Von Super 8 bis Handyfilm – Amateurfilme im soziokulturellen Wandel

Pressemitteilung vom 12. Juni 2017

Von Super 8 bis Handyfilm – Amateurfilme im soziokulturellen Wandel

Mit der ständigen Weiterentwicklung audiovisueller Technologien geht eine Demokratisierung des Fotografierens und Filmens Hand in Hand: Immer mehr Menschen haben heute die Möglichkeit, sich und ihren Alltag in bewegten Bildern festzuhalten. Der Band Bewegtbilder und Alltagskultur(en) – Von Super 8 über Video zum Handyfilm. Praktiken von Amateuren im Prozess der gesellschaftlichen Ästhetisierung ist das Ergebnis einer interdisziplinären wissenschaftlichen Tagung, in der unterschiedliche Perspektiven auf den Amateurfilm in Gegenwart und Vergangenheit eingenommen wurden.

Heute haben insbesondere mit Smartphones aufgenommene Fotos und Videos eine große Bedeutung in verschiedenen sozialen Kontexten, sei es, dass beim Möbelhausbesuch Fotos als Erinnerungshilfen aufgenommen werden oder Handyvideos zum Zweck der Selbstdokumentation in den sozialen Netzwerken des Internets veröffentlicht werden.

Das Spektrum des interdisziplinären Sammelbandes ist breit angelegt und bietet einen Einblick in die vielfältigen Formate, Praktiken und Funktionen von Amateurfilmen. Die Beiträge sind film- und kulturwissenschaftlich, medienpädagogisch und archivarisch ausgerichtet. Sie thematisieren sowohl die ästhetische Dimension als auch Praktiken der Produktion, Distribution und Rezeption von Bewegtbildern.. Eine zentrale Klammer ist dabei die Frage, inwiefern  der Bedeutungszuwachs von Bewegtbildpraktiken im Alltag Ausdruck einer allgemeinen Tendenz zur gesellschaftlichen Ästhetisierung ist.

Bewegtbilder und Alltagskultur(en) – Von Super 8 über Video zum Handyfilm. Praktiken von Amateuren im Prozess der gesellschaftlichen Ästhetisierung von Ute Holfelder und Klaus Schönberger (Hrsg.) ist der sechste Band der Klagenfurter Beiträge zur Visuellen Kultur. Die Reihe wird herausgegeben von Prof. Dr. Jörg Helbig und Prof. Dr. Rainer Winter. Der Band richtet sich nicht nur an WissenschaftlerInnen verschiedener Fachrichtungen sondern auch an Studierende, PädagogInnen, ArchivarInnen und Filmschaffende.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Ute Holfelder

Ute Holfelder, Dr. phil., Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und der Neueren deutschen Literaturwissenschaft in Tübingen; Promotion mit der Arbeit Die Schwiegermutter. Formung und Tradierung eines Stereotyps. Seit 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in diversen transdisziplinären Forschungsprojekten zu kulturwissenschaftlicher Technikforschung und audiovisuellen Medien am Institut für Sozialanthropologie an der Universität Zürich. Seit 2016 Senior Scientist an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Forschungsschwerpunkte: audiovisuelle Medien, Alters- und Genderstereotypen, ethnografische Forschung, künstlerische Forschung. ...


Klaus Schönberger

Klaus Schönberger, Univ.-Prof. Dr. rer. soc., Studium der Empirischen Kulturwissenschaft, Neueren Geschichte und Neueren deutschen Literaturwissenschaft an der Ernst-Bloch-Universität Tübingen und in Aix-en-Provence (M.A.). 1994 Promotion in Tübingen, 2010 Habilitation und Venia Legendi für Kulturanthropologie/Volkskunde an der Universität Hamburg; 1990 bis 2001 und 2004 wissenschaftlicher Angestellter am Forschungsinstitut für Arbeit, Technik und Kultur, Tübingen (FATK) sowie am Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaft, Tübingen; 2001 bis 2003 Projektleiter an der Akademie für Technikfolgenabschätzung Baden-Württemberg, Stuttgart; 2005 bis 2008 Wissenschaftlicher Koordinator des „Forschungskollegs ...