Weltbezüge als Inhalt und Wirkung von Kommunikation. Ein neues Paradigma?

»Die Summe aller Weltbezüge ist nichts weniger als die menschliche Existenz: Würde man von allem, was unsere Existenz ausmacht, unsere Weltbezüge subtrahieren, würde nur unsere Persönlichkeit mit ihren Eigenschaften und Fähigkeiten […] übrig bleiben, die jeglicher Aktivität entkleidet wäre.«
(Christoph Kuhlmann)

Wer kommuniziert, teilt seine Weltbezüge (oder die anderer Akteure) mit und bezieht sich so indirekt auf die Welt, die ihn umgibt. Aber nicht nur die Inhalte von Kommunikation lassen sich als Bezug auf die Welt beschreiben: Kategorien wie Wahrnehmungen, Emotionen, Meinungen, Vorstellungen, Handeln und Verhalten kennen wir auch als Wirkung von (Medien-)Kommunikation. Und so ist mit dem Weltbezugsansatz eine Perspektive gewonnen, aus der sich Absichten von Kommunikationsteilnehmern, Kommunikationsinhalte und Kommunikationswirkungen beschreiben und analysieren lassen.

Christoph Kuhlmann vertritt die These, dass sich aus dem Konzept des Weltbezugs eine allgemeine Theorie der Kommunikation entwickeln lässt. Indem er vor allem Medieninhaltsforschung und Medienwirkungsforschung integriert, eröffnet sein Ansatz neue Optionen einer systematischen Verknüpfung von Medieninhalten und ihren möglichen Wirkungen. Bei den KÖLNER MEDIENGESPRÄCHEN wird er die Fruchtbarkeit seiner Studie für die Kommunikationsforschung an vielen Beispielen demonstrieren.


Weltbezüge als Inhalt und Wirkung von Kommunikation.
Ein neues Paradigma?

Vortrag von PD Dr. phil. habil. Christoph Kuhlmann
im Herbert von Halem Verlag, Schanzenstr. 22, 51063 Köln.
am 29. September 2016 um 19 Uhr.

Anmeldung: Einlass ab 18:30 Uhr. Da die Zahl der Sitzplätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per E-Mail an karina.selin@halem-verlag.de oder unter der Nummer +49 221 92 58 29 0. Der Eintritt ist frei.

VORTRAGENDE / DISKUTANTEN

Christoph Kuhlmann

Christoph Kuhlmann, PD Dr. phil. habil., Jg. 1965, Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie an der LMU München. 1999 Promotion im Fach Kommunikationswissenschaft an der Universität Leipzig. Seit 1999 Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau. 2009 Vertretungsprofessur an der Universität Greifswald. Forschungsschwerpunkte: Kommunikationstheorie, politische Kommunikationsforschung, Mediennutzungs- und Wirkungsforschung, sowie empirische Forschungsmethoden. ...