Basketball in Deutschland: Der Kampf um Platz zwei im Sport

Eine Pressemitteilung vom 7. November 2019

Basketball in Deutschland: Der Kampf um Platz zwei im Sport

Was braucht eine (Mannschafts-)Sportart in Deutschland, um sich Platz zwei hinter König Fußball zu erkämpfen? Dieser Frage widmet sich eine neue Studie. 


Über insbesondere kontinuierliche Erfolge und Stars gewonnene Medienpräsenz ist im Sport der Schlüssel zu mehr Kapital, Umsatz und Zuschauerinteresse. In Mediensportarten abseits des Fußballs identifiziert Journalist und Kommunikationswissenschaftler Dr. Peter Bieg die erfolgsentscheidenden Merkmale von Mediensportarten mittels einer Fallstudie zum Basketball. Sportarten werden als kollektive Akteure verstanden, die im Feld des Sports um die Spitzenposition und damit um Kapital kämpfen. Grundlage der Untersuchung ist die Sozialtheorie Pierre Bourdieus. Verschiedene Merkmale (z.B. Stars, Erfolge, Sportstätten oder Tradition) von Sportarten lassen sich den Kapitalsorten nach Bourdieu zuordnen und entsprechend miteinander vergleichen. Da mediale Aufmerksamkeit im Sport wichtiger wird und über den Zugang zu weiterem Kapital entscheidet, wird ergänzend der Begriff des „Medienkapitals“ eingeführt und untersucht.

Die Studie setzt auf ein qualitatives Forschungsdesign, um Kapitalstruktur und Habitus von Basketball in Deutschland überprüfen zu können. Experteninterviews mit Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Sport, Medien, Wirtschaft und Erziehung werden ebenso analysiert wie Dokumente in Form von Artikeln, Studien, Chroniken, Regelwerken und Statistiken. Zu den persönlich für diese Untersuchung befragten Experten zählen u.a. Axel Balkausky (ARD-Sportchef), Dirk Bauermann (Ex-Basketball-Bundestrainer), Michael Körner (Sportkommentator) und Jens Binek (Sportartikelhersteller).

Mediensportarten abseits des Fußballs ist der 16. Band der Schriftenreihe Sportkommunikation und richtet sich an Wissenschaftler aus den Bereichen Kommunikation, Medien, Sport und Film, Sport- und Medienmanager, (Sport-)Journalisten, Praktiker aus Sportmedien, Sportverbänden und -vereinen sowie interessierte Laien.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Peter Bieg

Peter Bieg, Jahrgang 1986. Zunächst Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie an der Universität Trier. Parallel erste journalistische Arbeiten, insbesondere im Bereich Sport. Anschließend Redakteursausbildung an der Deutschen Journalistenschule sowie Studium des Journalismus an der LMU München als Stipendiat der Verlagsgesellschaft der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Parallel weitere journalistische Tätigkeiten und erste eigene Buchpublikation. Anschließend Dissertation am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München als Promotionsstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. ...