innovativen Fernsehformen zumeist im angloamerikanischen Fernsehen – speziell bei der BBC. Das vorliegende Buch ist die erste Monografie zu den neuen hybriden TV-Formaten in Deutschland. Deutsche und britische Medienwissenschaftler untersuchen darin Geschichte und Ästhetik der Wechselspiele von Dokumentation und Fiktion in Fernsehen und Film. Es umfasst thematische Ansätze der Analyse sowie Beiträge, die starken Bezug auf die Gestaltung...

6. Oktober 2011

Der Essayfilm

Ästhetik und Aktualität

Der Essayfilm

Spätestens seit Chris Markers bahnbrechendem Film »Sans soleil« versuchen Kritiker und Filmwissenschaftler ein Phänomen zu beschreiben, das mit Hilfe traditioneller Gattungs- und Genregrenzen kaum zu fassen ist. Einige der interessantesten Persönlichkeiten des Films haben hierfür den Begriff »Essayfilm« verwendet und begründet, u.a. Sergei Eisenstein, Hans Richter, Orson Welles und Pier Paolo Pasolini. Essayfilme beharren auf der individuellen Erfahrung und dem subjektiven Blick, während sie zugleich um die prekäre Stellung der Subjektivität in der modernen Massengesellschaft wissen. Sie arbeiten sich an kulturell Vorgeformtem ab, an aktuellen und überlieferten Bild- und Tonquellen....

6. April 2011

Große Bilder mit kleinen Kameras

DV-Camcorder im Dokumentarfilm

Große Bilder mit kleinen Kameras

Seit Mitte der 1990er-Jahre setzen professionelle Nutzer das günstige Videoformat »Mini-DV« in der TV- und Filmbranche ein und schätzen die Möglichkeiten des kleinen Equipments: relativ unauffällig beim Dreh und spontan einsetzbar – ohne langwierige Entscheidungsprozesse der Filmförderungen abwarten zu müssen. Jürgen Müller zeigt, wie die handliche Mini-DV-Technik die Dokumentarfilmszene sowohl inhaltlich als auch ästhetisch bereichert. Die schnell verfügbaren, sehr günstigen Handkameras ermöglichten bereits viele herausragende Filme, die mit großer professioneller Ausrüstung nicht machbar gewesen wären: vom privaten Videotagebuch über den Schlaganfall des Lebenspartners bis...

16. Februar 2011

Fernsehdokumentarismus

Theoretische Näherungen, pragmatische Abgrenzungen, begriffliche Klärungen

Fernsehdokumentarismus

Feature, Dokumentation, Reportage, Dokumentarspiel, Doku-Drama, Erzählfilm, Langzeitbeobachtung, Fake-Doku, Fiktive Dokumentation, Reality-TV, Real-Life-Soap – die Begriffsvielfalt für dokumentarische Formen im Fernsehen ist unermesslich. Dieser Band bietet ein theoretisches, methodisches und begriffliches Fundament für eine fundierte Auseinandersetzung mit Fernsehdokumentarismus, seinen unterschiedlichen Formen und den Abgrenzungen zum Fernsehjournalismus. Sowohl die positiven Dokumentarfilmklischees als auch die negativen Vorurteile gegenüber journalistischen Formen (vor allem dem Feature) werden dabei herausgearbeitet und hinterfragt. Die wichtigsten (semi-)dokumentarischen Formen werden...

17. November 2010

Im Schatten der DEFA

Private Filmproduzenten in der DDR

Im Schatten der DEFA

DDR-Film gleich DEFA-Film: Mit dieser vorherrschenden Gleichsetzung räumen Ralf Forster und Volker Petzold gründlich auf. Sie eröffnen erstmalig den Blick auf eine Gesamtdarstellung der mehr als 25 privaten Filmstudios und professionellen Einzelfilmer aus dem Osten Deutschlands – und damit auf etwa 1500, heute zumeist vergessene »Gebrauchsfilme« mit den Schwerpunkten Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft, wobei deren thematische Vielfalt und formale Qualitäten beachtlich sind: Dokumentar-, Image- und Werbefilme, ökologische wie ethnografische Vortragsfilme, Trickfilme für alle Altersgruppen. Dabei ist die Geschichte der privaten Filmhersteller in der DDR zugleich eine Geschichte, die...

1. November 2006

Dokumentarfilm im Umbruch

Kino – Fernsehen – Neue Medien

Dokumentarfilm im Umbruch

Umbrüche in der Medienlandschaft treten meist im Gefolge technischer Innovationen auf. Mit der zunehmenden Verschmelzung von Kinofilm, Fernsehen und Neuen Medien sowie der Digitalisierung von Produktion und Distribution vollzieht sich seit Ende des letzten Jahrhunderts ein neuerlicher Wandel, dessen Konsequenzen für den Dokumentarfilm in diesem Buch untersucht werden. Wie können sich unabhängige Filmemacher und kleine Produzenten auf dem expandierenden Medienmarkt behaupten? Welche Chancen hat der Autorenfilm im Fernsehen angesichts des Trends zu immer neuen Formaten des Info- und Docutainments? Was ist vom Comeback des Dokumentarfilms im Kino zu halten, und welche neuen Möglichkeiten bietet...