Sommermärchen oder Kommerz? Die Fußball-WM und andere Sportgroßereignisse zwischen Inszenierung und Instrumentalisierung

Kölner Mediengespräch am 17. Mai 2018

Sommermärchen oder Kommerz? Die Fußball-WM und andere Sportgroßereignisse zwischen Inszenierung und Instrumentalisierung

Ein Paradies für Sportfans: Momentan finden die UEFA Champions League und die Eishockey Weltmeisterschaft statt, im Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft und im Juli die Tour de France.

Doch im Zentrum des Interesses von sportlichen Großveranstaltungen stehen nicht nur die Athleten und ihre Spitzenleistungen. Auch der immer größer werdende Anteil des Unterhaltungsprogramms fesselt ein Milliardenpublikum. Medial perfekt aufbereitet erzeugt es weltweit Feel-Good-Effekte, trägt zur Völkerverständigung bei, stärkt das Identifikationsgefühl ganzer Nationen und sorgt  jährlich für steigende Teilnehmer- und Zuschauerzahlen.

Mega-Events wie die Olympischen Spiele oder Fußballweltmeisterschaften werden im großen Rahmen inszeniert, kommentiert, vermarktet und verhandelt. Aufgrund ihrer hohen Attraktivität haben sie ein enormes Wirkpotenzial – auch abseits des Sports. Kulturelle, gesellschaftliche, politische sowie wirtschaftliche Systeme nutzen die Sportgroßereignisse ebenfalls nicht selten für eigene Zwecke.

Wird die Show sogar wichtiger als der Sport? Kann schon von Inszenierung und Instrumentalisierung der Sportveranstaltungen zugunsten diverser Sport-Medien-Wirtschafts-Allianzen die Rede sein? Wie werden Negativmeldungen im Sport (z.B. Doping, Umweltverschmutzung, Korruption) in den Medien dargestellt?

Anlässlich der Neuerscheinung „Großer Sport, große Show, große Wirkung?“  diskutieren am 17. Mai um 19 Uhr der Kommunikationswissenschaftler Dr. Jörg-Uwe Nieland, Sportvermarkter Martin Ammermann und der Journalist Olaf Kupfer bei den Kölner Mediengesprächen. Frau Dr. Christiana Schallhorn wird einen einführenden Vortrag halten, der Abend wird moderiert vom Verleger Herbert von Halem.

Sommermärchen oder Kommerz? Die Fußball-WM und andere Sportgroßereignisse zwischen Inszenierung und Instrumentalisierung

am 17. Mai 2018 um 19 Uhr
im Herbert von Halem Verlag, Schanzenstr. 22, 51063 Köln

Einlass ab 18:30 Uhr. Da die Zahl der Sitzplätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per E-Mail an karina.selin@halem-verlag.de oder unter der Nummer +49 221 92 58 29 0. Der Eintritt ist frei.

VORTRAGENDE / DISKUTANTEN

Jörg-Uwe Nieland

Jörg-Uwe Nieland, Dr., Jg. 1965, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Studium der Politikwissenschaft an den Universitäten Duisburg, Bochum und Berlin; Promotion an der Universität Duisburg-Essen; 2009 bis 2016 Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienforschung der Deutschen Sporthochschule Köln; seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen (seit 2017 assoziiertes Mitglied im Teilprojekt B07 „Medienpraktiken und Urheberrecht“ im SFB „Medien der Kooperation“). Seit 2014 Sprecher bzw. stellv. Sprecher der Ad-hoc-Gruppe „Mediensport und Sportkommunikation“ in der DGPuK; Vorstandsmitglied der Initiative Nachrichtenaufklärung e.V. ...


Martin Ammermann

Martin Ammermann, Dipl. Kaufmann, Jg. 1975, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Düsseldorf. Von 2001 bis 2006 arbeitete er erst als Volontär, dann als Leiter Sport und mobile Kommunikation bei NBC Europe / Giga. Von 2006 bis 2012 war er Moderator und Leiter Sport bei center.tv Düsseldorf. Seit 2012 ist er Geschäftsführer und seit 2017 auch Executive Director Sports bei Sportstadt Düsseldorf / DCSE GmbH. ...


Olaf Kupfer

Olaf Kupfer, Jahrgang 1975 und im niedersächsischen Nordhorn geboren, arbeitet seit April 2008 als Sportredakteur für die Westdeutsche Zeitung (Wuppertal, Düsseldorf, Kregeld), seit 2013 leitet er das Ressort. Sein Weg in den Journalismus führte über ein Studium der Germanistik und Geschichte mit dem Staatsexamen 2002 in Münster, über freie Mitarbeit beim Deutschen Sportfernsehen (DSF, heute Sport1), der Welt oder 11FREUNDE und ein Volontariat bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Thematische Schwerpunkte seiner Arbeit sind neben dem Fußball auch sportpolitische und politische, oft landespolitische Themen. ...


Christiana Schallhorn

Christiana Schallhorn, Dr. phil., Jg. 1983, studierte Medien und Kommunikation an der Universität Augsburg und der Universität Sevilla (Spanien). Von 2011 bis 2012 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien und Bildungstechnologie an der Universität Augsburg. Seit 2012 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Mensch-Computer-Medien im Bereich Medien- und Wirtschaftskommunikation der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 2016 promovierte sie zum Thema Kultivierung durch Sportgroßereignisse. Ihre Schwerpunkte in der Forschung und Lehre sind die Rezeptions- und Wirkungsforschung sowie Medieninhaltsforschung, insbesondere im Anwendungsbereich von Sport- und Werbekommunikation. ...


MODERATION

Herbert von Halem

Herbert von Halem, M.A., Jg. 1964, ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Herbert von Halem Verlag. Nach Abschluss einer Banklehre bei Bankhaus H. Lampe in Düsseldorf studierte er Wirtschafts- und Sozialwissenschaft und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Es folgte eine Anstellung bei der Dr. Arend Oetker Holding als Assistent der Geschäftsführung. Zusammen mit Sandra von Halem gründete er den Herbert von Halem Verlag als Wissenschaftsverlag mit dem Themenschwerpunkt Kommunikations- und Medienwissenschaft in Köln. Seit 2013 organisiert er Vorträge und Diskussionsrunden im Verlag. Seine Gäste waren u.a. Peter Kloeppel, Jörg Schönenborn, Michael Haller, Klaus Bednarz, Dietmar Schumann, Hans Mathias Kepplinger und Christoph Schwennicke. ...