KatalogNeuerscheinungen

8. Januar 2019

Raum/Akteure

Inszenierte Landschaften in den frühen Filmen von Wim Wenders

Raum/Akteure

Ein Mädchen folgt mit dem Fernrohr der Flugbahn einer Möwe durch die Straßenschluchten von New York (“Alice in den Städten”, 1974); auf dem Gipfel der Zugspitze gesteht sich ein junger Schriftsteller ernüchtert den Fehlgang seiner Dichterreise ein (“Falsche Bewegung”, 1975); ein Berufsnomade erkundet mit einem wortkargen Reisegefährten das terrain vague der innerdeutschen Grenzregion (“Im Lauf der Zeit”, 1976) und ein Filmteam ‘strandet’ in einer ruinösen Hotelanlage an der portugiesischen Atlantikküste (“Der Stand der Dinge”, 1982): Landschaften nehmen im Œuvre von Wim Wenders seit jeher einen besonderen Stellenwert ein. Die...

13. Dezember 2018

Die (un-)sichtbare Religion

Wandel des christlichen Bilderrepertoires in der visuellen Kultur

Die (un-)sichtbare Religion

Die Rede von der „neuen Sichtbarkeit“ der Religion ist momentan allgegenwärtig. Doch es fehlt in der Medienforschung an Belegen für diese These, insbesondere in Bezug auf visuelle Medien. Tanja Maier analysiert erstmals die Sichtbarkeit von christlichen Religionen in deutschsprachigen Zeitschriften von 1949 bis heute. Sie zeigt anhand zahlreicher Beispiele aus Bunte, Stern und Spiegel, wie Zeitschriften christliche Bildmotive auswählen und einsetzen – und wie diese Motive sowohl sozio-kulturell als auch im historischen Verlauf tradiert und transformiert werden. Der Wandel des christlichen Bilderrepertoires wird dabei aus zwei Perspektiven untersucht: Die erste Perspektive zeigt, wie...

6. Dezember 2018

Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bewegtbilder – Spekulationen diesseits und jenseits der Digitalisierung

Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart

Die heutige ›Bewegtbildproduktion‹ zehrt vom Erbe des Films, lebt von der Kraft des Legendären, Dynamischen, Weltentrückten, des ›Bigger than Life‹ und übt so eine nahezu magische Anziehungskraft aus. Berufe wie Regisseur, Kamerafrau, Drehbuchautorin oder Szenenbildner versprechen ein Leben voller Kreativität und Abenteuer. Immer mehr Studienanfänger streben zum Film, obwohl die späteren Berufs- und Verdienstmöglichkeiten voraussichtlich schlechter sind als in anderen Berufsfeldern. Hinzu kommt, dass die technologische Entwicklung als treibender Faktor eine grundlegende Umwälzung der Medienindustrie in Gang gesetzt hat, deren Konsequenzen für die späteren Berufsbilder schwer...

4. Dezember 2018

Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten

Zum kollektiven Umgang mit Medien- und Gesellschaftswandel

Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten

„Woran festhalten, in einer Welt im Wandel?“ Mit dieser Frage sehen sich viele Menschen in Zeiten konfrontiert, in denen sie kontinuierlichen Wandel in der Gesellschaft und in ihren Lebenswelten wahrnehmen. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der zunehmenden Durchdringung des Alltags mit Medien ist auch der Medienwandel maßgeblich an Veränderungen in Beziehungen zu anderen Menschen und der Umwelt beteiligt. Wie der Autor zeigt, steht Mediennostalgie als affektive Zuwendung zur Vergangenheit für eine Sehnsucht nach dem Liebgewonnenen und Bedeutungsvollen, das durch diesen Wandel für manche verloren gegangen ist. Der nostalgische Umgang mit Verlusterfahrungen sowie Gefühlen von...

3. Dezember 2018

Bild, Kunst, Medien

Resonanzen auf das Denken von Hans Ulrich Reck

Bild, Kunst, Medien

Die technische Medienkultur ist ein wichtiger Bezugspunkt der heutigen Kunstproduktion, Kunsttheorie und ästhetischen Erfahrung. Die umfassende Mediatisierung ist aber kein Anlass für Kulturpessimismus, denn mit ihr erweitern sich das Spielfeld und der Resonanzraum der Künste beträchtlich. Hans Ulrich Reck gilt als einer der wichtigsten Theoretiker im deutschsprachigen Raum, der das komplexe Verhältnis von Kunst- und Medienwissenschaften methodisch beherrscht und zu scharfen Analysen ansetzt. Der vorliegende Band schließt anlässlich des 65. Geburtstages Hans Ulrich Recks an seine Schriften an und würdigt sein vielseitiges Schaffen in den Feldern der Kunstgeschichte, Ästhetik, Philosophie...

21. November 2018

Interne Kommunikation

Theoretische, empirische und praktische Perspektiven

Interne Kommunikation

Die interne Kommunikation von Unternehmen ist herausgefordert: Der technologische und soziale Wandel, veränderte Gewohnheiten beim Nutzen der (sozialen) Medien sowie weitreichende Transformationsprozesse im Kontext der Arbeitswelt 4.0 evozieren neue Aufgaben und Rollen bei der Kommunikation mit und zwischen Mitarbeitern und Führungskräften. Der Sammelband greift diesen Wandel auf, beleuchtet das Forschungs- und Praxisfeld aus verschiedenen Perspektiven und berücksichtigt auch Schnittstellen zu verwandten Themengebieten: zur Neuausrichtung der internen Kommunikation in agilen Unternehmen, zum Innovations- und Wissensmanagement, zur Change-Kommunikation, zur Arbeitgeber-Kommunikation, zum Konzept...

20. Oktober 2018

Lebenswelttheorie und Gesellschaftsanalyse

Studien zum Werk von Thomas Luckmann

Lebenswelttheorie und Gesellschaftsanalyse

Mit Thomas Luckmann verstarb im Mai 2016 einer der herausragenden Soziologen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Weltweite Aufmerksamkeit wurde dem Werk von Thomas Luckmann aufgrund seiner zahlreichen Beiträge zum Profil einer phänomenologisch-fundierten Soziologie, zur Soziologie der Religion in modernen Gesellschaften wie auch zum kommunikativen Aufbau und zur wissenssoziologischen Analyse sozialer Wirklichkeit zuteil. Der Band würdigt und diskutiert das umfangreiche und vielfältige Werk dieses bedeutenden Soziologen. Dabei werden die auf Thomas Luckmann zurückgehenden theoretisch-konzeptionellen und forschungsmethodischen Innovationen in den Beiträgen des Bandes unter den Leitgesichtspunkten...

1. Oktober 2018

Körperbilder – Körperpraktiken

Visualisierung und Vergeschlechtlichung von Körpern in Medienkulturen

Körperbilder – Körperpraktiken

Die umfassende Mediatisierung der Lebenswelten und die Allgegenwart digitaler Medien führen, nicht zuletzt aufgrund ihrer zunehmenden Visualisierung, zu einer verstärkten Repräsentation von Körpern. Bilder zeigen jedoch nicht nur Körper, sie bringen diese durch die mit ihnen verbundenen kommunikativen Praktiken mit hervor und schaffen damit auch Identitätsangebote. Gesellschaftliche Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, die Aushandlung von Körperlichkeit, von Körpernormen und -abweichungen, die Disziplinierung der Körpergestaltung sowie die Überwachung und Kontrolle vergeschlechtlichter Körper und durch sie hervorgebrachte Affekte werden damit zunehmend medial und visuell bestimmt. Der...

Die Logik des Filmemachens

Zwölf Interviews mit deutschen Filmregisseurinnen und -regisseuren

Die Logik des Filmemachens

Woher kommen deutsche Filmregisseure und wie wurden sie sozialisiert? Welches Selbstverständnis haben sie und welche Ziele bringen sie zum Ausdruck? Welche Voraussetzungen müssen darüber hinaus erfüllt sein, um sich im Berufsfeld Filmregie in Deutschland zu positionieren? Welche Ressourcen sind erforderlich, um als Regisseur Anerkennung zu finden? Und wie steht es schließlich um Hierarchien im Feld sowie um den Einfluss von anderen Akteuren im Filmproduktionsprozess, von der Filmförderung und vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen? Die in diesem Band versammelten Interviews mit prominenten deutschen Filmregisseurinnen und Filmregisseuren (Anne Zohra Berrached, Dietrich Brüggemann, Doris...

24. August 2018

Filmerbe

Non-fiktionale historische Bewegtbilder in Wissenschaft und Medienpraxis

Filmerbe

Das Medium Film suggeriert Unmittelbarkeit und Wirklichkeitsnähe wie kein anderes Medium. Es lässt in einer Weise auf Ereignisse blicken, die der direkten, vormedialen Wahrnehmung sehr ähnlich ist. Im dokumentarischen Bereich schafft der Film das kompletteste Abbild von Vorgängen im Spektrum der Medien, es scheint Beweischarakter zu haben. Dies gilt auch, wenn es um die Thematisierung der Vergangenheit geht. So verwundert es nicht, dass historische Filmdokumente, meist eingeschnitten in Dokumentationen aller Art, Konjunktur haben. Dabei ist der Bedarf der modernen Mediengesellschaft nach immer ›neuen‹, das heißt noch nie gezeigten ›alten‹ Filmbildern groß. Das gilt in verstärktem...