Bilder im medialen Alltag

Pressemitteilung vom 22. Juni 2015

Bilder im medialen Alltag

Die Quantität und die Bedeutung von Bildern im medialen Alltag nimmt in unserer mediatisierten Gesellschaft stetig zu. Ganz selbstverständlich werden sie in den Fluss täglicher Kommunikationsprozesse eingebunden. Der Band Visualisierung – Mediatisierung fasst die gegenwärtigen Forschungsströmungen des hochaktuellen Forschungsfeldes der visuellen Kommunikation zusammen.

Die Schaffung und Verbreitung medialer Inhalte, gerade auch amateurhafter, privater Inhalte, ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft und erfolgt zunehmend über visuelle Medien, wofür auch die Beliebtheit visueller Netzwerke wie Instagram, Pinterest oder der Kurzfilm-Software Vine kennzeichnend ist. Die Visuelle Kommunikationsforschung hat sich bisher weitestgehend auf professionell produzierte visuelle Inhalte und Bilder aus Werbung und Journalismus konzentriert. In Abgrenzung dazu legen die Beiträge der Neuerscheinung Visualisierung – Mediatisierung den Fokus auf nicht professionelle, visuell-kommunikative Praktiken der täglichen Kommunikation.

Der erste Teil des Bandes widmet sich den theoretischen Konzepten und Grundlagen der Visualisierung und Mediatisierung und klärt Fragen nach der Veränderung des Stellenwertes von Bildern, dem Bezug von Visualisierung und Mediatisierung zueinander sowie nach der Nutzung von Bildern zum Zwecke der täglichen Kommunikation. Im zweiten Teil behandeln die Beiträge visuelle Kommunikation im Kontext sozialer Netzwerkseiten. Dabei wird der Fokus insbesondere auf Jugendliche gelegt, da diese neuen Medien gegenüber besonders offen sind. Untersucht werden aber auch generationsübergreifende Phänomene. Um innovative methodische Verfahren zur Analyse von Bildhandeln geht es im dritten Teil, während im vierten Teil nach Möglichkeiten der Visualisierung (un)sichtbarer Daten aus verschiedenen Bereichen wie Medizin, Wissenschaft, Wirtschaft oder Politik gefragt wird. Im abschließenden Teil des Bandes werden Forschungsdesiderate formuliert sowie eine Forschungsagenda für künftige Untersuchungen im Spannungsfeld aus Visueller Kommunikationsforschung und Mediatisierungsforschung abgeleitet.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Katharina Lobinger

Katharina Lobinger, Jg.  1981, Prof. Dr.; Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und Italienisch in Wien.  2010 Promotion mit einer Arbeit über Visuelle Kommunikationsforschung. 2011-2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoctoral Fellow) am Institut für historische Publizistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft (IPKM) und am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen. Seit 2016 Assistenzprofessorin für Online Communication an der Università della Svizzera italiana in Lugano. Bis 2019 Sprecherin der Fachgruppe Visuelle Kommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Vize-Präsidentin der ...


Stephanie Geise

Stephanie Geise, Dr., 1998 – 2002 Studium der Betriebswirtschaftslehre in Essen, Tätigkeit im Bereich Strategisches Marketing/Marktforschung bei der Aral AG & Co. KG, Bochum, als »Junior Assistent Market Research & Brand Management«. 2001 – 2005 Zweitstudium der Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Augsburg; Lehraufträge für Visuelle Kommunikation, Medienwirkungs- und Werbeforschung sowie Methoden. 2006 – 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft, insb. Kommunikationstheorie an der Universität Hohenheim (bei Prof. Dr. Frank Brettschneider). 2010 Promotion mit dem Thema Vision that matters. Die Funktions- und Wirkungslogik Visueller ...