BlogVeranstaltungen

14. Juni 2018

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Kölner Mediengespräch am 20. September 2018

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Von Karina Selin | Im Urlaub, im Bett, auf der Arbeit und unterwegs: Wir sind immer erreichbar und dauernd online. Das muss doch Stress verursachen. Oder? Das Thema “Medienstress durch Smartphones” beleuchtet Jana Hofmann von der Universität Erfurt und nimmt dabei eine differenzierte und analytische Haltung ein. Sie setzt voraus, dass Menschen Medien nutzen, weil sie ihre Ressourcen erhalten und ausweiten wollen – Ressourcen sind jene Dinge, die Menschen wichtig sind und die sie wertschätzen, allen voran Gesundheit, Familie und soziale Teilhabe. In der Presse und in der (populär)wissenschaftlichen Diskussion kam es zu teils plakativen Zuspitzungen über die  Zusammenhänge zwischen gesteigerter...

24. Mai 2018

Bewegtbilder im Wandel: Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart

Kölner Mediengespräch am 13. Juni 2018

Bewegtbilder im Wandel: Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart

Von Karina Selin | Das Erbe des Films lebt! Die Kraft des Legendären, Dynamischen und  Weltentrückten übt immer noch eine nahezu magische Anziehungskraft aus. Doch die technologische Entwicklung hat eine grundlegende Umwälzung der Medienindustrie in Gang gesetzt. Immer mehr Studienanfänger streben zum Film, obwohl die späteren Berufs- und Verdienstmöglichkeiten voraussichtlich schlechter sind als in anderen Berufsfeldern. Aber Berufe wie Regisseur, Kamerafrau, Drehbuchautorin oder Szenenbildner versprechen ein Leben voller Kreativität und Abenteuer. Über Jahrzehnte waren Rollen, Kompetenzen und Aufgabenfelder der Filmschaffenden klar umrissen und die Optionen ihrer beruflichen Perspektive klar beschreibbar....

27. April 2018

Sommermärchen oder Kommerz? Die Fußball-WM und andere Sportgroßereignisse zwischen Inszenierung und Instrumentalisierung

Kölner Mediengespräch am 17. Mai 2018

Sommermärchen oder Kommerz? Die Fußball-WM und andere Sportgroßereignisse zwischen Inszenierung und Instrumentalisierung

Von Karina Selin | Ein Paradies für Sportfans: Momentan finden die UEFA Champions League und die Eishockey Weltmeisterschaft statt, im Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft und im Juli die Tour de France. Doch im Zentrum des Interesses von sportlichen Großveranstaltungen stehen nicht nur die Athleten und ihre Spitzenleistungen. Auch der immer größer werdende Anteil des Unterhaltungsprogramms fesselt ein Milliardenpublikum. Medial perfekt aufbereitet erzeugt es weltweit Feel-Good-Effekte, trägt zur Völkerverständigung bei, stärkt das Identifikationsgefühl ganzer Nationen und sorgt  jährlich für steigende Teilnehmer- und Zuschauerzahlen. Mega-Events wie die Olympischen Spiele oder Fußballweltmeisterschaften...

23. März 2018

Im Reich der Figuren – Japanische Character-Theorie und die ›Mangaisierung‹ des Alltags

Kölner Mediengespräch am 24. April 2018

Im Reich der Figuren – Japanische Character-Theorie und die ›Mangaisierung‹ des Alltags

Von Karina Selin | Wo geht es lang? Wie muss ich mich verhalten? In Japan werden Fragen dieser Art oft mit ganz speziellen Figurentypen beantwortet: mit Maskottchen, yuru-kyara (unperfekte Figuren) oder hataraku-kyara (Arbeitsfiguren) genannt, die in einer ›Manga-Ästhetik‹ ikonischer Linienzeichnungen gehalten sind. Sie agieren in bildlich dargestellten Szenen, die den Rezipienten ansprechen und ihn dazu anleiten sollen, Verhaltensaufforderungen und Hinweisen zur ›Alltagsnavigation‹ zu folgen. Außerhalb von Asien ist ein solches Figurenkonzept noch recht unbekannt, obwohl auch die Deutsche Bahn schon zu Comic-artiger Beschilderung gegriffen hat. Lukas R.A. Wilde hat in seiner Neuerscheinung Im Reich...

30. Januar 2018

Was ist “europäisch”?

Dr. Julia Lönnendonker spricht anlässlich des Erscheinens ihres Buches "Konstruktionen europäischer Identitäten" am 25.1.2018 bei den Kölner Mediengesprächen über ihre Forschungsergebnisse.

Was ist “europäisch”?

Von Julian Pitten | In Zeiten des “Brexit” und des zunehmenden Einflussgewinns nationalistischer politischer Parteien  scheint die ideale Zeit – wenn nicht gar die Notwendigkeit – gekommen, sich wissenschaftlich mit dem Thema der europäischen Identität(en) auseinanderzusetzen. Genau das tut Dr. Julia Lönnendonker in ihrem neu erschienenen Buch “Konstruktionen Europäischer Identitäten”.Identität, so Lönnendonker, wird zumeist in Abgrenzung gegen ein “Anderes” konstituiert. Ein solches “Anderes” ist für Europa seit langem die Türkei, was sich in den inzwischen fast 60 Jahre andauernden EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und der heute mehr denn je...

5. Januar 2018

Auf der Suche nach europäischer Identität

Auf der Suche nach europäischer Identität

Von Karina Selin | Knapp 60 Jahre nach Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft stellt sich mehr denn je die Frage, was für eine Art von Gemeinschaft Europa sein will, nach den Gemeinsamkeiten und dem Verbindenden. Bis heute gibt es jedoch keine eindeutige Definition dessen, was ›europäisch sein‹ überhaupt heißt und auf welchen geografischen Raum sich der Begriff bezieht. Die Journalismusforscherin Dr. Julia Lönnendonker hat die unterschiedlichen Deutungen im öffentlichen Diskurs identifiziert und kommt damit einer Definition Europas näher. Beispielhaft hat sie dazu den medienöffentlichen Diskussionsprozess zu den Beitrittsbemühungen der Türkei seit 1959 untersucht, der die Möglichkeit...

7. Dezember 2017

Brigitte Alfter bei den Kölner Mediengesprächen

"Grenzüberschreitender Journalismus" lautet der Titel von Brigitte Alfters jüngst im Herbert von Halem Verlag erschienenem Buch. Was damit gemeint ist, erläuterte die Autorin am Erscheinungstag, dem 6.12., unseren Gästen im Verlag.

Brigitte Alfter bei den Kölner Mediengesprächen

Von Julian Pitten | Brigitte Alfters Buch Grenzüberschreitender Journalismus wird durch seinen Untertitel als Handbuch zum Cross-Border-Journalismus ausgewiesen. Aber was ist “Cross-Border-Journalismus”? Wie die Autorin erläuterte, handelt es sich dabei um eine relativ neue und noch wenig erforschte journalistische Methode, bei der Journalisten aus verschiedenen Ländern gemeinsam und über Landesgrenzen hinweg – eben “cross-border” – zur selben Story recherchieren. Die Arbeit im internationalen Recherche-Team erleichtere es Journalisten einerseits, an Informationen zu gelangen, denn was ein Journalist nicht selbst vor Ort recherchieren kann, das kann er dank internationaler Vernetzung...

17. November 2017

Cross-Border-Journalismus: Arbeiten im internationalen Team

Ein Vortrag von Brigitte Alfter

Cross-Border-Journalismus: Arbeiten im internationalen Team

Von Karina Selin | Steueroasen, Finanzkrisen, Flüchtlingsströme, internationale Abkommen und wachsende soziale Ungleichheit stehen auf der politischen Tagesordnung: Die drängenden gesellschaftlichen Fragen dieser Jahre sind international. Auch Informationsströme werden schon von Algorithmen globaler Medien gesteuert, kommerzielle und politische Akteure üben ihre Einflussnahme über Grenzen hinweg aus. Da ist kritischer Journalismus gefordert! Wie können Journalisten in dieser komplexen internationalen Wirklichkeit sinnvoll arbeiten und dabei den Überblick bewahren? Mit anderen Worten: Wie kommt man von der Journalistenschule zu den Paradise Papers? Herausgeber und Medienhäuser verlangen von ihren Journalisten...

10. November 2017

Kölner Mediengespräche: Über die Vorzüge und Nachteile der Live-Berichterstattung im Sport

Unsere Autorin Jana Wiske präsentierte im Rahmen der Kölner Mediengespräche am 9. November 2017 die Ergebnisse ihrer neu erschienenen Studie "Die Elite" und diskutierte anschließend fachkundig mit Felix Görner (RTL), Hanns-Christian Kamp (FAZ) und Herbert von Halem.

Kölner Mediengespräche: Über die Vorzüge und Nachteile der Live-Berichterstattung im Sport

Von Julian Pitten | “Sportjournalisten aus der Live-Berichterstattung nehmen innerhalb der Berufsgruppe eine Sonderstellung ein”. Es war dieser Eindruck, der die frühere kicker-Sportredakteurin Jana Wiske zur Durchführung ihrer Studie veranlasste. Sie führte eine umfassende Befragung unter Deutschlands Sportjournalisten durch und wertete die aus über 1.000 Fragebögen gewonnenen Daten aus. Die Ergebnisse dieser Befragung finden sich in ihrem neu im Herbert von Halem Verlag erschienen Buch Die Elite. Die Bedeutung der Live-Berichterstattung im deutschen Spitzensport aus der Sicht von Sportjournalisten und stützen ihre Kernthese: Immer mehr Sportjournalisten berichten live, besonders im Radio, im...

10. Oktober 2017

Live is Life: Sportjournalisten im crossmedialen Zeitalter

Vortrag und Diskussion mit Jana Wiske, Dr. Felix Görner (RTL) und Hanns-Christian Kamp (FAZ)

Live is Life: Sportjournalisten im crossmedialen Zeitalter

Von Karina Selin | Die Live-Schaltung nimmt in der Sportberichterstattung eine Sonderrolle ein. Um dieser gerecht zu werden benötigen Sportjournalisten ein hohes Maß an Vorbereitung, Transferleistung, Wissen, Spontaneität, eine schnelle Auffassungsgabe und vor allem Schlagfertigkeit. Das live gesprochene Wort lässt sich eben nicht mehr zurücknehmen. So haftet omnipräsenten Live-Protagonisten aus TV, Radio und Internet oft ein Star-Status an, dem die Kollegen teils mit Bewunderung, teils mit Argwohn begegnen. Wie unterscheiden sich nun die Sportjournalisten in der Live-Berichterstattung von ihren Kollegen etwa aus dem Printbereich, und welchen Stellenwert haben sie innerhalb der Berufsgruppe? Jana Wiske ist...