Bilder und das Sich-Konstituieren politischer Hegemonie

Pressemitteilung vom 8. November 2013

Bilder und das Sich-Konstituieren politischer Hegemonie

Welche Rolle spielen Bilder für das je historisch spezifische Sich-Ergeben von Hegemonie? Im Band Hegemonie und die Kraft der Bilder untersuchen die Autorinnen und Autoren die Rolle, welche Bilder sowohl für die Aufrechterhaltung als auch für den Wandel der Sichtbarkeitsordnungen in diktatorischen wie auch demokratischen Regimen spielen.

Bilder lassen die Welt natürlich und gewiss erscheinen; zugleich vermögen sie, Bestehendes herauszufordern. Ihre Wirkung kann von denen, die sie produzieren und in Umlauf bringen, nicht kontrolliert werden. Den eigendynamischen Verknüpfungen von Bildern, Wahrnehmungen und Handlungen im Zeitalter des Zerbrechens von überlieferten Traditionen des Weltbegreifens, von ›Globalisierung‹ und der weiten Verbreitung von Medien wie Film, TV, Video oder Internet eine besondere Bedeutung zu.

Die Aneignungsprozesse und Rezeptionsgeschichten, über die Bilder in Prozesse der Konstitution politischer Hegemonie verstrickt sind, werden im Sammelband von Alice Pechriggl und Anna Schober (Hrsg.) in den Blick genommen. In den Beiträgen wird nach Wegen gesucht, um Bezüge zwischen politischer Theorie bzw. Philosophie und Bildforschung (Bildwissenschaft, Ästhetik, Kunstgeschichte) sichtbar zu machen. Sie fokussieren dabei auf den Eigensinn von Bildern und deren Potenzial, scheinbar Gegebenes wieder zu öffnen und in neue Beziehung zu setzen.

Hegemonie und die Kraft der Bilder erscheint als dritter Band in der neuen Reihe Klagenfurter Beiträge zur Visuellen Kultur im Herbert von Halem Verlag.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Alice Pechriggl

Alice Pechriggl ist Philosophin und Gruppenpsychoanalytikerin. Sie studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Alte Geschichte in Wien, Florenz und Paris, wo sie mehrfach Gastprofessorin war. Sie ist seit 2003 Professorin am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt und arbeitet u.a. zum politischen Imaginären sowie zum Körperimaginären im Anschluss an Castoriadis (siehe vor allem Corps transfigurés. Stratifications de l’imaginaire des sexes/genres, Paris 2000). Seit 2007 ist die Mitglied des AK Visuelle Kultur an der Universität Klagenfurt. ...


Anna Schober

Anna Schober hat derzeit eine Mercator-Gastprofessur (finanziert von der Deutsche Forschungsgemeinschaft [DFG]) an der Justus-Liebig-Universität Gießen inne. Sie studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Politikwissenschaften in Wien, Frankfurt/ Main und Colchester/UK. 2009 habilitierte sie sich an der Universität Wien. Internationale Forschungsaufenthalte u.a. an der Jan van Eyck Academie in Maastricht, NL sowie am Centre for Theoretical Studies in the Humanities and Social Sciences an der University of Essex, Colchester, UK. Von 2009 - 2011 war sie Visiting Professor an der Universität Verona (finanziert ...